Laut und leise – überraschende Erlebnisse in der Klima-Ausstellung

Kräftig tönte es durch das Ausstellungsgebäude der Klima-Ausstellung „Der achte Tag“. Der Chor Punda milia besuchte die Klima-Ausstellung. Zur Einstimmung sangen die 25 Chormitglieder aus Tansania und Deutschland mehrere Lieder in Kisuaheli. Punda milia heißt Zebra und deutet darauf hin, dass der Chor aus farbigen und weißen Sängerinnen und Sängern besteht. Ein Vorsänger stimmte die Lieder an, die übrigen folgten. Die Verständigung war eine große Herausforderung. Die englischen Texte mussten noch einmal in Kisuaheli übersetzt werden. Nicht alle Chormitglieder konnten die englische Sprache verstehen. Die Sprache erscheint sehr wortreich und melodisch. Die Sängerinnen und Sänger hörten aufmerksam zu und nannten eigene Erfahrung mit Klimaveränderungen in Tansania. Natürlich berührte dies das Thema Klimagerechtigkeit. Afrikaner verursachen jährlich durchschnittlich nur 300 kg CO²-Ausstoss und tragen keine Verantwortung für den globalen Klimawandel, aber sie leiden schon jetzt am stärksten unter seinen Folgen. Trotz aller Problematik stimmte die Gruppe zum Abschied ein Lied an und tanzte dazu.
Ganz anders ging es beim Besuch einer Gruppe Gehörloser zu. Die Lehrerin Viola Dierks verständigte sich mit Gebärdensprache. Es ging ausgesprochen leise zu. Für die Gehörlosen, die z.B. die Texte in den Koffern nicht hören konnten, hatte Frau Dierks die Aufgabenbögen überarbeitet und den Bedürfnissen Gehörloser angepasst. Einige Fachbegriffe aus dem Bereich Klimaschutz müssen in Gebärdensprache regelrecht buchstabiert werden. Beeindruckend war die besondere Sensibilität der Gehörlosen und ihrer Lehrerin. Insgesamt haben inzwischen 50 unterschiedliche Gruppen wie Schulklassen, Konfirmandengruppen und Initiativen die Klima-Ausstellung „Der achte Tag“ besucht.
Hans Baron

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