Tage der Utopie

Mutige Expeditionen nach Übermorgen: Tage der Utopie

Wenn man Utopien versucht zu entwerfen (u-topos – der Nicht-Ort), begibt man sich auf unbetretenes Feld. Der Ort ist bisher freigeblieben. Liegt dies daran, dass der Mensch selbst diese Utopie ist, wenn er über sein zukünftiges Leben beginnt nachzudenken? Ein unbeschriebenes Blatt, ein unerkanntes Leben, ein tatsächlich spiritueller Ort, der sich so leer gibt, weil an ihm jeder Einzelne erkennen kann, dass |da keine Stelle ist, die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern| (Rilke, archäischer Torso Apollos). Peter Sloterdijk benennt dies: |Ich lebe zwar schon, aber etwas sagt mir mit unwiderstehlicher Autorität: du lebst noch nicht richtig.| Diese Tage – alle zwei Jahre im Frühjahr – sind auch als Zeit übenden Lebens zu verstehen, das liegt mit dem Blick auf die abenteuerlichen Wirtschaftsnachrichten der letzten Jahre nahe. Die Themen unserer eingeladenen Referenten ermöglichen, den Druck aus den Weltthemen zu nehmen und mit konkreten persönlichen Entscheidungen wieder mehr Nähe zu sich selbst und seinem jeweiligen Umfeld aufzunehmen. Susanne Wiest – Referentin 2012 – fasst dies in einer einfach scheinenden Frage zusammen:

Wie wollen wir zusammen leben?

Der nächste Termin in Deutschland findet 2018 statt.

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