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„Kein Brot für die Welt?“
Workshop mit Podiumsdiskussion zur Welternährung

Das Podium von 2009 trifft sich erneut im CJK, um dem Thema "Hunger" nachzugehen. Ingbert Liebing (MdB, CDU), Hanno Fecke (SPD), Ulrich Schmück (FDP), Ingrid Nestle (MdB, B90/Grüne), Bischof Gerhard Ulrich.
Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika hat die Öffentlichkeit aufgeschreckt: noch tötet der Hunger Millionen von Menschen! Mit den Ursachen der dramatischen Situation beschäftigt sich der Workshop „Kein Brot für die Welt?“, der am Freitag, 09.12., von 19-21 Uhr im Rahmen des „Demokratie-Kolleg“ im Breklumer Christian Jensen Kolleg stattfindet.
Das Podium ist genau so besetzt wie vor fast drei Jahren. Im Februar 2009 startete die Veranstaltungsreihe zu gesellschaftapolitischen Fragen, das „Demokratie-Kolleg“mit den Direktkandidaten für die Bundestagswahl und Bischof Ulrich mit einer Diskussion über Ernährungsgerechtigkeit. Nunmehr sind zwei Podiumsgäste „M.d.B.“, der CDU-Politiker Ingbert Liebing und Ingrid Nestle von B90/Grüne. Die beiden anderen Kandidaten, Hanno Fecke (SPD) und Ulrich Schmück (FDP), wurden im September 2009 nicht gewählt. In Breklum diskutieren sie mit den Berufspolitikern, wie sich das Thema „Ernährungsgerechtigkeit“ für sie alle weiter entwickelt hat. Bischof Ulrich, der sich schon 2009 für deutliche Schritte zugunsten einer gerechteren Welt ausgesprochen hat, wird die Position der Evangelischen Kirche vertreten und persönliche Aspekte einbringen.
Als Fachmann tritt der Welternährungs-Experte Dr. Stephan Albrecht auf, Privatdozent an der Uni Hamburg und Herausgeber der deutschen Ausgabe des Welternährungsberichts. Podiumsgäste und Besucher beschäftigen sich außerdem mit den Inhalten der Themen-Ausstellung „abgeerntet – wer ernährt die Welt?“, die bis zum 09.12. im Christian Jensen Kolleg zu besuchen ist. Konkret geht es um die Ursachen von Ungerechtigkeit und weltweitem Hungers sowie um Handlungsmöglichkeiten, mit der Menschen in Deutschland selbst etwas tun können.
Bereits ab 18 Uhr können Interessierte Ausschnitte aus dem aktuellen Dokumentar-Film „Hunger“ von Marcus Vetter und Karin Steinberger sehen. Vor der Veranstaltung um 19 Uhr wird ein kleiner Imbiss angeboten.
Das Demokratie-Kolleg wird gemeinsam vom Nordelbischen Missionszentrum, vom Evangelischen Regionalzentrum Westküste und vom Christian Jensen Kolleg in Breklum veranstaltet. |
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Maria Jepsen zeigt „ihren“ Luther
Breklumer Luther-Kolleg mit neuem Termin, mit der lutherischer Bischöfin i.R. Maria Jepsen und der amtierender niederländischer Synodenpräsidentin Susanne Freytag
Zwei Tage früher als ursprünglich geplant laden NMZ und CJK zum diesjährigen „Luther-Kolleg“ nach Breklum. Am 8.-9.November spricht Bischöfin i.R. Maria Jepsen über ihren persönlichen Zugang zu Wirken, Glauben und Denken des Wittenberger Reformators. Maria Jepsens langjähriger Weggefährte, Bischof i.R. Dr. Hans Christian Knuth wird als Ko-Referent in einem „Bischofs-Kollegium“ über die Frauenfrage bei Luther und den heutigen Diskussionsstand dazu in den Kirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) diskutieren. Als ökumenischer Gast wird Susanne Freytag, Präsidentin der lutherischen Synode in den Niederlanden, über die Wirkungsgeschichte Luthers im überwiegend reformiert geprägten holländischen Kontext referieren. Die Tagungsleitung liegt bei Andreas Schulz-Schönfeld (NMZ) und Friedemann Magaard (CJK). Anmeldungen und Informationen unter 04671-91120. |
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Wer war Elisabeth Schmitz?
Portrait einer mutigen Frau der Bekennenden Kirche
1977 starb Elisabeth Schmitz als Unbekannte in Hanau. Dass sie es war, die 1935/1936 eine vielbeachtete anonyme Denkschrift gegen die Judenverfolgung verfasst hatte, wurde erst 1999 bekannt.
Mit einem Vortrag des Berliner Geschichtsprofessors und Schmitz-Biografs Manfred Gailus erinnert der Breklumer Campus an die Historikerin und Theologin Elisabeth Schmitz, die sich während des "Dritten Reiches" in der Bekennenden Kirche engagierte. Ihr Einsatz gerade für Christen jüdischer Herkunft war herausragend. Nach der Progromnacht vom 9. November 1938 weigerte sich die Studienrätin für Geschichte, Deutsch und Religion, im Schuldienst zu arbeiten und beantragte vorzeitige Pensionierung, nur um sich noch aktiver für Verfolgte einzusetzen. Nach dem Krieg nahm sie die Unterrichtstätigkeit wieder auf.
Am Gedenkabend vor der Progromnacht erinnern ERW, NMZ und CJK an die ermutigende Biografie einer bewundernswerten Frau: "Elisabeth Schmitz, eine Zeugin für das Menschenrecht".
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Weltuntergang im Kino
"The book of Eli" in theologischer Deutung
Am Donnerstag, dem 3. November, lädt die Kirche in das Husumer Kino. Kirchenkreis Nordfriesland und CJK veranstalten erstmals gemeinsam „Kirche meets Kino“, wenn Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk und CJK-Leiter Friedemann Magaard miteinander und mit dem Publikum über einen Post-Apokalypse-Film reden. Der Block-Buster „The book of Eli“ (ab 16) wird gezeigt, befragt, gedeutet. Spannend wird die Frage, welche Glaubensthemen in dem Film verarbeitet werden. Zugleich lassen sich theologische Gedanken durch den Hollywood-Film verdeutlichen.
„Kirche meets Kino“ findet im Rahmen der Themenwoche der Evangelischen Akademie Nordelbien „Was glauben wir eigentlich“ statt. |
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Wenn Ökonomen glauben müssen
Doppelveranstaltung mit Christian von Weizsäcker

Prof. von Weizsäcker (Uni Köln, u.a. Grundwertekommission der FDP) und PD Dr. Ptak (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, u.a. Wissenschaftlicher Beirat von attac) diskutieren am 1.11. in Eckernförde und am 2.11. in Breklum
Gleich zwei Tage hintereinander entwickelt der streitbare neoliberale Volkswirtschaftler Prof. Christian von Weizsäcker aus Köln seine Thesen über die Grundannahmen wirtschaftlichen Denkens, also über „Glaubenssätze in der Ökonomie“. Zweimal disputiert er mit dem neuen Referenten im „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“ (KDA), Privatdozent Dr. Ralf Ptak. Beide male reagieren Landespolitiker auf die Thesen der Ökonomen und diskutiert das Publikum mit.
Die Unterschiede zwischen den beiden Veranstaltungen liegen zum einen in dem Ort, zum anderen in der Couleur der landespolitischen Besetzung. Am Dienstag, dem 1. November (neuer Termin!), haben zu der Diskussion in Eckernförde Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU), der Fraktionsvorsitzende Dr. Ralf Stegner (SPD) und Lars Harms, MdL des SSW zugesagt. Die Veranstaltung in „Carls Showpalast“ auf dem Konversionsgelände der Carls-Höhe (ehemals Flensburger Str.) beginnt um 18 Uhr.
Am Mittwoch, dem 2. November (ebenso neuer Termin!), treffen im Christian Jensen Kolleg in Breklum ab 18 Uhr die Landtagsabgeordneten Dr. Andreas Tietze (Bündnis 90/Grüne), Oliver Kumbartzky (FDP) und Ulrich Schippels (Linke) aufeinander.
Mit besonderer Spannung werden die beiden Thesengeber wegen ihres höchst unterschiedlichen Ansatzes erwartet. Während Prof. von Weizäcker Mitglied in der Grundsatzkommission der FDP ist, arbeitet Dr. Ptak im Wissenschaftlichen Beirat von attac mit. Der von Ptak favorisierten Transformation des Wirtschaftssystems auch unter ökologischen Prämissen steht von Weizsäcker höchst skeptisch gegenüber. Welches Demokratieverständnis offenbaren die Konzepte, die sich von Markteingriffen freihalten oder diese gerade befördern wollen? In einer vom CJK-Leiter Friedemann Magaard geleiteten „moderierten Disputation“ werden die beiden Wissenschaftler ihre Thesen zu den „Glaubenssätzen in der Ökonomie“ ausbreiten.
Die Landespolitiker machen die grundsätzliche Diskussion konkret: es geht um die politische Umsetzung in Schleswig-Holstein an. In Zustimmungen und Abgrenzungen positionieren sie sich im wirtschaftspolitischen Diskurs und benennen, welche konkreten Konsequenzen daraus erwachsen müssen.
Die Grundthese der Doppelveranstaltung lautet, dass hinter den Grundsätzen eines jeden wirtschaftswissenschaftlichen Ansatzes Glaubenssätze stehen, etwa zum Menschenbild, zu Gleichgewichtsannahmen und der „unsichtbaren Hand“ des Marktes. Glaubenssätze zur Wachstumsdynamik und ihren vermeintlichen Zwängen und die Frage ethischer Grundsätze wirtschaftlichen Handelns und ihrer Durchsetzung beschreiben ethische Voraussetzungen ökonomischen Handelns, über die bislang zu wenig gestritten wird.
Die beiden Veranstaltungen finden im Rahmen der Themenwoche „Was glauben wir eigentlich?“ der Evangelischen Akademie Nordelbien statt.

Als politische Gäste diskutieren am 1.11. in Eckernförde Wirtschaftsminister Jost de Jager CDU), Dr. Ralf Stegner (SPD), Lars Harms (SSW).

Am 2.11. diskutieren im Christian Jensen Kolleg in Breklum als politische Gäste Dr. Andreas Tietze (Bündnis 90/Grüne), Oliver Kubartzky (FDP) und Ulli Schippels (Linke. Beide Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr.
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Japanisch-deutsches Kunst- und Kulturprojekt „[to]BREAK“

Bente Stenger und Christian Gayed musizieren zur "monologischen Eröffnung" von "[to]BREAK" am 08.05.2011 in Breklum
Das japanisch-deutsche Kunst- und Kulturprojekt „[to]BREAK“ wurde in kürzester Zeit als Reaktion auf die Ereignisse des 11. März in Japan entwickelt und realisiert. Das Projekt war im Breklumer Christian Jensen Kolleg bis zum 26. Juni 2011 zu sehen und hat viele Menschen berührt.
Nun freuen sich die Veranstalter, eine 132seitige Dokumentation der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Dazu sind alle Interessierten am Montag, dem 3. Oktober, um 18 Uhr nach Breklum eingeladen.
Neben der Projektdokumentation, die vorgestellt wird, werden zwei Filme gezeigt: erstmals öffentlich ist der Film „pink noise“ zu sehen, den Schülerinnen und Schüler der Schleswiger Domschule unter dem Einfluss der Ereignisse Fukushima gedreht haben.
Zudem präsentieren die Initiatoren einen Projekt-Film zu [to]BREAK vorstellen, den Dr. Norbert Petersen zu der „monologischen Eröffnung“ am 8.5. und der „dialogischen Eröffnung“ am 22.5. gestaltet hat.
Eine musikalische Überraschung aus Japan erwartet die Besucher, und die Gelegenheit, die Dokumentation auf Wunsch signieren zu lassen: Die meisten Teilnehmer der deutschen Künstlergruppe werden am 3. Oktober persönlich anwesend sein.
Schließlich wird die Projektphase für „[to]BREAK II“ eröffnet. Das Engagement der begleitenden Schulen wird von der Domschule Schleswig zur Herrmann Tast Schule und zur Theodor Storm Schule, beide in Husum, übergeben und Informationen zu dem Dialogprojekt im Frühjahr 2012 gegeben.
Das japanisch-deutsche Kunstprojekt wird vom Christian Jensen Kolleg und dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste veranstaltet. Die Projektleitung liegt bei Joachim Mocka aus Schleswig. |
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Begegnungen, Spaß und viel „respect“
Internationale Jugendwoche in den Herbstferien

Im Oktober geht es in Breklum ähnlich international zu wie zu einer Fußballweltmeisterschaft. Jugendliche aus Brasilien, Thailand, Japan, Dänemark, Lettland, Malaysia und Deutschland haben ihr Kommen zur „Internationalen Woche“ im Christian Jensen Kolleg angekündigt.
Unter dem Titel „Ich, du, wir? Eine Welt“ startet die erste derart internationale Jugendwoche mit Musik-, Theater- und Kunstworkshops. Im Zentrum steht der respektvolle Umgang zwischen Menschen verschiedener Kulturen und wie sich Gewalt vermeiden lässt. Von dem Kurs „WE:RESPECT“ verspricht sich Anna Lena Ihme vom Evangelischen Kinder- und Jugendbüro des Kirchenkreises Nordfriesland, dass wichtige Fragen bearbeitet werden wie „Was ist Respekt und wie lebe ich ihn?“ oder „Wie kann ich Vorurteile verhindern?“ Gemeinsam mit Danny Ivers, Hauke Christiansen, der die Regionale Ökumenische Arbeitsstelle in Nordfriesland leitet, und vielen anderen bereitet Anna Lena Ihme die Internationale Woche mit einem deutlichen friedenspädagogischen Akzent vor.
Zusagen liegen bereits von Jugendlichen vor, die ein Auslandsjahr in Schleswig-Holstein verbringen, sowie von Teilnehmern, die extra für die Internationale Jugendbegegnung nach Deutschland anreisen. Zudem sind natürlich Jugendliche aus Schleswig-Holstein, sowohl mit und als auch ohne Migrationshintergrund, im Alter ab 15 Jahren, herzlich eingeladen. Die „Internationale Woche – ich, du, wir? Eine Welt“ findet vom 9, bis 14. Oktober statt. Die Kosten liegen bei 150,- Euro. Wer sich anmelden möchte, nimmt Kontakt zum Evangelischen Kinder- und Jugendbüro über Tel. 04661-1462 oder über Email info@ekjbnf.de auf. Die Zahl der Plätze ist natürlich begrenzt! |
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Wachsen mit dem Trend

Breklum
Wachsen mit dem Trend das war eine der Schlussfolgerungen, die Propst Jürgen-Jessen am Ende der Kirchenkreiskonferenz zog. Denn um Trends und Entwicklungen war es gegangen, soziologische und demografische Erkenntnisse waren gehört worden, immer ging es darum: Wie ist Kirche in der Gesellschaft verankert und wie wird sie es Zukunft sein, wie wird es um ihre Glaubwürdigkeit und um ihre Relevanz bestellt sein?
Adelheid Marcinczyk vom Kreis Nordfriesland beleuchtete die Thematik zunächst auf der Basis des Masterplans Daseinsvorsorge, den sie entscheidend mitentwickelt hat. Bis 2025 werde die Bevölkerungsdichte in Nordfriesland insgesamt um 3,6 Prozent zurückgehen, erklärte sie. Allerdings werde sie sich anders verteilen: So zum Beispiel erwarte man auf Pellworm einen Rückgang um 25 Prozent, dafür werde Niebüll elf Prozent mehr Menschen haben. Nicht überraschend waren die Untersuchungen in Bezug auf die Alterstruktur. Es wird in 15 Jahren etwa 22 Prozent mehr Menschen über 60 als heute geben, dagegen wird die Zahl der unter 20-Jährigen um 27 Prozent zurückgehen.
Es waren im wesentlichen diese Zahlen, die die Konferenz beschäftigten: Wird Kirche sich in Zukunft mehr auf die Senioren konzentrieren, oder kann sie an ihrem Kurs für Jugend und Familie festhalten? Verschiedene Experten wurden gehört: Darunter Pastor Wolfgang Pittkowski, der einen soziologischen Blick auf die innerkirchlichen Entwicklungen warf. Unsere Kirche unterliegt gesellschaftlichen Wandlungen, die für alle gelten, sagte er. So seien auch die großen Volksparteien vom Mitgliederrückgang betroffen, wenngleich die Austrittszahlen nordfriesischer Gemeindeglieder vergleichsweise gering seien. Der Zusammenhang Familie-Kirche ist entkoppelt, gab er zu bedenken. Es verändern sich die Sitten, veränderte Familienformen haben Auswirkungen auf das, was wir unter Kirche verstehen. Im Gespräch formulierten Erna Lorenzen (Landfrauenverein), Holger Karde (Schulleiter), Susanne Baum (Diakonisches Werk), Peter Bartel (NDR1 Welle Nord), Stephan Sievers (IHK Husum), Christine Harksen (Bürgermeisterin), Prof. Dr. Thomas Steensen (Nordfriisik Institut) und Johanna Geßner (Studentin) wie sie Kirche erleben und was sie von ihr erwarten. Finger weg von der Bäderregelung, sagten zum Beispiel Christine Harksen und Erna Lorenzen. Peter Bartels forderte Glaubwürdigkeit ein und eine Sprache, die auch verstanden wird, während Thomas Steensen scharfe Kritik an der historischen Haltung der Kirche gegenüber der friesischen Sprache übte. Susanne Baum und Holger Karde mahnten eine Zuwendung zu den jungen Menschen und besonders zu denen mit problematischen familiären Hintergründen an. Stephan Sievers und Johanna Geßner forderten, dass Kirche sich den Herausforderungen moderner Kommunikationstechniken stellen müsse. In den Gesprächen wurde deutlich, dass kirchliches Leben nach wie vor im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne stattfindet.
Prof. Dr. Gerhard Wegner hatte dann die undankbare Aufgabe, am Ende der Veranstaltung ohne Manuskript auf all das zu reagieren, was er gehört hatte und es zu interpretieren. Kinder werden noch wertvoller werden, sagte er und reagierte damit auf das Referat von Adelheid Marcinczyk. Es wird ein regelrechtes Gerangel um sie geben und da müsse Kirche mit profilierten Angeobten dran bleiben. Auch die Generation der Alten verändere sich rapide. Die wollen Neues erfahren und noch was losmachen, sagte der Soziologe. Im Großelternwerden sehe er die große Chance für generationübergreifendes Handeln in der Zukunft. Eine Kirchengemeinde der Zukunft könne eine Caring Community sein, eine Gemeinschaft, in der Menschen füreinander sorgen. Ich denke, es gibt die Chance, mit dem Trend zu wachsen, sagte er.
Die Kirchenkreiskonferenz fand statt im Rahmen des Priorisierungs-Prozesses, in dem sich der Kirchenkreis zurzeit befindet. Im Gespräch mit vielen soll am Ende entschieden werden, wo Kirche in Zukunft Schwerpunkte setzen will und aus welchen Bereichen man sich zurückziehen wird. Adelheid Marcinczyk zeigte sich am Ende beeindruckt von der Vielschichtigkeit und der Offenheit der Kirche, die sich an diesem Tag zeigte. Wachsen mit dem Trend, das war am Ende das Credo der Veranstaltung. Man wolle mit den Älteren für die Jüngeren dasein, sagte Jürgen Jessen-Thiesen als These für den Priorisierungsprozess. |
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Bildungsstrukturen über den Gartenzaun
Südtiroler Experte über Schulentwicklung und Demografie
Im ländlichen Raum sind eine Vielzahl von kleinen Schulen von der Schließung bedroht. Gibt es Lösungswege, die die kleinen Wege für kleine Menschen erhalten, ohne die notwendigen organisatorischen und finanziellen Aspekte einer demografisch verantwortlichen Strukturpolitik zu vernachlässigen?
Ein ermutigendes Beispiel findet sich im Südtiroler Pustertal. Schuldirektor Dr. Josef Watschinger arbeitet in einem sogenannten Schulsprengel, in dem jedes Bergtal seinen Schulraum erhalten hat, ohne dass Verwaltung und Organisation ineffizient wurden. Und die Lernleistungen sind erstaunlich!
Nachdem sich Akademie für ländliche Räume und Christian Jensen Kolleg im vergangenen Jahr wiederholt der Entwicklung einer neuen Lern-Kultur gewidmet haben, steht mit diesem Studientag die Entwicklung von Lern-Strukturen im Mittelpunkt, in denen sich der Rahmen um das Kind bildet, statt dass sich Kinder großstrukturellen Rahmen anpassen müssen.
Zu den demografischen Rahmendaten referiert Dr. Gabriele Lamers vom Kreis Nordfriesland aus der aktuellen Studien zum bundesweit ausgezeichneten regionalen „Masterplan Daseinsvorsorge“.
Der Studientag findet am Freitag, 16. September, von 10-16 Uhr im CJK statt. Anmeldung unter 04671-91120. |
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Aus inneren Quellen schöpfen
Schöpfungstage im Christian Jensen Kolleg

» Friedemann und die Schöpfungstage
» Oliver und die Schöpfungstage
» Michael und die Schöpfungstage
Stille, Einfachheit, Wahrnehmen und Warten gehen menschlicher Kreativität voraus.
Wir sind schöpferisch in den Momenten, wenn wir von uns ausgehen, wenn der Fluss aus der Quelle durch uns hindurchfließt. Wenn wir bereit sind uns zu öffnen. Aber auch, wenn wir uns von dem Anderen, Fremden, Unbekannten inspirieren lassen.
Die Tage der Utopie dienen als Inspirationsquelle, um an Beispielen utopischen Handelns herausragender Persönlichkeiten, selbst Mut zu schöpfen. Die Schöpfungstage verbinden eine Atmosphäre der Abgeschiedenheit mit spielerischen Methoden, um diesen erwachten Mut in Ideen und Handlungen zu verwandeln, voraussetzungslos.
Gesellschaftliche und individuelle Wandlungsprozesse sind an der Zeit. Das Bedürfnis nach konkreten Veränderungen lässt sich oft im Alltag nicht verwirklichen.
Da wir in einer Welt der Ablenkung vom Wesentlichen, von uns für wesentlich Erkanntem, leben, fällt es uns oft schwer aus Impulsen konkrete Projekte zu entwickeln.
Wir leben in besonderen Zeiten des Wandels. Noch vor kurzem schien es, als würden Andere die globalen Probleme zu lösen versuchen. Nicht ihre Unfähigkeit allein, sondern der Wunsch selbst tätig zu werden, kennzeichnet den aktuellen Bewusstseinswandel. Jeder einzelne möchte gefragt werden, und zwar so, dass er es auch versteht. Das Private verbindet sich wieder mit dem Öffentlichen. Niemand kann es egal bleiben, wie wir ein Wort mit Leben füllen, das seit einigen Jahren die Diskurse bestimmt. Nachhaltigkeit: ein Missverständnis darin „nur“ den Erhalt und die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen für kommende Generationen zu verstehen. Bis heute haben wir die Früchte der Schöpfung genosssen und sie dabei über die Maßen verbraucht.
Wie kommen wir vom Denken zur Tat.
Wie tauschen wir uns miteinander aus, und regen uns zu weiteren Gedanken und Taten an.
Wie erlösen wir Machbarkeit in Phantasie, um zu sinnvoller Gestaltung zu kommen?
Verlieren wir dabei unsere Freiheit im alten Sinne, der hinter unserer Art zu wirtschaften steht? Gewinnen wir dabei eine Freiheit, die sich eher an den wirklichen Bedürfnissen unseres jeweiligen Lebensraumes orientiert?
Oliver Selaff beschäftigt der Mut: mutig zu sein zu dem Seltsamsten, Wunderlichsten und Unaufklärbarsten, das uns begegnen kann. Für ihn hängen Mut, Einsamkeit und Schöpfung eng zusammen.
Friedemann Magaard schätzt die Inspirationen der Stille, gerade weil wir sie nicht mehr gewohnt sind. Aus der Stille, dem Wahrnehmen, dem Hören und sehen werden wir mit der Quelle verbunden.
Michael Schäfer setzt auf Bewegung, Gespräch und Spiel. Körper, Geist und Seele wollen und müssen zusammen spielen, damit der Mensch schöpferisch sein kann.
Diese 3 haben erstmals für die |Tage der Utopie| zusammengearbeitet, und wir setzen, zusammen mit Thomas Schaack, dem Umweltbeauftragten der Nordelbischen Kirche, darauf, dass Menschen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitszusammenhängen an den Schöpfungstagen teilnehmen, um miteinander den je eigenen Fragen nachzugehen und auf unkonventionelle Weise Lösungsansätze zu finden.
Kinder sind erwünscht. |
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Am Anfang war die Erdbeere
Ernährungs-Workshop mit Andreas Hoppe

Mit einer Erdbeere fing alles an: Andreas Hoppe (alias Tatort-Kommissar Mario Kopper) nahm gedankenverloren an einem Tatort-Drehtag im winterlichen Ludwigshafen vom Catering-Buffett in ein bleiches Exemplar und erschrak ob es wässrigen und holzigen Geschmacks: hier stimmt etwas nicht! Erdbeeren im Winter schmecken nicht nur schlecht, sie machen auch keinen Sinn. Die Idee einer konsequenten regionalen Ernährung, als Selbstversuch unter dem Titel „Allein unter Gurken“ humorvoll und informativ dokumentiert, war geboren.
Zum Studientag zur Ernährungsethik „Was auf den Tisch kommt“ begrüßten die Gastgeber Friedemann Magaard (Foto) und Dr. Thomas Schaack, der Umweltbeauftragte der NEK, den prominenten Gast zunächst mit köstlichen Nordfriesischen Erdbeeren. Im Laufe des Interviews stellte sich aber heraus: die Umstellung auf regionale Küche ist ein Politikum. „Am Ende braucht es eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik“, forderte der Schauspieler, ohne dabei ökologische und konventionelle Landwirtschaft ideologisch zu bewerten. Für ihn als Konsument habe sich eine neue Haltung entwickelt: anders essen, anders arbeiten, anders leben, das gehört für Hoppe zusammen. Die ermutigende Botschaft des Abends war: jeder einzelne kann etwas verändern, um die Welt zu verbessern.
Birgitt Uhlen-Blucha, Ökotrophologin aus Kiel, unterstützte den anderen Lebensansatz, weil gute Ernährung viel mehr sei als Kalorienzählen. Andrea Weigert vom mitveranstaltenden Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume aus Flintbek setzte Akzente auf die besonderen Chancen, die die dörfliche Struktur für die regionale Ernährung mitbringe. Die Landwirte Heiner Iversen (Munkbrarup) und Melf Melfsen (Langenhorn) sowie die Vorsitzende des Nordfriesischen Landfrauenverbands Erna Lorenzen berichteten aus ihren Kontexten die Folgen von werthaltiger Landwirtschaft und von Lebensmittelskandalen. Das Publikum appellierte daran, dass mehr Transparenz die Verbraucher ebenso schützt wie die verantwortlichen Landwirte.
Höchste Aufmerksamkeit wurde Ute Köhnen aus Flensburg, Leiterin der dortigen Adipositas-Selbsthilfegruppe, zuteil. Sie berichtete aus ihrer eigenen Leidensgeschichte mit krankhaftem Übergewicht und von der neuen Lebensqualität, die sie sich erarbeitet hat. „Ich habe das Essen neu lernen dürfen“, machte sie allen Gästen Mut, das eigene Ernährungsverhalten zu verändern. |
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Weltweite Gemeinschaft unter der Blutbuche
Jahresfest der Ökumene als Hoffnungsfeier

Unter der historischen Blutbuche wurde, wie in jedem Jahr, das Jahresfest der Ökumene in Breklum eröffnet. Mehr als 50 ökumenische Gäste aus 15 Nationen und über 200 Gäste aus Hamburg und Schleswig-Holstein besuchten den ökumenischen Jahreshöhepunkt der Nordelbischen Kirche.
Das Motto lautete „Gemeinsam Hoffnung tragen, gemeinsam das Leben feiern“. Als Auftakt der Partnerschaftskonsultationen stand der Reichtum der internationalen Partnerschaften im Mittelpunkt der zweitägigen Begegnung. Begegnungen, Workshops und ein launig-geselliger Abend boten ermöglichten reichlich Informationsaustausch und atmosphärisches Erleben. Am Sonntag feierten die Besucher gemeinsam mit der Breklumer Gottesdienstgemeinde einen festlichen Gottesdienst, die Predigt hielt der Vorsitzende des NMZ-Vorstands und ständige Bischofsstellververtreter in Hamburg und Lübeck Propst Jürgen F. Bollmann.
Unter der Federführung vom Nordelbischen Missionszentrums und des Evangelischen Regionalzentrums Westküste und in Kooperation mit der Breklumer Kirchengemeinde und dem Christian Jensen Kolleg gelang auch in diesem Jahr lebendiges Fest der ökumenischen Vielfalt. |
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"Ethik-Kommission Nordfriesland" legt Erklärung vor:
Für eine schnelle und entschiedene Energiewende

(Breklum/Nordfriesland) - Die "Ethik-Kommission" Nordfriesland hat jetzt ihre energiepolitischen Vorstellungen in einem Text zusammengestellt. Auf der Anti-AKW-Mahnwache am Montag, den 23. Mai wird der Text offiziell bekannt gemacht. Kernaussagen des Textes sind eine rasche Abkehr von der Kernkraft, der Kohleverstromung und ein Einstieg in die erneuerbaren Energien. Die Gruppe fordert aber auch ein deutliches Energiesparen und will eine gesellschaftliche Debatte darüber, wieviel wir uns noch leisten können und wollen.
Die Gruppe hatte sich erst im April zusammengefunden: eine Anregung bei einer Husumer Anti-AKW Mahnwache haben das Christian-Jensen-Kolleg in Breklum und der Umweltbeauftragte der Nordelbischen Kirche aufgegriffen und zu einer "Ethik-Kommission Nordfriesland" eingeladen. Die "Kommission" versteht sich als ein lokales Pendant zu der Ethik-Kommission der Bundesregierung, die derzeit in Berlin unter dem Vorsitz von Klaus Töpfer Vorschläge für eine Energiewende ausarbeiten soll. Mit dabei waren Vertreter von Institutionen, Parteien und Bürgerinitiativen, aber auch eine Reihe von engagierten Einzelpersonen, die an drei Abenden die Inhalte des Papiers zusammengetragen und diskutiert haben.
Die Gruppe sieht die Erneuerbaren als eine "erprobte Technologie", die Chancen auch für den ländlichen Raum bringt. Die Kernkraft hält sie dagegen nach Tschernobyl und Fukushima für ein "Spiel mit dem Feuer", das so schnell wie möglich (spätestens 2017) beendet werden sollte. Die Suche nach einem Endlager solle ergebnisoffen und bundesweit stattfinden. Die schleswig-holsteinischen Landkreise werden aufgefordert, ihren Einfluss auf die E.ON Hase für eine Energiewende geltend zu machen. Das Land Schleswig-Holstein solle Grünen Strom beziehen, das "gegenwärtig den Konsum regionaler Produkte unseres Bundeslandes boykottiert".
Der Kohleverstromung billigt die Gruppe nur noch für eine Übergangszeit eine Rolle zu, um den Klimaschutz nicht zu gefährden. Die CO2-Endlagerung, ein Thema, das die Region seit Jahren beschäftigt, wird abgelehnt, da sie gefährlich sei und der Energiewende eher entgegenstehe. Erhebliche Anstrengungen im Netzausbau werden gefordert, da schon jetzt der nordfriesische Strom nur zum Teil abgeführt werden könne.
Die Maßnahmen, so der Text, verlangten einiges von den Bürgern und "sich auf Veränderungen in der Energieversorgung einzulassen". Das diene aber einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland und werde viele positive Effekte haben.
PDF Abschlussdokument >>
PDF UnterstützerInnen der Ethik-Kommission Nordfriesland >>
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„(to) break“ verbindet Kontinente Japanisch-deutscher Kunstdialog in Breklum
Die Katastrophen vom 11. März machten vor allem sprachlos. Das Erdbeben, der Tsunami, dann die schleichende atomare Verseuchung: Zerstörung apokalyptischen Ausmasses, namenloses menschliches Leid.
Eine Künstlergruppe um den Schleswiger Joachim Mocka (Foto links) überwand die Starre. „Wir müssen etwas tun“, das war Mocka am Morgen nach dem Erdbeben klar, ein Zeichen setzen, darum ging es dem Künstler, und die anderen waren schnell an seiner Seite, Lucia Figuerora aus Husum, Zuzanna Hlinakova aus Kiel, Jobst von Berg aus Böel, natürlich der Kieler Arne Neufeld, enger Mitstreiter von Mocka, dazu Anna Brunner-Mocka aus Fleckeby und viele andere.
Seit Mitte März wurden vielen Ideen entwickelt, verworfen, verändert, weitergeformt. Nun steht das Projekt „(to) break“ fest, am Sonntag, dem 8. Mai, wurde es im Christian Jensen Kolleg sichtbar gemacht.
Zu einem Kunst- und Kulturdialog wurde die Idee: japanische Künstler drücken aus, was sie bewegt, deutsche Künstler reagieren, gestalten, wie die Signale aus dem fernen und fragilen Japan in ihnen wirken.

Ein Kunstdialog, der sich entwickelt in einem gestalteten Prozess: am Anfang steht die monologische Eröffnung der japanischen Partner, zunächst aufgenommen von flüchtiger Kunst, Musikimprovisation der Klarinettistin Bente Stenger und des Kontrabassisten Christian Gayed (Foto rechts). Tastende Versuche. Erste Gespräche von Kunstschaffenden und Besuchern vor flatternden Fahnen: auf sie druckten die Veranstalter die digitalisierten japanischen Bilder, die alle nach Fukushima und unter dem Eindruck der Not den deutschen Initiatoren zur Verfügung gestellt wurden. Ein artifizielles Blitzlicht, spontane Seelenlandschaften, auch Segelfahnen gepresst.
Im nächsten Schritt die Antwort der heimischen Künstler. In wenigen Wochen erstellt, fast noch liquide, eine Resonanz auf ferne Klänge. Zögerlich der Versuch: wie der Schwere der Situation gerecht werden? Wie den japanischen Opfern stets den Vortritt lassen, ganz ohne sich selbst ins Bild zu drängeln? Kunst als politisches statement oder eine Art, das Mitfühlen einzuüben? Oder beides? Oder…
Der Projektname „(to) break“ öffnet das Feld für unterschiedlichste Bedeutungen und Deutungen: zerbrechen und abschalten, Pause und Chance, Riss und Rast, aufdämmern und auseinandergehen. Die Deutungshoheit liegt immer beim Betrachter.

Das Christian Jensen Kolleg bietet den Raum für den Kunst-Dialog, gemeinsam mit dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste. Bis zum „Jahresfest der Ökumene“ am 25.-26. Juni wird „(to) break“ in Breklum zu sehen sein. Aktuelle Infos zum Projekt, den Künstlerinnen, den Unterstützern finden sich unter www.to-break.com oder auf unserer Website.

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Demokratie-Kolleg: so geht es weiter
Das 7. Demokratie-Kolleg stellt sich am 28. September dem kontroversesten Einsatz der Bundeswehr in ihrer Geschichte: Über „Was ist wirklich gut in Afghanistan“ diskutieren Knut Peters, Regierungssprecher der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, und Dr. Marianne Subklew, die bis vor kurzem das Nordelbische Projekt „Gewalt überwinden“ verantwortete.
Zur Vorbereitung der Veranstaltung kommen Vertreter und Vertreterinnen der Bundeswehr und der kirchlichen Friedensbewegung zusammen. Wer an den beiden Workshops teilnehmen möchte, kann sich mit dem CJK-Leiter Friedemann Magaard in Verbindung setzen.
Am 9. Dezember findet die Folgeveranstaltung des ersten Demokratie-Kollegs statt. Damals trafen sich im Februar 2009 unter dem Titel „Hunger ist ihr täglich Brot“ die Bundestagskandidaten im Wahlkreis 1 mit Bischof Gerhard Ulrich und diskutierten mit dem Publikum über Ernährungsgerechtigkeit. Auf der Höhe der Legislaturperiode kommen nun gewählte Mitglieder des Bundestages und unterlegene Kandidaten mit Bischof Ulrich zusammen, um nachzudenken, wie sich die Fragestellungen weiterentwickelt haben. An der Veranstaltung mit dem Titel „Kein Brot für die Welt?“ nimmt auch Stephan Albrecht, Mitherausgeber der deutschen Ausgabe des Weltagrarberichtes, teil. |
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„Ethikkommission Nordfriesland“ nimmt Arbeit auf
Das BürgerInnen-Forum zur Atomenergie traf sich in Breklum erstmals

Es kamen 25 Frauen und Männer. Sie diskutierten lebhaft über das Ziel eines Bürger-Forums und darüber, auf welche Aussagen man sich verständigen könnte. Unter der Moderation von Dr. Thomas Schaack, Umweltpastor des Nordelbischen Kirche, und dem CJK-Leiter Friedemann Magaard, erarbeiteten die Teilnehmenden Konsens- und Dissens-Themen und einen weiteren Fahrplan: über E-Mail werden Textvorschläge ausgetauscht, am 26. April an der gemeinsamen Erklärung gefeilt, die bei dem letzten Treffen am 18. Mai verabschiedet werden soll. Die Teilnehmenden zeigen sich am Ende des ersten Bürger-Forums mit den Ergebnissen weitgehend zufrieden. Als besonders wertvoll benannten einige, dass die Gruppe sich infolge eines „ethischer Impuls“ auf Gesprächsregeln verständigte, die eine Atmosphäre von Respekt und offener Haltung stärken sollen.
Die Ergebnissicherung der ersten Sitzung ist hier auf der Website veröffentlicht. „Damit stellen wir sicher, dass der Prozess transparent ist und bleibt“, erläutert Friedemann Magaard das Verfahren.
>> PDF-Dokument Ergebnissicherung |
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5. Demokratie-Kolleg Breklum
Mehr als 130 Gäste kamen zum 5. Demokratie-Kolleg nach Breklum. Sie hörten auf die Diskussion mit Christoph Lütgert („Die Kik-Story“), Kerstin Möller (Clean Clothes Campaign) und Peter Cohrs (Textilkaufmann) – und mischten sich in das Gespräch um „Saubere Sache? Was ist uns fair gehandelte Kleidung wert?“ ein.
Hier finden Sie:
Wenn Sie weitere Informationen zur Veranstaltung oder zum Demokratie-Kolleg wünschen, wenden Sie sich an info@christianjensenkolleg.de
Für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf die Fotos. |
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Bericht über dänisch-deutschen Konvent 2011 im CJK
shz (Autor F. Magaard)
Es ist fast ein Familientreffen, wenn 50 Pastorinnen und Pastoren zum jährlichen dänisch-deutschen Konvent zusammenkommen. Das Treffen im Breklumer Christian Jensen Kolleg am 11. und 12 März stand unter dem Thema „Erlösungswege“ und nahm Theorie und Praxis des Gesprächs zwischen den Religionen in den Blick.
Es gab exzellente Vorträge, lebendige Diskussionen und ausreichend Zeit zur persönlichen Begegnung – für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, egal ob von diesseits oder jenseits der Grenze, stimmte die Mischung.
Zu Beginn der Tagung berichteten zwei Dialog-Praktiker, der Däne Mogens Mogensen und der Deutsche Dr. Hans-Christoph Goßmann: Wie „funktioniert“ der Dialog zwischen den Religionen, speziell zwischen Christen und Muslimen, auf beiden Seiten der Grenze? Was erleichtert, was behindert das Gespräch? Unterschiedliche Akzente wurden sichtbar: in Dänemark beispielsweise hat der Karikaturen-Streit 2006 das Gespräch zwischen Christen und Muslimen erschwert.

Mit großer Aufmerksamkeit wurden konkrete Beispiele aus der Arbeit von Kirchengemeinden aufgenommen, etwa über Begegnungen zwischen Konfirmanden und moslemischen Jugendlichen sowie über die Einrichtung eines moslemischen Gräberfelds auf dem kirchlichen Friedhof in Heide.

Am zweiten Tag referierten der Göttinger Professor Manfred Josuttis und die Aarhuser Dozentin Unna Morre Bidstrup über die Kernfrage der christlichen Erlösungslehre „Wer kommt zum Vater?“, wobei Josuttis aus systematisch-theologischer Sicht und Bidstrup aus der Perspektive der Gottesdienst-Theorie über den Schlüsselsatz aus dem Johannesevangelium: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“. (Joh 14,6) sprachen.
Neben dem theologischen Diskurs standen auch kulturelle und gesellige Elemente auf dem Programm. Unter dem Titel „Wort und Musik“ trugen die Tagungsleiter Prof. Eberhard Harbsmeier (Lögumkloster) und Friedemann Magaard (CJK) in der Breklumer Kirche meditative Gebete von Reinhard von Kirchbach vor, der sich schon als Schleswiger Propst und verstärkt dann im Ruhestand mit Themen des interreligiösen Dialoges auseinandergesetzt hat. Der Flensburger Cellist Gabriel Koeppen begleitete mit sensiblen, einfühlsamen Improvisationen: für alle Zuhörer ein musikalisch-theologischer Hochgenuss!
Humorvolle Akzente bestimmten den Abend der Deutsch-Dänischen Begegnung, wobei die dänischen Bischöfe Niels Hendrik Arndt (Haderslev), Peter Hendrik Skov-Jakobsen (Kopenhagen), die Bischöfin Elisabeth Christensen (Ribe), der Schleswiger Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard sowie Alt-Bischof Hans Christian Knuth das Ehrenmitglied des dänischen-deutschen Konvents mit heiteren Beiträgen ganz wesentlich zur Auflockerung der Stimmung beitrugen.
Am Ende waren sich alle einig: die gute Einrichtung der grenzüberschreitenden Konvente muss unbedingt fortgeführt werden: am 11.-12. Mai 2012 wird man sich auf Einladung von Eberhard Harbsmeier in Lögumklöster wiedertreffen. |
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„Was auf den Tisch kommt“ Workshop zur Ernährungsethik

Schauspieler Andreas Hoppe berichtet von seinem Selbstversuch in Sachen „regionale Küche“
Konventionell oder ökologisch, regional oder global, fair gehandelt? Mit oder ohne Fleisch? Es geht um gesellschaftliche, politische, ethische und lukullische Aspekte zu dem, was auf den Tisch kommt, bei dem Studientag zur Ernährungsethik am Donnerstag, dem 16. Juni, von 17-20.30 Uhr im Christian Jensen Kolleg.
Der Schauspieler Andreas Hoppe, bekannt als „Tatort“-Kommissar Mario Copper an der Seite von Lena Odenthal, berichtet von seinem Selbstversuch in Sachen „Regionale Küche“. In seinem Buch „Allein unter Gurken“ hat er Lust und Last dokumentiert, wenn man sich stets von Nahrungsmitteln aus dem Umkreis von 100 km ernähren möchte.
Mit ihm diskutieren der entwicklungspolitische Referent des NMZ, Martin Haaßler, Dr. Steffen Krause, Chefarzt im Adipositas-Zentrum Tönning, die Nordfriesische Landfrauenvorsitzende Erna Lorenzen, konventionelle und ökologische Landwirte und politische Vertreter.
Die drei Initiatoren Thomas Schaack, Umweltbeauftragter der NEK, Christoph von Stritzky, Leiter des Evangelischen Regionalzentrums Westküste, und CJK-Leiter Friedemann Magaard haben sich für den Workshop einen interessanten Mix ausgedacht: interessante Gäste, Austauschrunden und Diskussionen führen in das weite und wichtige Thema „Ernährung“ ein. Garniert wird der lukullische Spätnachmittag mit thematisch abgeschmeckten Filmsequenzen sowie praktischen Übungen, also einem leichten Abendimbiss.
Informationen und Anmeldungen unter 04671-91120. |
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„Medien und Moral“
Bascha Mika und Stephan Richter im Demokratie-Kolleg

Als „vierte Gewalt“ werden die Medien oft beschrieben, stabilisierende und korrigierende Kräfte, aus einer lebendigen Demokratie nicht wegzudenken. Doch wie sieht es wirklich mit der Freiheit aus, der inneren Unabhängigkeit unserer Massenmedien? Welchen Einfluss nehmen Wirtschaft und Politik im Alltag? Welche Nachrichten haben warum Konjunktur?
Über Grundsätzliches wird gesprochen beim 6. Demokratie-Kolleg am Mittwoch, dem 8. Juni, und immer wird es konkret zugehen, wenn Bascha Mika und Stephan Richter über „Medien und Moral“ diskutieren. Bascha Mika war zehn Jahre lang die Chefredakteurin der taz, bis sie die Freiheit als unabhängige Publizistin und Dozentin suchte. Aktuell macht sie mit der Streitschrift über „Die Feigheit der Frauen: Rollenfallen und Geiselmentalität“ von sich reden. Stephan Richter arbeitet als Chefredakteur des shz-Verlages und steuert somit den einflussreichsten Zeitungsverbund in Norddeutschland mit 24 regionalen Titeln.
Dass das Publikum kräftig mitdiskutieren kann, gehört zum Profil des Demokratie-Kollegs. Die Leitung liegt bei Michael Goltz (Evangelisches Regionalzentrum), Andreas Schulz-Schönfeld (NMZ) und Friedemann Magaard (CJK). Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, ab 18.30h wird ein kleiner Imbiss gereicht. |
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Flüchtlinge früher und heute
Senioren und Schüler diskutieren mit Minister Schmalfuß

Das Fachminister im Land Schleswig-Holstein kommt persönlich, dazu ein führender Historiker und eine kirchliche Anwältin der alltäglichen Realität von Flüchtlingen. Exzellente Experten nehmen an der diesjährigen Zeitzeugentagung am 5. und 6. Mai im Christian Jensen Kolleg in Breklum teil.
Präsentationen von Schülerinnen und Schülern, Vorträge von Experten sowie der lebhafte Austausch mit Zeitzeugen prägen die Zeitzeugentagung, die sich mit den Erfahrungen zu Integration in Deutschland in den vergangenen 65 Jahren beschäftigt. Denn das Thema lautet: „Migration und Integration – Herausforderungen und Erfahrungen von 1945 bis heute“.
Die Fragestellung der Tagung schlägt einen Bogen zwischen historischen Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts zu den aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen unserer Tage. Dabei kommen Menschen verschiedener Generationen ins Gespräch. Junge Menschen tragen durch historische Recherche zum Fachgespräch ebenso bei wie Ältere durch ihr Erfahrungswissen.
Experten bereichern die Diskussion durch spezielle Zugänge und stärken die Teilnehmenden durch ihre Reaktion. Professor Uwe Danker gibt Einblicke in seiner historischen Arbeiten zur Regionalgeschichte; der für Integration zuständige Fachminister Emil Schmalfuß gibt der Diskussion gesellschaftspolitische und juristische Kontur, die Nordelbische Flüchtlingsbeauftragte Pastorin Fanny Dethloff trägt praktische Konkretionen und ethische Reflektionen bei.
Als Vorbereitungs- und Leitungsteam wurde der Senioren-Beirat des CJK tätig. Infos oder Anmeldungen unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de. |
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Ein Bildungshaus zur Fortbildung
Klausurtagung des CJK-Teams auf dem Koppelsberg

Einmal im Jahr geht die ganze Mitarbeiterschaft des Christian Jensen Kolleg in Klausur. Bucht in einem kirchlichen Tagungshaus ein, diesmal auf dem Koppelsberg bei Plön.
Anfang März arbeitete Dr. Thomas Schaack (Foto), Umweltbeauftragter der Nordelbischen Kirche, mit den Kolleginnen und Kollegen aus Küche, Service, Reinigung, Haustechnik, Rezeption, Verwaltung und Geschäftsleitung zu den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels und ganz praktischen Konsequenzen.
Besonderes Augenmerk lag auf den Bereichen „Beschaffung“ und „Ernährung“. Etliche Umstellungen zugunsten einer nachhaltigen Bewirtschaftung haben die Mitarbeiterinnen in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt. Weitere Maßnahmen werden folgen, so haben die Klausurteilnehmenden auf dem Koppelsberg beschlossen, damit sich das Christian Jensen Kolleg weiter entwickelt als glaubwürdiges Bildungszentrum für Nachhaltige Entwicklung. Thomas Schaack wird das CJK auch weiter bei der Umsetzung realistischer Veränderungen unterstützen, zeigte sich aber schon beeindruckt, wie viele Initiativen von Mitarbeitenden bereits angestoßen wurden, von der Beschaffung ökologischer Reinigungsmittel bis zum Einkauf von Speisefisch aus nachhaltiger Aufzucht.
„Was wir sagen und was wir tun hängt miteinander zusammen“, meint CJK-Leiter Friedemann Magaard, „durch kontinuierliche fachliche Qualifizierung profiliert sich das Christian Jensen Kolleg als Bildungshaus, in dem Bildungsprogramm und Hausorganisation sich gegenseitig befruchten.“ Auch im nächsten Jahr packen die Mitarbeitenden wieder die Koffer: dann geht es wieder in das Haus am Schüberg, das Partnerhaus im Kirchenkreis Hamburg Ost. |
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Tage des Aufatmens
Seminar zum „Erfahrbaren Atem“

„Die Arbeit am Atem umfasst die ganze Person“, weiß Mechthild Morgenthal, Atemtherapeutin aus Dithmarschen und Referentin im viertägigen Atemseminar „Das Leben in Fülle haben. Der Erfahrbare Atem nach Prof. Ilse Middendorf“, das vom 18. bis 21 April im Christian Jensen Kolleg stattfindet. Neben der Achtsamkeit dem Körper und speziell dem Atem gegenüber schließt diese Arbeit die Aufmerksamkeit für seelische und geistige Prozesse mit ein. Als ein Lauschen auf die innere Befindlichkeit beschreibt die Atemtherapeutin den Ansatz: „diese Sensibilisierung für die Hingabe an das Körpergeschehen im Atem lehrt die Teilnehmenden, dem eigenen Organismus zu vertrauen auf dem je eigenen Weg.“
Als ganzheitliche persönliche Stärkung haben Ingrid und Martin Klein aus Eutin die Kurse „der Erfahrbare Atem“ erlebt: „Es waren jeweils Tage des ‚Aufatmens‘, nicht nur im körperlichen, sondern auch im geistig-seelischen Bereich“. Mehrfach haben sie mit Mechthild Morgenthals Seminare besucht, auch diesmal wollen sie nach Breklum kommen.
Auch Gabriela Glombik, Pastorin aus Hamburg-Lohbrügge, ist schlicht dankbar, die Atemarbeit nach Ilse Middendorf kennen gelernt zu haben: „Ich bekommen einen neuen Bezug zu meinem Körper und zu meinen Lebenskräften, die leichter manchmal verborgen sind.“ Die Erfahrungen in der Seminargruppe und die nachfolgenden Übungen zuhause stärken sie gegen die Hektik und Unruhe des Alltags: „Wenn ich mich meinem Atemrhythmus zuwende, wende ich mich mir selbst zu und bekomme neue Kraft.“
Gabriela Glombik wünscht sich, dass die Atemarbeit nach Ilse Middendorf noch mehr Einzug in die kirchliche Landschaft hält, und begrüßt daher, dass Mechthild Morgenthal wieder einmal in das Christian Jensen Kolleg kommt, diesmal in der Karwoche. Morgenthal versteht Atem als ein spirituelles Erlebnis. Ihr Handwerk mit vielfältigen Methoden wie Körperdehnungen, Druckpunkt-, Partner- und Vokal-Atemraumarbeit hat sie im Ilse-Middendorf-Institut in Berlin erlernt. Als Ziel formuliert sie: „das freie Schwingen des Atems – von Kopf bis Fuß – und damit eine Vertiefung der Lebensfreude. Kraft und Klarheit entfalten sich.“
So haben es die Eheleute Klein aus Eutin selbst erfahren. Was sie mit Mechthild Morgenthal erlebten, wirkte weit in den Alltag hinein und dabei nachhaltig „in vielerlei Weise erfrischend“.
Anmeldungen über Tel. 04671-91120 oder Mail info@christianjensenkolleg.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 425,- €. |
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Schlüsselthema Bildung
Auftakt zum „Netzwerk Bildung“ in Nordfriesland mit Otto Herz
Otto Herz ist zweifellos ein Hingucker. Der bundesweit bekannte Reformpädagoge referiert zur Auftaktveranstaltung des „Netzwerk Bildung in Nordfriesland“, das sich vorgenommen hat, regionale Verbündete für eine gelingende Bildungsarbeit zusammenzuführen und innovative Impulse zu setzen.
Am Dienstag, dem 10. Mai, ist es soweit. Edeltraud Dahmani, Schulleiterin aus Klixbüll, Gesche Zimmermann vom Schulausschuss Niebüll und Friedemann Magaard, Leiter des CJK in Breklum, präsentieren die Basisinitiative „Netzwerk Bildung in Nordfriesland“ der Öffentlichkeit, als Arbeitsgruppe der AktivRegion Nordfriesland Nord . Mit dem Leiter des Nordelbischen PTI Hans Ulrich Keßler haben sie für den Auftakt einen starken Verbündeten gewonnen. Und in dem in Bielefeld und Leipzig lebenden Otto Herz einen prominenten Premieren-Referenten.
"‘Gemeinsam BILDUNG gestalten‘ – Verbündete für produktive Bildungskooperation“ lautet der Titel des Workshops. Im Kern geht es um die Frage: Wie können LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern effektiv kooperieren, damit KiTa und Schule gute Häuser des Lernens und Lebens für alle Beteiligten werden? Welche aktive Rolle werden SchülerInnen dabei einnehmen können?
Die Initiatoren wollen Schritte anstoßen, die möglich sind, ohne Einrichtungen komplett neu zu erfinden: „Es ist möglich, etwas Neues zu gestalten, ohne uns zu erschöpfen, also ohne einen Aufwand, für den weder die Kraft noch das Geld da sind.“ Die Menschen „guten Willens“ zusammenzuführen ist das erklärte Ziel der Bildungsinitiative im hohen Norden.
Otto Herz, der Referent des Tages, ist ein Visionär. Sein Markenzeichen ist das „A-B-C der guten Schule“. Er spricht darüber, wie das Experiment Bildung gelingen kann, an jedem Ort, am besten ab morgen. Wir müssen nur anfangen. Sein Referat trägt den Titel: „AUFWACHSEN MIT ZUVERSICHT. In der Verantwortungsgemeinschaft von Kindern und Jugendliche, ihren Eltern, den professionellen Pädagogen in multiprofessionellen Teams und vielen Partnern im Gemeinwesen.“
Der Workshop für LehrerInnen, ErzieherInnen, Eltern, SchülerInnen (ab Kl. 8) und Interessierte verbindet einen Fachvortrag mit Gruppenarbeit und abschließender Diskussion mit Hans Ulrich Keßler und Otto Herz. Anmeldungen zum Workshop (17-21 Uhr, 5 Euro Beitrag) unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de. |
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Bürger-Forum zur Atomenergie
"Ethik-Kommission Nordfriesland" trifft sich in Breklum

Die Initiatoren der wöchentlichen Mahnwache vor der Husumer Marien-Kirche gaben den Anstoß, zwei Breklumer Pastoren machen nun Nägel mit Köpfen: am kommenden Freitag kommt erstmal das Bürger-Forum zur Atompolitik und ihren Folgen im Christian Jensen Kolleg in Breklum zusammen. „Ethik-Kommission Nordfriesland“ nennen die Moderatoren Dr. Thomas Schaack und Friedemann Magaard dieses Projekt, das auf drei Zusammenkünfte begrenzt ist.
Während in Berlin die Bundesregierung eine Ethik-Kommission zusammenruft, um in der Zeit des Atom-Muratoriums einen gesamtgesellschaftlichen Konsens auszuloten, laden Schaack und Magaard alle am Thema Interessierten in nordfriesischen Raum nach Breklum ein: Bürgerinnen und Bürger, Interessensvertreter und Fachleute. „Natürlich entsteht in Breklum keine wirkliche Ethik-Kommission. Sie müsste nach fachlichen Kriterien interdisziplinär und hochkarätig besetzt sein. Uns geht es um Bürgerbeteiligung, ein offenes Forum“, erläutert Schaack, Umweltbeauftragter der Nordelbischen Kirche. „Diejenigen, die an den Treffen teilnehmen, steuern das Projekt. Wir geben den Rahmen, setzen erste Impulse und moderieren den Prozess“, ergänzt der Leiter des Christian Jensen Kolleg, Friedemann Magaard, „das Bürgerinnen-Forum wird überparteilich organisiert, ohne unparteiisch sein zu müssen.“
Inhaltlich regen die Moderatoren an, neben einer gesamtpolitischen Einschätzung der Situation nach dem Reaktorunfall in Fukushima auch deren Konsequenzen für das Leben und Arbeiten in Nordfriesland zu beraten. Die Initiatoren meinen: „Zielkonflikte und Energievermeidungsmaßnahmen in unserem Kreis werden uns sicherlich beschäftigen.“ Am Ende sollte eine Resolution stehen, die bei der Husumer Mahnwache am 23. Mai veröffentlicht wird. Die Forums-Termine finden am 15.4., 26.4. und 18.5. jeweils von 19-21 Uhr in Breklum statt. Für die Planung der Veranstaltungen wäre eine Anmeldung (04671-91120) hilfreich. |
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Ohne Frauen – Keinen Frieden!
Seminar und Ausstellung zu „1000 Friedensfrauen“

Von Krieg und Gewalt sind besonders Frauen betroffen – und es sind weltweit vor allem Frauen, die sich für friedliche Lösungen einsetzen. Die Geschichte zeigt, dass Frieden und wirkliche Sicherheit erst dann möglich sind, wenn Frauen ihre Erfahrungen einbringen und an Friedensprozessen teilhaben.
Aus diesem Grund wendeten sich die 1000 FriedensFrauen, die 2005 für den Nobelpreis nominiert worden waren, mit der Ausstellung „Ohne Frauen - Keinen Frieden“ an die Öffentlichkeit und fordern vor allem von den politisch Verantwortlichen, endlich aktiv zu werden. „Ohne Frauen - Keinen Frieden“ erklärt die Geschichte und den Inhalt der UN-Resolution 1325 unter dem Titel „Frauen, Frieden und Sicherheit“, die vor mehr als zehn Jahren verabschiedet wurde und bis heute von gerade einmal 23 der 192 UN-Mitgliedsstaaten umgesetzt wurden, übrigens auch nicht von Deutschland.
Das Friedensnetzwerk „1000 FriedensFrauen weltweit“ steht im Mittelpunkt des gleichnamigen Breklumer Seminars, das das Nordelbische Frauenwerk, das Frauenarbeits-Referat des Evangelischen Regionalzentrums Westküste und das CJK vom 6.-8. Mai durchführen. Wesentlich sind dabei Positivbeispiele der Umsetzung aus verschiedenen Ländern.
Marianne Grosspietsch aus Dortmund ist eine von den FriedensFrauen. Mit ihrem Verein „Shanti Leprahilfe e.V.“ leistet sie humanitäre Hilfe in Nepal, oft i st sie selbst vor Ort. Ihr Engagement steht für die Friedensarbeit vieler anderer. Ebenfalls als Referentin konnte die Friedensaktivistin und Mitglied des Frauensicherheitsrates Ute Scheub gewonnen werden, die Westeuropa-Koordinatorin des weltweiten Friedensnetzwerkes.
Zum Abschluss des Workshops wird die Wanderausstellung „Ohne Frauen – Keinen Frieden!“ am Mittag des 8. Mai im Christian Jensen Kolleg durch Bischöfin i.R. Maria Jepsen im Rahmen einer öffentlichen Vernissage eröffnet werden.
Anmeldungen oder Infos unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de

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„Welche Theologie steckt in der Nordkirchenverfassung?“
Vortrag und Diskussion im Breklumer Christian Jensen Kolleg
In 14 Monaten wird die Nordelbische Kirche nicht mehr existieren, und die neue Kirche im Norden wird gegründet werden. Diese große Fusion mit den Kirchen in Mecklenburg und Pommern wird emotional diskutiert, nicht nur in Kirchengremien.
Am Montag, dem 28. März, bieten der Kirchenkreis Nordfriesland und das Christian Jensen Kolleg einen Informations- und Gesprächsabend rund um den Verfassungsentwurf für die zu gründende „Evangelisch-Lutherische Kirche im Norden“ an. Alle Interessierten, vor allem aber Mitglieder von Kirchenvorständen und Synodengremien, sind dazu willkommen.
Um den Entwurf der neuen Verfassung der Nordkirche wird derzeit leidenschaftlich gerungen. Denn solche Grundschrift zeigt entscheidende Richtungen an: welche Bekenntnis-Schriften spielen eine Rolle, welches Bild von der Kirche steht hinter dem Entwurf? Warum wird um das „lutherisch“ im Namen so lebhaft gerungen? Die Überlegungen zur Nordkirchenverfassungen geben Auskunft über die je eigenen Vorstellungen darüber, was unter „Kirche“ zu verstehen ist.
Der Vorsitzende des Theologischen Beirats der Nordelbischen Kirche, der Hamburger Propst Dr. Horst Gorski, hält das Zentralreferat mit dem Titel: „Welche Theologie steckt in der Nordkirchenverfassung – Theologische Grundentscheidungen und deren Bedeutung für eine Kirche im Norden“. Im Anschluss diskutiert die kirchliche Basis entscheidende Aspekte des Themas.
Die Moderation der Veranstaltung, die von 19 bis 21.30 Uhr dauern wird, liegt bei dem CJK-Leiter Friedemann Magaard. Der Eintritt ist frei; zur Vorbereitung der Veranstaltung wird um Anmeldung unter 04671-91120 oder unter info@christianjensenkolleg.de gebeten. |
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„Kairoer Frühling?“ - Fragen und Antworten zum Wandel Nordafrika

Foto: Dr. Mohammed Khalifa, Uni Hamburg (priv)
Informationsabend in Breklum
Die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika überschlagen sich täglich: von Tunesien ausgehend erfasst eine neue Demokratie-Bewegung ungeahnten Ausmaßes die Länder Nordafrikas.
Unter dem Titel "Kairoer Frühling?" geht das Breklumer Forum am Dienstag, dem 1.3. von 19-21h den aktuellen Fragen nach. Der Untertitel verrät: Im Christian Jensen Kolleg geht es um "Chancen und Risiken der neuen demokratischen Bewegungen in Nordafrika - und deren Nebenwirkungen für Europa". Wie sind die Bewegungen entstanden? Welche Rolle spielen die jungen Leute und das „web 2.0“? Wie ist die ägyptische Muslimbruderschaft zu bewerten? Zeigt sich ein „Kairoer Frühling“ oder erleidet die Region eine bedrohliche Destabilisierung. Israel und Lampedusa: es gibt viele, viele Fragen!
Als Referent hat Dr. Mohammed Khalifa aus Hamburg zugesagt. Dr. Khalifa ist 1963 in Oberägypten geboren und zog mit 17 Jahren nach Kairo, wo er Arabisch, Deutsch und Literaturwissenschaft studierte. Seit 1995 lebt er in Deutschland, lehrt als Sprachdozent an der Hamburger Universität in der Abteilung Geschichte und Kultur des Vorderen Orient. Dr. Khalifa gilt als ausgewiesener Kenner der aktuellen Situation.
Das „Breklumer Forum“ greift tagesaktuelle Themen auf, auf die Einführung durch den Referenten folgt ein von CJK-Leiter Friedemann Magaard moderiertes Gespräch. |
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Generationsübergreifend interreligiös
Gelungene Begegnungstagung „Zu Gast in Abrahams Zelt“

Das Zwischenmenschliche stimmte bei der interreligiösen Begegnung in Breklum, nicht nur zum Gruppenfoto am Schluss.
Ein Niggun ist eine Melodie aus dem jüdischen Kulturkreis, die als Vocalise, also ohne Worte gesungen wird. Das und vieles mehr haben die Teilnehmenden der interreligiösen Begegnung unter dem Titel „Zu Gast in Abrahams Zelt“ im Christian Jensen Kolleg in Breklum gelernt.
Wichtiger noch: sie wissen jetzt, wie ein Niggun wirkt. Mit geschlossenen Augen lernten die rund 30 Frauen und Männer die auf- und abwiegende Melodie vom Hamburger Rabbiner Yur i j y Kadn y i kov. Sie wurde zum die Breklumer Tagung durchziehenden roten Faden.
Zunächst hatte der Leiter des Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstituts, Ima m n Dr. Ali - Özgür Özdil, grundlegende Informationen zum Islam vermittelt. In einem Seminarraum, in dem später die jüdische Schabbat h -Eröffnung und der christliche Gottesdienst gefeiert wurde, hielt Dr. Özdil eine Freitagspredigt und leitete das Freitagsgebet an.
Am Freitagabend versammelte Rabbiner Kadn y i kov die jugendlichen und die erwachsenen Teilnehmer der interreligiösen Begegnung um eine festlich gedeckte Tafel und segnete Brot und Wein im Rahmen der feierlichen Schabbat h-Zeremonie. Nach einem Vergleich verschiedener Tora-Übersetzungen und intensivem Midraschstudium führte am Samstagabend der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard in die Sonntagstraditionen ein, nicht ohne die politische Bedeutung des Sonntagsschutzes und den gesellschaftliche Bedeutungsverlust der Feiertagskultur offen anzusprechen. Mit dem Sonntagsgottesdienst, vom Bischofsbevollmächtigten gehalten, endete der gegenseitige „Besuch“ in den jeweiligen Festtagstraditionen der abrahamitischen Religionen.
Neben den wissenswerten Inhalten und beeindruckend zelebrierten Riten stand die Begegnung im Mittelpunkt. „Ich habe hier nicht Moslems, Juden und Christen kennen gelernt“, bilanzierte ein Teilnehmer, „sondern Menschen.“ Die Herzlichkeit des Miteinander war bewegend, da waren sich die Besucher einig, ebenso die gelungene Altersmischung, die sowohl von den Älteren als auch von den Jugendlichen lobend hervorgehoben wurde. Durch großzügige Bezuschussung der Nordelbischen Akademie waren vierzehn muslimische und christliche Jugendliche der Einladung nach Breklum gefolgt.
An jedem Abend überprüfte das Plenum, ob die Dialogregeln, auf die sich die Teilnehmenden am ersten Abend verständigten, tatsächlich eingehalten wurden: radikaler Respekt e , Offenheit, achtsames Erkunden, lernende Haltung und der Appell „Sprich von Herzen.“ Wo aber Worte nicht ausreichten, weil Begriffe verwirrten und Unvereinbares unvereinbar blieb, da verband das wortlos gesungene Niggun.
Zum Ende der Tagung mussten sich die Tagungsleiter Andreas Schulz-Schönfeld (NMZ), Dr. Hans-Christoph Goßmann (Jerusalem-Akademie) und Friedemann Magaard (CJK) von den inspirierten Teilnehmenden nicht lange überreden lassen: hochzufrieden verkündeten sie, dass diese Form der interreligiösen Begegnungs-Tagung auf jeden Fall in Breklum fortgesetzt werden wird. |
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Ökumenische Gottesdienstwerkstatt
„Herzensdinge“ für Dresdener Kirchentag
Zu einer ökumenischen Gottesdienstwerkstatt vom 11.-13. Februar laden Gottesdienstinstitut, NMZ und CJK nach Breklum. Auf dem Weg zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden (1.-5. Juni 2011) erarbeiten die Teilnehmenden unter ökumenischer Anleitung einen Gottesdienst zur Kirchentagslosung „...da wird auch dein Herz sein (Matthäus 6,12)“.
Am Freitag und Samstag werden Texte der Bergpredigt (Matthäus 5-7) ernst und spielerisch in Wort und Musik umgesetzt. Instrumentalisten sind dabei gebeten, ihre Klangkörper mitzubringen. Bibeln sind vorhanden.
Am Sonntagmorgen feiern die Workshopteilnehmenden mit Elementen der Werkstatt Gottesdienst gemeinsam mit der Breklumer Kirchengemeinde – ökumenisch, norddeutsch, lebendig.

Anne Gidion (re) in der Gottesdienstwerkstatt 2010
Elemente dieses Gottesdienstes werden in Dresden in einer Gottesdienstwerkstatt im Rahmen des Kirchentagsprogramms noch einmal gefeiert. Die Teilnehmenden der Breklumer Gottesdienstwerkstatt müssen nicht unbedingt mit nach Dresden kommen, hätten aber die Gelegenheit, als Mitwirkende des DEKT günstig in die Elbmetropole zu reisen.
Es ist nicht auszuschließen, dass der Workshop Spaß macht. Katholische wie Evangelische, Suchende wie Beheimatete, Regionale und Internationale sind herzlich willkommen.
Die Leitung der ökumenischen Gottesdienstwerkstatt liegt bei Anne Gidion vom „gottesdienst institut nordelbien“, sie ist Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentages, bei Yotin Tiewtrakul, er ist Kantor und Vorsänger im Ansverushaus, bei Geraldo Grützmann, ökumenischer Referent des NMZ, sowie Friedemann Magaard, dem Leiter des CJK. Anmeldung unter 04671-91120; Teilnehmerbeitrag: 100,-. |
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„Luther- seine Zeit, sein Leben, sein Wirken“ Dreiteilige Gesprächsreihe macht neugierig auf den Reformator
„Wer war Mann, der wider Willen zum Kirchenvater wurde?“
Dieser Frage geht der Joldelunder Pastor Jan Petersen in einer dreiteilige Gesprächsreihe im Christian Jensen Kolleg Breklum nach.
Gedacht sind die Abende für alle, die Lust haben, Luthers Gedanken kennen zu lernen, nicht nur, aber auch kirchlich Engagierte, denen Glauben und Theologie in der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit zu kurz kommt.
„Es ist selbstverständlich, dass wir eine lutherische Kirche sind,“ bemerkt Petersen, „doch wer hat uns dazu gemacht und was waren seine entscheidenden und uns prägenden Erkenntnisse?“ An drei Abenden (19.1., 2.2., 16.2., jeweils 19 Uhr) gibt der Joldelunder Theologe Einführungen zu Luthers Umfeld, seiner Biographie und Kerngedanken seiner Theologie. „Anschließend werden wir ins Gespräch darüber kommen, welche der Erkenntnisse Luthers für uns heute noch wichtig bleiben“, kündigt Jan Petersen an. Und: „Außer dem Spaß an der Sache gibt es keine Voraussetzungen.“
Der Eintritt ist frei. |
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Schnäppchen oder fairer Stoff?
Breklumer Demokratie-Kolleg mit Christoph Lütgert
Das T-Shirt für 4,00 Euro ist ein Schnäppchen. Die Näherinnen zahlen für die Discountware einen hohen Preis, ihre Arbeitsbedingungen sind oftmals menschenunwürdig. Der NDR-Reporter Christoph Lütgert (Foto) deckte im August die schockierenden Praktiken des Texil-Discounters KiK sowohl in Bangladesh als auch in Deutschland auf. Als Podiumsgast im Rahmen des Breklumer Demokratie-Kollegs im Christian Jensen Kolleg diskutiert er am Mittwoch, 9. Februar mit Experten und Besuchern über das Thema "'Saubere Sache?' Was ist uns fair produzierte Kleidung wert?"
Seit 12 Jahren engagiert sich die "Kampagne für Saubere Kleidung" (Clean Clothes Campaign - CCC) für die Rechte von Frauen in der Textilindustrie. Die Leiterin des Nordelbischen Frauenwerkes, Pastorin Kerstin Möller, vertritt das internationale Netzwerk der CCC auf dem Podium in Breklum.
Mit Peter Cohrs, dem Geschäftsführer des Husumer Modehauses C.J.Schmidt, lässt sich ein profilierter Kaufmann der regionalen Texilbranche für das Gespräch gewinnen. "Wie können wir uns vor Ort dazu verhalten? Welche Konsequenzen folgen aus den erschreckenden Informationen?" fragt der Moderator Friedemann Magaard, Leiter des Christian Jensen Kollegs, Podiumsgäste und Publikum.
Eine Gruppe von engagierten Menschen der Westküste hat sich in das komplexe Thema eingearbeitet und stellt zu Beginn Kernfragen an die Podiumsgäste. Das Publikum wird aufgefordert, sich an dem Gespräch lebhaft zu beteiligen.
Das Podiumsgespräch beginnt um 19 Uhr. Ab 18 Uhr zeigt das Christian Jensen Kolleg den Fernsehbeitrag mit dem Titel "Die KiK-Story" (ARD-exclusiv) vom 04.08.2010. Der Eintritt ist frei, für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.
Das Demokratie-Kolleg ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Christian Jensen Kolleg, dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste und dem Nordelbischen Missionszentrum und findet bereits zum fünften Mal statt. Die Leitung für die aktuelle Veranstaltung liegt bei Jutta Jessen-Thiesen, Andreas Schulz-Schönfeld und Friedemann Magaard. |
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Interreligiöser Dialog
Im Breklumer Gebetszelt, Notbehelf im Jahr nach der Brandstiftung, entstand die Idee einer interreligiösen Begegnung. „Zu Gast in Abrahams Zelt“ lautet der Titel der muslimisch-jüdisch-christlichen Begegnung, einem interreligiösen Dialog, der vom Abend des 13. Januar bis zum 16. Januar im Christian Jensen Kolleg stattfinden wird.

Dr.Ali Özgür Özdil, Leiter des Islamischen Bildungs- und Wissenschaftszentrum Hamburg
Die Elemente dieser Begegnung sind einfach und wesentlich. Nach einer ersten Kontaktaufnahme am Donnerstagabend lädt am Freitag Dr. Ali-Özgör Özdil, Leiter des Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstituts Hamburg, in „seinen“ heiligen Tag ein. Dr. Özdil schildert seine Erfahrungen mit dem Freitagsgebet, mit Predigt, Kultur, Essen und Musik. Er zeigt den Teilnehmern der interreligiösen Begegnung, was ihm wichtig ist, wenn er seinen heiligen Tag feiert.

Yuriy Kadnikov, Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Hamburg
Am Freitagabend eröffnet Yuriy Kadnikov den Schabbat. Der junge Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Hamburg lädt dann in „seinen“ heiligen Tag und schildert Freitagabend und Samstag - wie zuvor Dr. Özdil - liturgische, kulturelle und spirituelle Kostbarkeiten seiner, der jüdischen Tradition.

Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter für den Spengel Schleswig und Holstein
Am Samstagabend übernimmt der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard, um in seinen heiligen Tag einzuladen und den Teilnehmenden entsprechend den beiden Referenten der Vortage erläutern, was für ihn das Besondere seines heiligen Tages, des christlichen Sonntags ist.
Die Geste ist eindeutig: Einladung. „Kommt und seht, was mir wichtig ist.“ In Gesprächsrunden, in Lektüre- und Stillezeiten beschäftigen sich die Teilnehmenden des interreligiösen Dialogs mit den Lebens- und Glaubenserfahrungen der anderen. Kein akademischer Diskurs, kein theologisches Vergleichen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bestimmt die Tagung, sondern das Element der Begegnung. „Zu Gast sein“ meint, sich einladen zu lassen. Das setzt Offenheit und Respekt voraus. Und: wer andere besucht, hat ein eigenes Zuhause. Kontakt auf Augenhöhe, ohne Abwertung, aber auch mit Selbstachtung.

Interreligiöse Begegnung mit Dr. Özdil und Pastor Dr. Goßmann, Jerusalem-Gemeinde Hamburg
Das Gebetszelt, in dem die Idee der Begegnung entstand, ist schon wieder abgebaut. Im geistlichen Sinne bleiben die Zelterfahrungen aber lebendig, wenn Vertreter abrahamitischen Religionen in Breklum zusammenkommen, sich virtuell in ihre Gebetszelte einladen.
Die Tagung leiten gemeinsam Dr. Hans-Christoph Goßmann von der Jerusalem-Akademie in Hamburg, Andreas Schulz-Schönfeld, Referent des Nordelbischen Missionszentrums, und Friedemann Magaard, Leiter des Christian Jensen Kolleg.
Anmeldungen über info@christianjensenkolleg.de oder 04671-9112-0. Teilnehmendenbeitrag: 150,- für Erwachsene, 30 Euro für Jugendliche (die Teilnehmerplätze sind begrenzt). |
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„Nahtoderlebnis und Mystik.
Persönlich-biographische Zugänge zu Eckarts Mystik und Mahlers Musik“
Samstag, 08.01.2011, 11.00 Uhr, bis
Sonntag, 09.01.2011, 14.00 Uhr
Ein klassischer Dirigent leistet täglichen Hospizdienst an den Betten Sterbender. Sein musikalischer Weg führt von Bach und Mozart über Beethoven und Wagner zu Bruckner und Mahler. Dort entdeckt er die Mystik in der Musik.
Parallel dazu verläuft seine sprituelle Entwicklung: Schon im Elternhaus wird er mit Meister Eckharts Mystik vertraut gemacht. Von da an führt ein geradliniger Weg bis zum Nahtoderlebnis 2002, welches sein Leben von Grund auf verändert.
Wir möchten im Seminar vier Themen erarbeiten:
1. Das Phänomen Mystik
2. Die Musik Gustav Mahlers
3. Geistliches Leben
4. Begleitung Sterbender
Leitung: Prof. George Alexander Albrecht, Pastor Friedemann Magaard
Veranstalter: CJK |
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Musik und Wort zum weihnachtlichen Ausklang
Duo Animato spielt im Christian Jensen Kolleg

Noch ist Weihnachten nicht vorbei! Nach den großen Festtagen lädt das Christian Jensen Kolleg in Breklum zu einem besinnlichen Ausklang ein: am Sonntag, dem 2. Januar, gastieren um 17 Uhr das Duo Animato und der Publizist Henning Kiene zugunsten des Fördervereins Christian Jensen Kolleg.
Aus seinem Weihnachtsprogramm spielt das Instrumentalduo, garniert durch aparte barocke Kleinigkeiten jenseits von „Stille Nacht“. Der Flötist Ulrich Stiegler und der Gitarrist Uwe Eschner bilden seit nunmehr 10 Jahren das Duo Animato und sind ein hörbar eingespieltes Team. Ob sie sich alter oder moderner Literatur für Flöte und Gitarre widmen, leichten oder ernsten Klängen, immer zeichnet ihr Spiel eine besondere Intensität aus. Bei einer ausgeprägten Leidenschaft für das Unterhaltsame im Gehaltvollen ziehen sie mit ihrem gemeinsamen Gestaltungswillen und dem Nuancenreichtum ihrer Besetzung den Zuhörer in ihren Bann. Einen besonderen Reiz dieser Abendmusik macht sicher aus, dass sie dabei unterhaltsam durch ihr Programm führen.
Der Gitarrist Uwe Eschner lebte nach seinem Studium in Hamburg und Freiburg drei Jahre lang auf Island und seit 1992 in Dithmarschen, wo er als Dozent an der Musikschule und im Berufsschulbereich sowie als konzertanter Solist und Kammermusiker tätig ist. Ulrich Stiegler studierte in Hamburg, lehrte dort später selbst und spielte im Landessinfonieorchester. Derzeit konzentriert er sich auf Kammermusik und freiberufliche Lehrtätigkeiten.
Zur (nach-)weihnachtlichen Instrumentalmusik liest Henning Kiene bekannte und unveröffentlichte Texte, beides der fortgeschrittenen Weihnachtszeit angepasst. Pastor Henning Kiene ist ehrenamtlicher Vorsitzende des Fördervereins Christian Jensen Kolleg, hauptamtlich im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover tätig und immer wieder als Publizist aktiv.
Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende zugunsten des Fördervereins Christian Jensen Kolleg gebeten. |
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Einzug ins Missionshaus Das Christian Jensen Kolleg feiert erfolgreichen Wiederaufbau

Auf den Tag genau ein Jahr zuvor brannte das Missionshaus des Christian Jensen Kollegs. Am zweiten Advent feiert das kirchliche Bildungszentrum mit seinen Partnern und vielen Freunden den Wiedereinzug in das historische Gebäude mit offener Tür, mit Festgottesdienst und einem Empfang.
Brandstifter hatten vier Feuer gelegt, die Feuerwehr haben um das Gebäude gekämpft und zumindest die Außenmauern gerettet. Nach einem Jahr intensiver Aufbauarbeit erstrahlt das Haus in neuem Glanz. „Wir sind sehr zufrieden, die Architekten und Handwerker haben hervorragende Arbeit geleistet“, freut sich Friedemann Magaard, Leiter des Kollegs. Gemeinsam mit den Partnern vom Nordelbischen Missionszentrum, dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste und vom Nordelbischen Umweltbüro haben die Mitarbeitenden des CJK vor wenigen Wochen die Büros beziehen können. Die Breklumer Bücherstube konnte sogar im Oktober ihre Arbeit in der Kirchenstraße wieder aufnehmen.
Mit einem Festgottesdienst feierten die Kirchengemeinde Breklum und das Christian Jensen Kolleg in die Breklumer Kirche den freudigen Anlass. Eine Ansprache hielt der Schleswiger Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard. Die zweite Ansprachen wurde von Dr. Klaus Schäfer, Direktor des NMZ verlesen. Der Harderslebener Bischof Nils Hendrik Arendt hatte sie verfasst, könnte aber des Wetters wegen nicht nach Breklum kommen.
Zuvor öffnete das Missionshaus die Türen für Interessierte, eine Büro-Rallye und ein Luftballonwettbewerb mit Ballons aus Naturkautschuk sorgten für Kurzweil. Nach dem Gottesdienst fand im Festsaal des CJK ein öffentlicher Empfang statt. Abends erläuterte die Künstlerin Julia Bornefeld aus Südtirol ihre Installation „Die Farben des Himmelszeltes“, die sie im Auftrag des CJK für die Kapelle entworfen hat.
Friedemann Magaard
Leiter und Geschäftsführer |
PM Christian Jensen Kolleg
30.08.2010
„Opfer sein – vom Umgang mit Schock und Schmerz“
Vorträge und Gespräche
CJK, Weisser Ring und Polizei laden Betroffene und Interessierte zu diesem Thema am Dienstag, 7. September von 19 bis 21 Uhr ein. Das Christian Jensen Kolleg und seine Mitarbeitenden wurden selbst Opfer, am 5. Dezember 2009 durch Einbruch und Brandstiftung am historischen Missionshaus. Eigenes Erleben macht sensibel.
Wie gehen Menschen mit dem Schock und dem seelischen Schmerz um? Und können sich Opfer innerlich und äußerlich zu den Tätern verhalten? Welche Bedeutung kommt ganz konkret den klassischen kirchlichen Begriffe „Schuld“, „Reue“ und „Vergebung“ zu? |
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Luther mit den Augen der anderen
Breklumer Luther-Kolleg mit katholischen und anglikanischen Lutherforschern
Mit Prof. Dr. Otto Hermann Pesch spricht der wohl renommierteste katholische Luther-Forscher unserer Tage über seine persönlichen Zugänge zu Martin Luther unter dem Titel „Mein Luther“. Im Breklumer Christian Jensen Kolleg schildert Professor Pesch Schlüsseltexte und -gedanken, die ihm das Wirken, Glauben und Denken des Wittenberger Reformators ausgeschlossen haben.
Pesch war von 1975 bis 1998 als katholischer Theologe Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Theologischen Faktultät in Hamburg inne. Er setzt sich stets für den ökumenischen Dialog ein. Für öffentliche Resonanz sorgte 2008 der Vorschlag von Prof. Pesch, zum Reformationsjubiläum 2017 Martin Luther aus katholischer Sicht kirchenrechtlich vollständig zu rehabilitieren.
Die Luthertagung leitet Altbischof Dr. Hans Christian Knuth gemeinsam mit den Breklumer Theologen Friedemann Magaard, der Leiter des Christian Jensen Kolleg, und Andreas Schulz-Schönfeld vom Nordelbischen Missionszentrum. Sie findet am 11.-12. November statt.
Eine Woche später, am Donnerstag, 18. November, steht in einem zweiten, separat zu besuchenden Workshop die Wirkung der Lehre Martin Luthers in der anglikanischen Kirche im Zentrum. Dazu spricht der anglikanische Theologe Dr. Joel Love aus Cambridge mit dem Referat „Luther, England und die Anglikanische Kirche“. Love hat in Reformationsgeschichte promoviert und wird seinen Vortrag auf deutsch halten.
Im Luther-Kolleg verbinden sich Vortrag, Textlektüre sowie Gruppengespräche zu einer Entdeckungsreise, die Luther den Teilnehmenden nahe bringt. Die Tagungen sind ebenso für interessierte Theologinnen und Theologen wie für theologisch interessierte Laien offen. Für alle, die neugierig sind, Luther wieder neu zu entdecken.
Anmeldungen unter 04671-91120. |
PM Christian Jensen Kolleg
25.08.2010
Klug geworden aus der Krise? Diskussionsabend zur Finanzkrise

Vor einem Jahr diskutierten Ökonomen, Politiker und Gäste im Christian Jensen Kolleg über die aktuelle Bedeutung der Finanzkrise. Jetzt wird nachgefragt: „Was haben wir gelernt?“
Zum wirtschaftsethischen Dialog lädt das Breklumer Bildungshaus am Freitag, dem 3. September, von 18 bis 20 Uhr.
Der Politiker Jürgen Koppelin, der Sparkassenvorstand Martin von Atens sowie der Theologie Oliver Stabenow geben eine Einschätzung der „Lernerfolge“, der wirtschaftlichen und ethischen Erwartungen. Später mischen sich die Besucher in die Diskussion ein.
Jürgen Koppelin ist als Mitglied im Bundestag und im dortigen Haushaltsausschuss eng mit den politischen Konsequenzen der Finanzkrise vertraut. Der FDP-Landesvorsitzende vertritt eine klare Position zur Regulierung der Finanzmarkte. Aus regionaler Sicht wird der Sparkassenvorstand der Spar- und Leihkasse Bredstedt, Martin von Atens, Stellung nehmen: welche Folgen hatte die Krise für die regionale Wirtschaft und das Sparkassen-System. Aus kirchlicher Perspektive betrachtet Oliver Stabenow die wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Aspekte einer weltweiten Krise und ihrer Auswirkungen auf die Menschen in Schleswig-Holstein.
Den Diskussionsabend leiten Andreas Hamann, Leiter des Evangelischen Regionalzentrums, sowie Friedemann Magaard, Leiter des Christian Jensen Kolleg. Gäste werden ab 17.30 Uhr mit einem kleinen Imbiss begrüßt. Der Eintritt ist frei.
Foto: Jürgen Koppelin im Deutschen Bundestag |
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"Was haben die Journalistin Prof. Bascha Mika und der alternative Nobelpreisträger Prof. Hans-Peter Dürr gemeinsam, was verbindet den katholischen Theologen Prof. Hermann-Otto Pesch mit dem klassischen Dirigenten George Alexander Albrecht?
Sie alle kommen im kommenden Halbjahr ins Christian Jensen Kolleg nach Breklum, und viele mehr: BesucherInnen, Lernende, Neugierige, UtopistInnen und ZweiflerInnen, ReferentInnen, KünstlerInnen in Sachen Musik, Malerei, Lebenskunst. Kommen auch Sie!
Nähere Hinweise finden Sie im online-Programm unter Seminare, oder Sie bestellen unser kostenloses Halbjahresprogramm unter:
info@christianjensenkolleg.de (oder 04671-91120). |
PM Christian Jensen Kolleg
02.06.2010
Halbzeit zwischen Brand und Neueinzug
Hoffnungsvolle Zwischenbilanz im Christian Jensen Kolleg
In einer Zwischenbilanz ein halbes Jahr nach dem Großbrand in Breklum zeigt sich der theologische Leiter des Christian Jensen Kolleg, Friedemann Magaard, hoch zufrieden. Die Bauarbeiten auf dem Gelände des ökumenischen Bildungszentrums kommen sehr gut voran. Der ehrgeizige Zeitplan vom Dezember 2009 kann erfüllt werden: das CJK plant ein Fest zum Wiedereinzug ins Missionshaus am Sonntag, den 5. Dezember 2010.
Genau ein Jahr zuvor war das historische Missionshaus durch Brandstiftung stark zerstört worden. Nur das beherzte Eingreifen der Feuerwehrleute hatte Schlimmeres verhindert. Dennoch richteten die vier gelegten Feuer am 5.12.09 verheerenden Schäden an, die in der Region und im ganzen Land Bestürzung auslösten.
Wie durch ein Wunder griff das Feuer das historische Missionsarchiv, die Dokumentation der Breklumer Mission, nicht an. Die erheblichen Schäden durch Löschwasser werden noch restauriert.
Dagegen wurden die Seminarbibliothek, zahlreiche Büros, Seminarräume und die Kapelle Raub der Flammen. Ebenso die Breklumer Bücherstube, die zwischenzeitlich bei Möbel-Jessen Unterkunft gefunden hat. Die Missionshaus-Büros sind allesamt auf dem CJK-Gelände untergekommen, so dass die bewährte Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalzentrum, mit dem Nordelbischen Missionszentrum, dem Nordelbischen Umweltbüro und dem CJK fortgesetzt werden könnte.
Mit dem Gebetszelt entstand auf dem Breklumer Campus mehr als nur ein Provisorium. Nach Einschätzung von CJK-Leiter Magaard entstand eine „neue geistliche Mitte, mit spiritueller Ausstrahlung und theologischer Aussage.“ Dass sich die Kirche immer wieder in der Tradition des „wandernden Gottesvolkes“ versteht, wird in einem fragilen Gebetszelt besonders augenfällig, so Magaard.
Am Missionshaus sind die Entkernungsarbeiten schon längst abgeschlossen, nun wird konstruktiv aufgebaut. Das neue Missionshaus, dessen wertvolle Außenmauern erhalten wurden, wird innen energetisch verbessert und funktional optimiert sein. „Die Versicherung verhält sich durchweg konstruktiv“, versichert der kaufmännische Leiter Heiner Witte, „sie ist ein fairer Partner, mit dem wir die Probleme lösen.“
Die inhaltliche Arbeit im Christian Jensen Kolleg geht unverändert weiter. Im aktuelle Programm nimmt Friedemann Magaard die Erfahrungen von Einbruch und Brandtstiftung inhaltlich auf: mit der Veranstaltung „Opfer sein“ am 9. September, zu dem das CJK gemeinsam mit dem Weissen Ring und der Polizeidirektion Husum einlädt.
Der neugegründete „Förderverein Christian Jensen Kolleg“ wird, nach der gerichtlichen Eintragung, die Versöhnungs- und Bildungsarbeit am Breklumer Bildungszentrum unterstützen. Henning Kiene vom Hamburger Verein „Andere Zeiten“ präsentierte kürzlich die Ziele des Fördervereins, dem er als erster Vorsitzender vorsteht.
F.d.R.
Friedemann Magaard
CJK |
| Zehn Tage nach dem Brand
Normalität zieht langsam ein im Christian Jensen Kolleg
Der Gottesdienst am Samstag (12.12.) hat wirklich gut getan. Mit vielen Menschen, die die Brandstiftung vom 5.12. in unruhig und traurig gemacht hat, haben wir die vergangenen Tage ins Gebet genommen. Haben Trauer, Ohnmacht und Wut vor Gott gebracht, aber auch Dank für Bewahrung und für gesegnete Gemeinschaft.
Nun ist die Brandruine des historischen Missionshauses bereits eingerüstet, und der Schutt auf dem völlig zerstörten Dachgeschoss wird von den Mitarbeitern der Brandsanierern abgetragen. Am Montag erhält das Haus ein Notdach, und im Januar startet die Entkernung des Hauses.
Ein Förderkreis entsteht
Die vielfältige Unterstützung bekommt einen nachhaltigen Rahmen
Viele haben uns gefragt: was können wir tun?
Etliche haben uns Geld geschickt, Kollekten gesammelt.
Herzlichen Dank für die zahlreichen Zeichen
von Solidarität und konkreter Hilfe!!!
Weil wir nun wissen, dass unsere Versicherungen (Basler, Allianz, Ekklesia) die Kosten für den Wiederaufbau des Missionshauses, die Einrichtung der Arbeitsräume sowie die Schäden durch unsere Arbeitsunterbrechungen tragen wollen, werden wir einen Förderkreis Christian Jensen Kolleg einrichten.
Brand im Christian Jensen Kolleg Breklum
Bestürzung in der Nordelbischen Kirche
07.12.2009 | Breklum (frb).
Die Nachricht vom Brand im Christian Jensen Kolleg in Breklum (Nordfriesland) in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag (5./6. Dezember) hat sowohl in der Region als auch in der ganzen Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) große Bestürzung ausgelöst.
Bildungsdiskussion mit und ohne Minister
3. Demokratie-Kolleg fragt „Welche Bildung braucht ein Mensch?“

Dass sich unter schlimmsten Wetterbedingungen immer noch mehr als 70 Menschen auf den Weg ins Christian-Jensen-Kolleg (CJK) gemacht hatten, war ein Zeichen für die Bedeutung des Themas. "Welche Bildung braucht der Mensch?" - zu der Podiumsdiskussion hatte Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug sein Kommen zugesagt. Mit ihm sollten Edeltraut Dahmani, Schulleiterin in Klixbüll, Susanne Baum, Leiterin des Psychologischen Beratungszentrums Husum und Hans-Ulrich Kessler, Leiter des PTI, diskutieren.
"Ich freue mich, dass Sie es hierher geschafft haben", sagte Friedemann Magaard, Leiter des CJK in seiner Begrüßung. "Das ist leider nicht jedem gelungen." Der Bildungsminister hatte aufgrund der Witterungsverhältnisse kurzfristig abgesagt. Mit viel Humor und großem Einsatz diskutierten Gäste und Besucher trotzdem über Bildungsgerechtigkeit und die Verbesserung der Zukunfts-Chancen für alle Kinder.
Ein weiter Bildungsbegriff stand dabei im Zentrum der Diskussion: Es gehe nicht allein darum, "möglichst viel Wissen in möglichst kurzer Zeit in die Kinder hineinzupressen", wie Edeltraut Dahmani erklärte, sondern wichtiger sei, die Kinder in ihren eigenen Lernprozessen zu unterstützen und sie immer und unter allen Umständen als wertvolle Menschen zu betrachten. "Du bist was. Du kannst was. Wer, wenn nicht du?" - für die Schulleiterin ist die Stärkung der Persönlichkeit für einen gelungenen Bildungsprozess unumgänglich.
Die Rahmenbedingungen dafür seien nicht gut, darin waren sich die Fachleute einig. Hans-Ulrich Kessler warb für klassenübergreifenden Unterricht und eine Aufhebung des strengen 45-Minuten-Taktes. Lehrer sollten eher "bildende Künstler" als "Erziehungsmechaniker" sein. Susanne Baum wünschte sich, dass Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen mehr Hand-in-Hand arbeiten. "Viele Kinder gehen verloren, weil die Zuständigkeiten hin und hergeschoben werden", sagte sie.
Aber auch aus dem Publikum kamen kreative und umsetzbare Ideen. So äußerte sich eine Teilnehmerin eindeutig pro Gemeinschaftsschulen. Sie richtete einen Appell an den abwesenden Bildungsminister, dass auf dem gerade eingeschlagenen Weg jetzt nicht zurückgerudert werden dürfe. Eine andere warb für ein zweckfreies Bildungsverständnis und dafür, den Unterrichtsstoff zu entrümpeln.
Die Veranstaltung im Rahmen des Demokratiekollegs war die dritte ihrer Art und wurde gemeinsam vom CJK, dem ERW, dem NMZ und dem PTI organisiert. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe hatte das Thema vorbereitet. "Wir wollen den Termin mit Herrn Klug baldmöglichst nachholen", versprach Friedemann Magaard. Dies wird voraussichtlich am 31. März stattfinden.
Text: Inke Raabe
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Urlaubsmöglichkeit für Pflegende und ihre Angehörigen

Zeit zum Auftanken für Körper und Seele, zum „Aufladen des Energie-Akkus“, ist für Pflegende und ihre zu Pflegenden besonders kostbar. Aber schnell kommt die Frage auf: Wo kann ich mich erholen und finde gleichzeitig Bedingungen, die die Begleitung des oder der zu Pflegenden ermöglichen? Üblich sind professionelle Kurzzeit-Pflegemöglichkeiten, so dass der Pflegende allein verreisen könnte. Das Zentrum für Spiritualität und gesundes Leben im Breklumer Christian Jensen Kolleg hat jetzt aber Angebote entwickelt, die einen gemeinsamen Urlaub für beide Seiten möglich machen. In den behindertengerechten Wohneinheiten bieten Pastor Dieter Gesewsky und die Pflegediakonie Nordfriesland Erholung mit ansprechendem Rahmenprogramm und gleichzeitiger professioneller Betreuung der zu Pflegenden an, damit beide zu ihrem Recht kommen.
„Die Pflegenden müssen nicht auf ihren oft bitter nötigen Urlaub verzichten. Den können sie aber nur genießen, wenn sie die Sicherheit haben, dass ihr pflegebedürftiger Angehöriger gut aufgehoben und versorgt ist“ weiß Dieter Gesewsky. Daher hat er zusammen mit Gesa Junker (Pflegediakonie NF) in enger Zusammenarbeit Urlaubs-/ Verhinderungspflege in Breklum organisiert, die den Betroffenen in Rahmen der Pflegeversicherung zusteht. Die Aufnahme von Pflegebedürftigen aller Pflegestufen ist möglich, individuelle Absprachen bereits vor Anreise sind selbstverständlich. „Die pflegenden Angehörigen verleben Erholungstage, die mehr sind als reiner Urlaub. Sie können sich in Gesprächsrunden mit anderen Pflegenden austauschen, die gleiche Probleme und Fragestellungen haben. Bei Ausflügen, Spaziergängen, Entspannungskursen, geselligen Abenden bieten sich viele Möglichkeiten des Gedankenaustausches“ so Gesa Junker. Außerdem gibt es viele positive gemeinsame Erlebnisse von „Betreuer und Patient“, die im normalen Alltagsleben so wahrscheinlich nicht möglich wären. Interessant könnte das Angebot aber auch für alleinreisende Pflegende sein.
6 Wohneinheiten für bis zu 12 Personen sind in der attraktiv gestalteten Anlage des Christian Jensen Kollegs vorhanden und komfortabel ausgestattet. Zum ersten Mal wird diese neue Art des Urlaubs vom 15. bis 20. März 2010 angeboten. „Das ist sicherlich ein Wagnis, eine spannende Sache für alle Seiten, unsere Gäste und auch uns Organisatoren. Aber wir freuen uns auf diese Herausforderung“ betont Dieter Gesewsky. Weitere Informationen gibt es bei Gesa Junker in Husum unter 04841-83880 oder per Mail zentrale@diakonie-nf.de. |
Ein Kreuz-Weg für Breklum

Seit 12 Jahren wandert der Kreuzweg des Bildhauers Ulrich Lindow durch Kirchen in Norddeutschland. In diesem Jahr sind die vierzehn kreisförmigen Baumscheiben, auf denen der Schobüller Künstler den Passionsweg Christi interpretiert hat, im Christian Jensen Kolleg zu sehen.
Besucher können sich den Zyklus „ergehen“: die Exponate sind auf Räume in allen Häusern des CJK verteilt: Martineum, Festsaal und die Gästehäuser „Afrika“, „Indien“ und „Ostasien“ beherbergen die einzelnen Stationen. Die erste und die letzte Station werden allerdings im Gebetszelt ausgestellt und bleiben über Ostern hinaus Teil der neuen Übergangskapelle, voraussichtlich bis zum Jahresende.
Ulrich Lindow, der bereits 2007 an dem Bildhauersymposium im CJK teilgenommen hat, möchte nach der Zerstörung des Missionshauses ein Zeichen setzen: „Ich finde, der Kreuzweg gehört gerade in diesem Jahr nach Breklum.“ Spontan bot der Wahl-Nordfriese dem Kolleg sein Passionswerk an. |
Mit einem Gebetszelt durch das Jahr
Pfadfinder errichten Ersatz-Kapelle für das Christian Jensen Kolleg

Einen ganzen Tag lang wurde auf dem CJK-Gelände gehämmert und gesägt. Keine leichte Aufgabe bei Minus 8 Grad, aber die Breklumer Pfadfinder vom Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP), unterstützt von Ehrenamtlichen aus Grube, Hennstedt-Ulsburg und Schenefeld, gaben nicht auf. Nach gut sieben Stunden hatten sie es geschafft: Vor dem Festsaal steht jetzt eine stabile Jurte, ein typisches Pfadfinderzelt. Aber dieses Zelt ist keine Pfadfinderunterkunft, sondern sie wird in diesem Jahr dem CJK als Kirchraum dienen.
"Wir haben keine Kapelle mehr", erklärt Friedemann Magaard, Leiter des CJK, das Vorhaben. Dass aber auch der Westflügel mit dem Brüderflur und Kapelle infolge der Brandstiftung am Missionshaus nicht zu retten sein wurde, dass stellte sich erst ein wenig später heraus, als das Löschwasser durch die Zwischendecke über dem früheren Betsaal wieder austrat. Da war guter Rat teuer, denn der Andachtsraum wurde täglich genutzt und fehlte Gästen und Mitarbeitern schmerzlich. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Pastor Ulrich Schwetasch, Nordelbischer Beauftragter für Gemeindepfadfinder, war dann sehr bald die Idee einer Jurte entstanden. "Pfadfinder sind doch Experten für mobile Gemeinschaftsräume", stellt Magaard fest.
Ein bisschen "Deluxe" ist diese Jurte allerdings schon. Im Unterschied zu echten Pfadfinderzelten hat sie einen stabilen Holzunterbau, den die Pfadfinder unter fachmännischer Anleitung von Rüdiger Nahnsen, erstellten. Auf ihm liegen USB-Platten und sorgen dafür, dass Betende keine nassen Füße bekommen. Auch die traditionelle Feuerstelle und die Dachöffnung fehlen: Stattdessen kommt Licht durch eine Plexiglasüberdachung des Zeltlochs. Innendrin sorgen weiße Tücher für eine freundliche Atmosphäre – Ulrike Oberin und Frederike Schwetasch, Ehefrau des Pfadfinderpastors, nähten sie mit 3000 Metern Garn aus Nesselstoff zusammen. Als Altar dient ein großer Stein, den Zuzana Hlinakova 2007 im Zusammenhang mit dem Breklumer Bildhauerkomposium unter dem Titel „Der Tisch“ gearbeitet hatte. An der Innengestaltung wirkt nun noch der Künstler Uli Lindow mit. Der Gesamtkoordinator der Aktion war der Breklumer Pfadfinder Matthias Schulz aus Ahrenshöft.
"Wir sind unterwegs in eine neue Phase", kommentiert Magaard das Gebetszelt und erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Auch sie waren unterwegs und lebten in Zelten, an diese Zeit erinnert sich das jüdische Volk bis heute.
Das Gebetszelt steht ab sofort auch allen Gastgruppen für Andachten und Gebetszeiten zur Verfügung. Bis zum Dezember soll sie dem CJK als Kirchraum dienen. Dann, so hofft Friedemann Magaard, kann das "neue" Missionshaus bezogen werden, und alle Provisorien und Zwischenlösungen haben ein Ende.
Text: Inke Raabe |
Am Freitag, dem 26. März,
feierte das Christian Jensen Kolleg in Breklum Richtfest!
Breklum – Und wieder erhoben sich die Blicke hinauf zu den Giebeln des Missionshauses. Waren sie aber am Morgen des 6. Dezember des vergangenen Jahres noch sorgenvoll und traurig gewesen, lag jetzt Hoffnung und guter Mut in den Augen der Besucher, die zum Richtfest des Christian-Jensen-Kolleg (CJK) gekommen waren. „Dieser Tag hat ein anderes Gesicht“, sagte auch Bischofsbevollmächtigter Gothart Magaard, der eine Festrede hielt. Die Richtkronen, die Handwerker zwischen den Giebeln befestigten, machten deutlich: Es geht voran. Alles wird gut.
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Der erste Richtkranz wird am Missionshaus hochgezogen. |
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Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigter, Jürgen Dethleffsen, Architekt, Friedemann Magaard, Leiter CJK (von re.) |
„Das ist ein wichtiger Tag für uns, es geht voran“, sagte auch Friedemann Magaard, Leiter des CJK, zu den Gästen. Vielen von ihnen waren auch schon kurz nach dem Brand vor Ort gewesen, weil sie sich der Breklumer Mission seit Jahren und Generationen verbunden fühlen. Auch die Architekten Wolfgang Stabenow und Axel Winkler waren gekommen, die vor sechs Jahren die Umgestaltung des CJK geplant hatten. Sie hatten damals die große Aufgabe übernommen, Historisches und Neues zusammenzubinden. Entstanden ist das, was die Mitarbeiter des CJK, des Nordelbischen Missionszentrum (NMZ) und des Evangelischen Regionalzentrums Westküste (ERW) heute „Campus“ nennen: Eine Fläche, an deren gegenüberliegenden Ecken die historischen Gebäude Martins- und Missionshaus stehen, an den anderen Enden finden sich die modernen Gästehäuser. Verbunden ist das Ganze durch einen Stelengang, einen modernen Kreuzweg. „Und wir sehen, dass dieser Kreuzweg angenommen wird“, sagt Stabenow, „die Besucher nutzen ihn, er ist Teil des Ritus geworden.“ Ihnen ist es ein Anliegen, das entkernte Missionshaus noch funktionaler in seinem historischen Rahmen zu gestalten. Architekt Jürgen Detlefsen, der die Bauarbeiten vor Ort betreut, sagte: „Da ist man auch persönlich gefordert.“ Ihm sei es wichtig, dass für den Bauherrn – nach all der Klage und der Trauer – am Ende etwas Schönes herauskommt.
Gothart Magaard nahm in seiner Ansprache Bezug auf den Epheserbrief, Kapitel 2. Da ist vom Eckstein die Rede, der Jesus Christus ist und vom Haus, in dem Gäste und Fremdlinge miteinander wohnen. Auch Johannes Steffen, Pastor in Bargum, bezog sich auf den Eckstein, den die Bauleute bereits verworfen hatten. Und er fügte dem ein Wort Dietrich Bonhoeffers zu: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.“
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Die Zimmerleute sprechen den Richtspruch "Prost, Kamerad!" |
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"Zum Wohl!" Auf das Missionshaus stoßen an (von li.): Friedemann Magaard, theologischer Leiter CJK, Heiner Witte, kaufmännischer Leiter CJK, Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtiger, Jürgen Dethleffsen, Architekt |
Der Dank galt an diesem Tag den Bauleuten, den Architekten, Maurern und Zimmerern. In Erinnerung blieb die Bitte um Segen, die Gothart Magaard mit Worten Gerhard Tersteegens zusammenfasste.
Herr Christ, nun breit' die Arme aus
und segne unser liebes Haus!
Behüt die Kammer und die Keller
und mach sie alle Tage heller.
Die Wandrer, die vorüber eilen,
die sollen gern bei uns verweilen.
Lass alle guten Geister ein,
tritt selbst, sooft du magst, herein!
Und segne Brot und Salz und Flachs
und auch das goldne Lichterwachs. |
Bewahre uns vor Brand und Flut.
Beschirm des Herdes heil'ge Glut.
Und alle Blumen lass gedeihn
und dir zur Freud' gewachsen sein.
Halt klar und rein die Wasserquelle
und wehr der Sünde diese Schwelle.
Dies Haus weiß um des Kreuzes Last,
die du für uns getragen hast.
Herr Jesus, breit die Arme aus
und segne unser liebes Haus. |
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Demokratie-Kolleg mit Elias Bierdel
Das Seminar und Podiumsdiskussion zum lautlosen Flüchtlingsdrama im Mittelmeer
Breklum – Dass große Probleme nicht mit einem Federstrich zu lösen sind, darin waren sich die Teilnehmer des vierten Demokratiekollegs in Breklum einig. Unter dem Motto „Humanität über Bord!“ diskutierten sie im Festsaal über Ursachen und Folgen des Flüchtlingsdramas im Mittelmeer. Auf dem Podium saß unter anderem Stefan Schmidt, Kapitän des deutschen Rettungsschiffs „Cap Anamur“, der im vergangenen Jahr für seinen engagierten Einsatz die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhielt. Im Jahr 2004 rettete er 37 Flüchtlinge vor dem Ertrinken.
„Jeder Kapitän muss Schiffbrüchige retten und in einen sicheren Hafen bringen, das ist Gesetz“, sagte Schmidt bei der Podiumsdiskussion. Niemand hatte mit dem politischen Unwetter gerechnet, das diese Aktion auslösen sollte, auch nicht Elias Bierdel von der Hilfsorganisation Cap Anamur, der ebenfalls auf dem Podium saß. „Es erschien uns nicht einmal erwähnenswert“, sagte er. Italienische Behörden erstatteten Anzeige wegen Schlepperei und Beihilfe zu illegaler Einwanderung, einige Tage verbrachten sie sogar im Gefängnis, ihnen drohten bis zu zwölf Jahren Haft. Erst kürzlich wurden beide freigesprochen. „Das ist ein Angriff auf internationales Seerecht, das die Rettung Schiffbrüchiger vorschreibt“, sagte Schmidt. Es könne nicht angehen, dass Kapitäne kriminalisiert würden, die diesem Recht folgen.
Dass es zu einer heftigen, aber auch lebhaften Diskussion kam, verdankten die Zuhörer Olaf Hellwinkel, Vorsitzender des Nautischen Vereins Nordfriesland. „Jedes Land hat das Recht, sich gegen illegale Einwanderung zu verteidigen“, sagte er und vertrat streitbare Positionen die Qualifikation und die Motivation der Flüchtlinge betreffend. Andererseits forderte er Europa dezidiert auf, den afrikanischen Kontinent nicht weiter auszubeuten und auszubluten, sondern für die Menschen dort Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. „Der größte Akt der Humanität ist, für afrikanische Waren angemessene Preise zu zahlen“, betonte er.
Im Zentrum der Kritik standen die Aktionen der Agentur Frontex, die der Europa-Rat für Operationen an den Außengrenzen eingesetzt hat. „Eine ganz klare Militarisierung“ sieht Elias Bierdel in dieser Einrichtung. Auch Fanny Dethloff, nordelbische Flüchtlingsbeauftragte, äußerte sich auf dem Podium sehr kritisch: „Mit menschenrechtswidrigen Mitteln wird hier die Immigration in die Anrainerstaaten verhindert.“ Es fehle ein Kontrollgremium für diese Arbeit, sagte Elias Bierdel, es könne nicht sein, dass Frontex über seine Arbeit und seine paramilitärischen Aktionen vor dem Europa-Rat nicht Rechenschaft ablegen müsse. Hellwinkel dagegen verteidigte die Einrichtung. „Frontex hat eine wichtige Funktion zum Schutz der europäischen Südflanke gegen illegale Immigration.“ Dagegen wurde sowohl auf dem Podium als auch vom Publikum eingehend davor gewarnt, Europa zur Festung werden zu lassen und die Humanität über Bord zu werfen.
Die Frage, wieviel Einwanderung eine Gesellschaft verkraftet, konnte letztlich nicht gelöst werden. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass die Ausbeutung Afrikas aufhören müsse, und sie waren sich auch einig darin, dass militärische Operationen im Mittelmeer eine funktionierende Kontrollinstanz brauchen. Am Ende der Veranstaltung, die das Christian-Jensen-Kolleg (CJK) gemeinsam mit dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste (ERW) und dem Nordelbischen Missionszentrum (NMZ) moderierte, waren wohl jeder der 30 Besucher wachgerüttelt für die Problematik am Mittelmeer.
Autorin: Inke Raabe / Bilder: Inke Raabe

Fanny Dethloff, Olaf Hellwinkel, Elias Bierdel, Stefan Schmidt, Friedemann Magaard

Stefan Schmidt
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Ökumenischer Gottesdienst
Husum – Mit einem besonderen Gottesdienst in der Marienkirche brachten evangelische Vikarinnen und Vikare gemeinsam mit katholischen Kirchenmusikern einen Hauch von Kirchentagsfeeling in die Stormstadt. Dabei setzten sie auf Atmosphäre, Musik und Stille und verzichteten auf die traditionelle Form einer Predigt. In einem zweitägigen Gottesdienstworkshop im Christian Jensen Kolleg (CJK) in Breklum hatten sie das Konzept erarbeitet.
Etwa 40 Menschen hatten sich in der Kirche versammelt, unter ihnen auch Gothart Magaard, Bevollmächtigter des Bischofs. „Wir sollten alles gemeinsam tun, was geht“, sagte er in seinem anschließenden Grußwort mit Blick auf den Ökumenischen Kirchentag in München, der am Mittwoch, 12. Mai, beginnt. „Damit ihr Hoffnung habt“ – so lautet das Kirchentagsmotto. Magaard zeigte sich beeindruckt von der Idee, die biblischen Texte auf Hoffnung hin zu deuten und sie dann lange in der Stille nachklingen zu lassen. Es war eine Art „Pre-Event“ oder Generalprobe: Auf dem Kirchentag soll dieser Gottesdienst noch einmal gefeiert werden.
Wichtiger Bestandteil jedes Kirchentags ist die Musik. Als Referent für den Workshop konnte Norbert Hoppermann gewonnen werden, Regionalkantor im Erzbistum Hamburg und Leiter der Liederwerkstatt des Kirchentags. Gemeinsam mit anderen Musikern hat das Liederheft entwickelt und für das Event komponiert, arrangiert und ausgewählt. Er lobte die Kreativität der jungen Theologen. „Früher wurde immer so Gottesdienst gefeiert, wie man es beim Konfirmationspastor erlebt hatte, heute setzen sich Vikarinnen und Vikare mehr mit der Liturgie auseinander.“ Zum Leitungsteam gehörten außerdem Anne Gidion vom Nordelbischen Gottesdienstinstitut, Studienleiterin Helga Kamm und Geraldo Grützmann als ökumenischer Referent des Nordelbischen Missionszentrum.
Norbert Hoppermann und Friedemann Magaard sorgten mit Orgel und Cello für den musikalischen Rahmen. Die Workshopteilnehmer nutzten den ganzen Kirchraum und schufen so eine neue Wahrnehmung des frisch renovierten Gotteshauses. Mit einer Sprechmotette interpretierten sie den Lobgesang der Maria auf Hoffnung hin. Und weil zum Kirchentag Essen und Trinken einfach dazugehören, lud das Team die Teilnehmer anschließend zu einem kleinen Imbiss und Gesprächen ein.
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