Rudolf Kelber über Verdi: Zeit für den Freigeist

Ein echter Freigeist war der italienische Komponist Giuseppe Verdi. Seine geistigen, politischen und religiösen Aufbrüche sind Thema des Seminars „Anspruch eines Freigeistes“, das KMD a.D. Rudolf Kelber aus Hamburg vom 13.-15. Januar im Christian Jensen Kolleg leitet.
Seine italienischen Textdichter waren ihm meist zu konventionell, also suchte er seinen Stoff bei Shakespeare und Schiller. Zu der Zeit komponierte Verdi seine Missa da Requiem, ein beeindruckendes Beispiel für die Religiosität eines Kirchenfremden. Also tanzt er auf einem Seil zwischen dem tiefen ernst eines „Dies irae“ (Tage des Zorn) auf der einen Seite und dem fast zügellosen „Alles ist Spaß auf Erden“ (tutto nel mundo e burla) im Flstaff’schen Finale auf der anderen Seite.
Rudolf Kelber war 33 Jahre Organist an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi, zuvor als Theaterkapellmeister langjährig im Opernfach tätig. Seit 2015 ist Kelber im Ruhestand und nunmehr vor allem als Komponist und Jazz-Pianist tätig.
Das Seminar, das von CJK-Leiter Friedemann Magaard begleitet wird, bezieht Verdis Musik, Lebenshaltung und spirituelle Fragen aufeinander. Anmeldungen unter info@christianjensenkolleg oder 04671-91120.

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