Versöhnung in Namibia?

Die Folgen der deutschen Kolonialgeschichte sind in Namibia bis heute wirksam. Ein Studientag im Christian Jensen Kolleg thematisiert am Freitag, 01. September, mögliche politische, zivilgeschichtliche und kirchliche Konsequenzen.

Was braucht es, damit Hereros, Nama und Deutsche einen Neuanfang machen können? Die Kolonialgeschichte von Deutsch-Südwest, und damit einhergehende schwere deutsche Schuld, hinterlässt Spuren bis heute. Dazu spricht Ruprecht Polenz, der bis zu seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss. Gegenwärtig verhandelt der CDU-Politiker im Auftrag der Bundesregierung als offizieller Vertreter im Dialog mit dem Staat Namibia über den Völkermord an den Herero und Nama. Der berichtet von seinen Erfahrungen in den Verhandlungen sowie von seiner Einschätzung, was es tatsächlich braucht, damit Versöhnung werden kann in Namibia.

Als weitere Impulsgeber sprechen Dr. Klaus Schäfer, Direktor des Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche, über die historische Dimension, sowie Landesbischof Gerhard Ulrich über die aktuellen kirchlichen Positionen von Lutherischem Weltbund, EKD und Landeskirche.

Nach der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes, die im Mai 2017 in Namibia stattfindet, stellt sich dringlich die Frage, welche Rolle Kirchen dabei übernehmen können und müssen. Und wie können befreiungstheologische Impulse zu Schuld und Versöhnung die Kirche in Deutschland beleben?

Der Studientag am 01.09. findet unmittelbar vor der Generalversammlung des ZMÖ in Breklum statt und wird von 10-15 Uhr dauern. Die Moderation liegt bei dem theologischen Leiter des CJK Friedemann Magaard. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird dennoch geben, unter info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120.

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