Propheten und Zukunftstreiber – Tage der Utopie im April

Breklum, wo man einen weiten Horizont hat und nichts beim
Nachvornedenken stört, treffen sich zwischen dem 24.-28. April zum 5. Mal Fragensteller_innen und Zukunftsfreunde_innen zu einem Festival, das es in sich hat: Das Festival der Zukunft in der Nordkirche.
Die Vortragenden sind prägende Persönlichkeiten und Gesellschaftsgestaltende. Sie stellen eine echte Utopie zur Diskussion und machen statt Gegenwartskritik konkrete Zukunftsgestaltung. Das Zukunftsfestival kombiniert nagelneue Musik mit bewährter Gastlichkeit. Propheten und Zukunftstreiber_innen aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur erobern neue Horizonte für heute.

Zur Eröffnung spricht am Dienstag, 24. April, um 19 Uhr Stanley Henkeman, Direktor des Instituts für Gerechtigkeit und Versöhnung in Kapstadt/Südafrika. Sein Thema sind Versöhnungsszenarien nach Kriegen- und Bürgerkriegen. Was muss, etwa in Syrien, geschehen, wenn die Waffen schweigen? Welche Verantwortung haben UNO, EU, was kann die Zivilgesellschaft leisten, wie können Kirchen helfen? Den Kompositionsauftrag für diesen Abend hat der Rendsburger Musiker Christian Gayed angenommen.
Am Mittwoch, 25. April, spricht um 19 Uhr Ewald Lienen, Fußball- und Trainerlegende, gegenwärtig technischer Direktor beim FC St. Pauli. Was Sport zur Entwicklung von Gerechtigkeit und Demokratie beitragen kann, beschäftigt den politisch hochinteressierten Sportler ebenso wie die Frage, die Gesellschaft und Sport diese Chance aktiv ergreifen können. Zu dem Vortrag von Ewald Lienen komponiert der Schleswiger Arne Frercks.
Donnerstagabend, am 26. April, ist ab 19 Uhr Stephan Rammler zu hören, Braunschweiger Professor für Mobilität und Transformationsdesign. Über die Neuerfindung des Landlebens spricht Rammler, unter dem Titel „Dorf 4.0“. Mobilitätsstrategien werden gewöhnlich für die Metropolen entwickelt. Was Mobilität auf dem Land mit Digitalität zu tun hat und welche Rolle das Bau- und Immobiliengewerbe dabei spielt, verrät Stephan Rammler, umrahmt von den Klängen einer Fachfrau für elektronische Musik, die argentinische Komponistin und Musikerin Moxi Beidenegl.
Den letzten Abend der diesjährigen Tage der Utopie bestreitet Flavia Kleiner aus Zürich am Freitag, 27. April. Unter dem Titel „Chancenland Deutschland? Neue Wege, die liberale Demokratie zu verteidigen“ knüpft die junge Schweizer Aktivistin an ihre Erfahrungen in der „Operation Libero“ an, die seit 2014 überraschende und wirkmächtige Aktivitäten im Kampf gegen Rechtspopulismus und für eine liberale Demokratie initiiert. An diesem Abend führt die deutsch-chinesische Komponistin Nathalie Fen Yen Herres eine Auftragskomposition auf.

An den Folgetagen finden jeweils Vormittags Workshops statt, die die Realisierung der Utopien in Schleswig-Holstein thematisieren. Was kann als nächstes geschehen? Wer bleibt mit wem in Kontakt. An den Nachmittagen präsentieren Aktionsgruppen gelungene Projekte. Denn zukunftsprägende Aufbrüche gibt es ja schon heute.

Die Preise sind in diesem Jahr auch utopisch. Denn die Veranstalter fordern die Besucher von Vorträgen und Workshops am Ende der Veranstaltung auf, zu bezahlen, was ihnen die Gedanken und Erfahrungen wert sind. Das „utopische prizing“ und der neue Auftritt der Tage der Utopie wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Team von „Boy – Strategie und Kommunikation“ aus Kiel entwickelt, die die Tage der Utopie kraftvoll unterstützen.
Die Gesamtleitung und Moderation der Tage liegt bei Friedemann Magaard. Anmeldungen können ab sofort im Christian Jensen Kolleg unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de vorgenommen werden.

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