Nachhaltigkeitspreis – die Jury hat das Wort

Was hat Luther mit dem Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein zu tun? Zum zweiten Mal organisieren das Christian Jensen Kolleg und das Haus am Schüberg den Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig Holstein. Erstmals wird die Kooperation der beiden kirchlichen Bildungszentren für Nachhaltige Entwicklung mit dem Kieler Umweltministerium um die IHK Lübeck ergänzt. 2017 liegt die Federführung in Breklum. Und das Reformationsjubiläums wirft auch hier lange Schatten.

Umweltminister Robert Habeck hält große Stücke auf diesen Wettbewerb: „Der Preis ist ein Anreiz, nachhaltige Projekte voranzutreiben und mit ihnen für ein anderes Bewusstsein zu werben. Wir müssen Ressourcenverbrauch und Wohlstand entkoppeln“. 36 Personen, Initiativen, Einrichtungen, Vereine, Unternehmen und Firmen haben ihre Bewerbung mit innovativen Projekten eingereicht. Die Projekte verbinden beispielgebend und erfolgreich die „Big Three“ Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Erwünscht waren auch Beiträge aus Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, die zu dieser Art Verhaltensänderung anregen.

Die hochrangig besetzte Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales, Kirche und Kommune sowie Natur- und Umweltschutz unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Dr. Silke Schneider bewertet die eingereichten Beiträge und kürt daraus die Preisträger. „Meine Jury-Kolleginnen und -Kollegen sind ebenso gespannt wie ich, welches Kaleidoskop an zukunftsweisenden Projekten uns am Ende wieder erwartet“, so Staatssekretärin Schneider.

Drei Kategorien, einmal Luther

Der Preis ist mit 10.000,- Euro, darunter 5.000,- Euro für den Hauptpreis dotiert. Drei Themen werden besonders in den Blick genommen, die den Verantwortlichen aufgrund ihrer aktuellen Bedeutung am Herzen liegen. Die Kategorie „Bildung für nachhaltige Energienutzung“ sucht nach Projekten, die die sparsame Nutzung von Energie zum Ziel haben. Der Sonderpreis „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ würdigt solche Projekte, die den gerechten Ausgleich zwischen Produzenten und Verbrauchern und emissionsarme Lieferketten fördern. Mit der dritten Kategorie „Das rechte Maß treffen – Faire Preise für Erzeuger“ rückt im Jahr des Reformationsjubiläums ein von Luther gefordertes zeitloses Postulat in das öffentliche Bewusstsein, weil Erzeuger und Bauern darunter leiden, dass gerechte Wertschätzung und Nachhaltigkeitsprinzipien missachtet werden. Die Preisverleihung am 6. April 2017 in Neumünster wird mit Spannung erwartet.

Workshops begleiten den Wettbewerb

Den Nachhaltigkeitspreis begleiten drei Workshops, die alle Interessierten und Bewerberinnen und Bewerber des Nachhaltigkeitspreises zusammenbringen wollen.
„Wir schreiben das Neue vom Himmel“ ist die Schreibwerkstatt für Neudenker und Andersmacher im Christian Jensen Kolleg am 11. März 2017 von 10 – 16 Uhr betitelt. Engagierte und Akteure im Klima- und Umweltschutz erhalten Anregungen, für ihre zukunftsweisenden Projekte durch mitreißende Texten zu motivieren, die neu und frisch klingen.
Zwei weitere Workshops runden diese Reihe ab. Dem Ziel, für Flüchtlinge sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und ihre Kompetenz im Arbeitsleben und in der Gesellschaft einzubringen, dient der Workshop „Flucht und Interkultur: Globale Aspekte – nationale Herausforderungen“ am 7. und 8. März 2017 im Haus am Schüberg. Kreative Formen der Direktvermarktung haben sich durchgesetzt. Sie leben vom engen Kontakt zwischen Produzenten und Verbrauchern und sichern so langfristige Arbeitsplätze. Der Workshop „Erfolgreich in der Nische – neue Vermarktungswege in der Landwirtschaft“ am Samstag, dem 25. März 2017, im Christian Jensen Kolleg bietet Erkenntnisse für diese zukunftsfähige Nische durch den gemeinsamen Austausch. Referenten und Verantwortliche sind Mathias von Mirbach, Dieter Schlieger, Ulrich Ketelhodt und Hans Baron. Alle Interessierten sind zu diesen drei Workshops eingeladen.

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