Mit Ärzten ohne Grenzen in Papua-Neuguinea

Die Husumer Ärztin Andrea Magaard berichtet am Donnerstag, 11.06., im Christian Jensen Kolleg in Breklum von der Arbeit der internationalen Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in den Highlands von Papua Neuguinea. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Die Anästhesistin und Intensivmedizinerin des Klinikum Nordfriesland arbeitete von Januar bis März 2015 in dem Land, das zwischen Asien und der Südsee nordwestlich von Australien liegt.

Häusliche und sexuelle Gewalt ist ein medizinisch-humanitärer Notfall in Papua-Neuguinea. Seit 1992 arbeitet die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in dem Inselstaat nordöstlich von Australien. Andrea Magaard berichtet von ihrem Einsatz in Tari im südlichen Hochland. Dort unterstützt „Ärzte ohne Grenzen“ ein Krankenhaus mit einem chirurgischen Programm und einem Familienunterstützungszentrum.
Damit antwortet die Organisation auf die oft verzweifelte Lage von Frauen (in der Landessprache „meri“) und Mädchen. Aber auch Männern sind vielfach Opfer einer erschreckend hohen Gewaltbereitschaft. Landesweit gibt es sehr viel sexuelle, häusliche, soziale und ethnische Gewalt. Auch Stammeskämpfe fordern zahlreiche Opfer, die allgemeine Gewaltbereitschaft ist erschreckend hoch. Die Versorgung der Patienten ist in der Regel unzureichend. Es fehlt an nachhaltigen Konzepten zur Prävention und Behandlung. Die Überlebenden benötigen Zugang zu kostenloser, qualitativ hochwertiger und vertraulicher Gesundheitsversorgung.
Nach dem Vortrag führt der ökumenische Referent Pastor Mayupe Par aus Papua Neuguinea in die Diskussion ein. Die Moderation liegt bei CJK-Leiter Friedemann Magaard. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für „Ärzte ohne Grenzen“ wird gebeten.

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