Die Welt als Körper Gottes – ein theologisches Denkmodell für mehr Nachhaltigkeit

Studientag zur „Spiritualität der Nachhaltigkeit“ im Rahmen der „Themenwochen Globale Transformation“

Aurica Nutt leitet am Samstag, 18.03., einen Studientag zur nachhaltigen Spiritualität. Sie studierte Katholische Theologie in Münster und Fribourg (CH) und arbeitet heute an der Universität Köln im Forschungsprojekt „‘Leib Christi‘ – gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher“.

An der Ausbeutung der Erde ist das Christentum nicht unschuldig: Der biblische Satz „macht euch die Erde untertan“ wurde jahrhundertelang als Legitimation menschlicher Herrschaft über die Schöpfung verstanden und wirkt bis heute weiter. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch Alternativen zu dieser Sicht auf die Schöpfung entwickelt, darunter – vor allem in den USA – die Prozesstheologie. Sie versteht die Welt als Teil Gottes, ja sogar als „Körper Gottes“ (Sallie McFague), was bedeutet, dass die Misshandlung der Erde Gott nicht unberührt lässt. Die Schöpfung ist nicht abgeschlossen, sondern Gott ist Teil des beständigen Werdens der Welt. Die Menschen sind Teil dieses Werdens und Teil der verletzbaren Natur, wenn auch mit besonderer Verantwortung.
An diesem Studientag soll das prozesstheologische Denkmodell vorgestellt und sein Potenzial für ein nachhaltigeres Handeln, für ein „Ergrünen christlicher Theologie“ (Catherine Keller) diskutiert werden.
Den Studientag begleiten Claudia Hansen (Frauenwerk Kirchenkreis NF) und Friedemann Magaard (CJK)

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