G.A.Albrecht zu Hans Pfitzner – Über „Das Alte und das Neue“

Mit George Alexander Albrecht empfängt das Christian Jensen Kolleg in Breklum einen hohen Gast der Musik. Albrecht leitete die Oper in Hannover und war dann Generalmusikdirektor in Weimar. Heute wirkt der international renommierte Dirigent hauptsächlich als Komponist – und hält Seminare über Musik, die ihm am Herzen liegt. Vom 09.-11. Januar führt er in Pfitzners Oper „Palestrina“ ein. Informationen und Anmeldungen über 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de .

Vielleicht ist Hans Pfitzner der letzte Komponist der Romantik. 1917 wird sein wichtigstes Werk, die Oper „Palestrina“ uraufgeführt – im vollen Bewusstsein, dass Pfitzner in einer Zeitenwende lebt und wirkt. Er selbst schrieb auf das Libretto einer Begebenheit im Rahmen des Trienter Konzils: der Komponist Giovanni Pierluigi da Palestrina verhindert mit seiner Komposition „Massa Papae Marcelli“ die Abschaffung der Kirchenmusik in der katholischen Liturgie. Pfitzner („Der wahre ‚Neuerer‘ ‚will‘ nichts Neues, sondern leistet etwas Neues.“) thematisiert die Spannung zwischen Tradition und Moderne, zwischen Künstler und Welt. Professor Albrecht führt in die fast vergessene Oper ein. Dass Pfitzner menschlich wie politisch irrte und sich verirrte, wird ebenso thematisiert wie sein herausragender Rang als langhin unterschätzter Komponist.

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