Es grüßt das Satire-Kalifat: Die Datteltäter

Eine Gruppe junger Berliner traut sich etwas. Junge Leute gründeten 2015 das erste deutsche Satire Kalifat: Muslime und Nichtmuslime, Männer und Frauen, Studenten, Auszubildende und Berufstätige. Mit bitterböser Parodie entlarven sie den IS und seine Sympathisanten. Das Lachen bleibt im Halse stecken. Zum festen Kern gehören neben dem Erfinder des ersten islamischen Slam-Contest („I-Slam“) Younes Al-Amayra auch die Studentin und Poetry-Slammerin Nemi El-Hassan und der Student Fiete Aleksander. Marcel Sonneck ist bisher der einzige Christ im Team. Zusammen sind sie die „Datteltäter“. So heißt auch der YouTube-Kanal, den sie gerade gestartet haben: der erste deutsch-muslimische Satire-Kanal im Netz.

Im Christian Jensen Kolleg präsentieren die Datteltäter am Samstag, 04.03., um 19 Uhr ihr Live-Programm. Aus Poetry, Sketche und Youtube-Einspielen spielen sie gegen Fanatismus und Intoleranz, mit reichlich guter Laune.

Der Abend ist Teil der interreligiösen Begegnung „Zu Gast in Abrahams Zelt“ statt und kann dennoch unabhängig von der Tagung besucht werden.

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Eltern gegen Kinderlose

Die Publizistin Susanne Garsoffky nimmt wieder einmal zu einem brisanten familienpolitischen Thema Stellung. Am Donnerstag, 16.03., spricht sie ab 19 Uhr darüber, wie Eltern und Kinderlose gegeneinander ausgespielt werden. Der Abend wird vom Frauenwerk im Kirchenkreis Nordfriesland und vom CJK veranstaltet.

Der Graben ist tief zwischen Menschen mit und Menschen ohne Kindern in Deutschland. Und er wird immer tiefer. Schuld an dem Graben sind nach Garsoffky einerseits das Rentensystem, das Elternschaft viel zu wenig anerkennt und absichert, und andererseits die Unternehmen, die den Arbeitnehmer ohne familiäre Verpflichtungen immer vorziehen. Würde ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ helfen oder eine steuerliche Wertschätzung der Care-Arbeit? Was ist zu tun?

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Tierhaltung zwischen Landwirtschaft und Industrie – am Beispiel MV

Präsentation einer aktuellen Diskussionshilfe der Nordkirche

Die Schrift der Nordkirche „Zwischen Landwirtschaft und Industrie – Diskussionshilfe zur Tierhaltung am Beispiel der Situation in Mecklenburg-Vorpommern“ setzt sich mit dem Strukturwandel in der Nutztierhaltung auseinander. Die Ställe werden immer größer und der Widerstand in den Regionen wächst.
Die evangelische Kirche erkennt die großen Probleme der Landwirte und bietet ihnen Unterstützung an. Die vorliegende Diskussionshilfe greift differenziert die Fragestellungen auf und möchte damit zur Versachlichung der Debatte beitragen.
Zur Diskussion am Montag, 13.03., ab 19 Uhr werden im CJK Werner Schwarz, Präsident des Bauernverband SH, und Stefanie Pöpken, Fachreferentin von Provieh, mit Landwirten und Verbrauchern diskutieren. Die Moderation liegt bei Ulrich Ketelhodt (KDA) und Friedemann Magaard (CJK), die mit der Veranstaltungsreihe „Fleisch ist kein Gemüse“ seit 2012 Themen rund um Landwirtschaft, Verbraucher- und Tierethik diskutieren.

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Die Welt als Körper Gottes – ein theologisches Denkmodell für mehr Nachhaltigkeit

Studientag zur „Spiritualität der Nachhaltigkeit“ im Rahmen der „Themenwochen Globale Transformation“

Aurica Nutt leitet am Samstag, 18.03., einen Studientag zur nachhaltigen Spiritualität. Sie studierte Katholische Theologie in Münster und Fribourg (CH) und arbeitet heute an der Universität Köln im Forschungsprojekt „‘Leib Christi‘ – gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher“.

An der Ausbeutung der Erde ist das Christentum nicht unschuldig: Der biblische Satz „macht euch die Erde untertan“ wurde jahrhundertelang als Legitimation menschlicher Herrschaft über die Schöpfung verstanden und wirkt bis heute weiter. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch Alternativen zu dieser Sicht auf die Schöpfung entwickelt, darunter – vor allem in den USA – die Prozesstheologie. Sie versteht die Welt als Teil Gottes, ja sogar als „Körper Gottes“ (Sallie McFague), was bedeutet, dass die Misshandlung der Erde Gott nicht unberührt lässt. Die Schöpfung ist nicht abgeschlossen, sondern Gott ist Teil des beständigen Werdens der Welt. Die Menschen sind Teil dieses Werdens und Teil der verletzbaren Natur, wenn auch mit besonderer Verantwortung.
An diesem Studientag soll das prozesstheologische Denkmodell vorgestellt und sein Potenzial für ein nachhaltigeres Handeln, für ein „Ergrünen christlicher Theologie“ (Catherine Keller) diskutiert werden.
Den Studientag begleiten Claudia Hansen (Frauenwerk Kirchenkreis NF) und Friedemann Magaard (CJK)

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PASSAGEN – Kunst zur Themenwochen „Globale Transformation“

Vom 01.03. bis 17.04. zeigt das Christian Jensen Kolleg künstlerische Arbeiten von Susanne Pertiet aus Schleswig. Unter dem Titel „Passagen“ sind Arbeit zu Übergängen und Verwandlungen zu sehen. Vom Dunkel ins Licht, aus der Begrenztheit ins Offene, Leben und Tod. Solche Passagen lassen sich auch in umgekehrt denken.

Susanne Pertiet imaginiert mit Strukturen, Helldunkel- und Farb-Kontrasten. Vor allem mit Farben. Sie malt Tafelbilder auf Massivholztafeln, mit Acrylfarben, manchmal auch mit Blattgold. Zur Vernissage am Mittwoch, 01.03., 19.30 Uhr, führt die Künstlerin selbst in die Ausstellung ein. Den musikalischen Rahmen setzt der Pianist Rudolf Kitzelmann.

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Nachhaltigkeitspreis – die Jury hat das Wort

Was hat Luther mit dem Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein zu tun? Zum zweiten Mal organisieren das Christian Jensen Kolleg und das Haus am Schüberg den Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig Holstein. Erstmals wird die Kooperation der beiden kirchlichen Bildungszentren für Nachhaltige Entwicklung mit dem Kieler Umweltministerium um die IHK Lübeck ergänzt. 2017 liegt die Federführung in Breklum. Und das Reformationsjubiläums wirft auch hier lange Schatten.

Umweltminister Robert Habeck hält große Stücke auf diesen Wettbewerb: „Der Preis ist ein Anreiz, nachhaltige Projekte voranzutreiben und mit ihnen für ein anderes Bewusstsein zu werben. Wir müssen Ressourcenverbrauch und Wohlstand entkoppeln“. 36 Personen, Initiativen, Einrichtungen, Vereine, Unternehmen und Firmen haben ihre Bewerbung mit innovativen Projekten eingereicht. Die Projekte verbinden beispielgebend und erfolgreich die „Big Three“ Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Erwünscht waren auch Beiträge aus Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, die zu dieser Art Verhaltensänderung anregen.

Die hochrangig besetzte Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales, Kirche und Kommune sowie Natur- und Umweltschutz unter dem Vorsitz von Staatssekretärin Dr. Silke Schneider bewertet die eingereichten Beiträge und kürt daraus die Preisträger. „Meine Jury-Kolleginnen und -Kollegen sind ebenso gespannt wie ich, welches Kaleidoskop an zukunftsweisenden Projekten uns am Ende wieder erwartet“, so Staatssekretärin Schneider.

Drei Kategorien, einmal Luther

Der Preis ist mit 10.000,- Euro, darunter 5.000,- Euro für den Hauptpreis dotiert. Drei Themen werden besonders in den Blick genommen, die den Verantwortlichen aufgrund ihrer aktuellen Bedeutung am Herzen liegen. Die Kategorie „Bildung für nachhaltige Energienutzung“ sucht nach Projekten, die die sparsame Nutzung von Energie zum Ziel haben. Der Sonderpreis „Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ würdigt solche Projekte, die den gerechten Ausgleich zwischen Produzenten und Verbrauchern und emissionsarme Lieferketten fördern. Mit der dritten Kategorie „Das rechte Maß treffen – Faire Preise für Erzeuger“ rückt im Jahr des Reformationsjubiläums ein von Luther gefordertes zeitloses Postulat in das öffentliche Bewusstsein, weil Erzeuger und Bauern darunter leiden, dass gerechte Wertschätzung und Nachhaltigkeitsprinzipien missachtet werden. Die Preisverleihung am 6. April 2017 in Neumünster wird mit Spannung erwartet.

Workshops begleiten den Wettbewerb

Den Nachhaltigkeitspreis begleiten drei Workshops, die alle Interessierten und Bewerberinnen und Bewerber des Nachhaltigkeitspreises zusammenbringen wollen.
„Wir schreiben das Neue vom Himmel“ ist die Schreibwerkstatt für Neudenker und Andersmacher im Christian Jensen Kolleg am 11. März 2017 von 10 – 16 Uhr betitelt. Engagierte und Akteure im Klima- und Umweltschutz erhalten Anregungen, für ihre zukunftsweisenden Projekte durch mitreißende Texten zu motivieren, die neu und frisch klingen.
Zwei weitere Workshops runden diese Reihe ab. Dem Ziel, für Flüchtlinge sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und ihre Kompetenz im Arbeitsleben und in der Gesellschaft einzubringen, dient der Workshop „Flucht und Interkultur: Globale Aspekte – nationale Herausforderungen“ am 7. und 8. März 2017 im Haus am Schüberg. Kreative Formen der Direktvermarktung haben sich durchgesetzt. Sie leben vom engen Kontakt zwischen Produzenten und Verbrauchern und sichern so langfristige Arbeitsplätze. Der Workshop „Erfolgreich in der Nische – neue Vermarktungswege in der Landwirtschaft“ am Samstag, dem 25. März 2017, im Christian Jensen Kolleg bietet Erkenntnisse für diese zukunftsfähige Nische durch den gemeinsamen Austausch. Referenten und Verantwortliche sind Mathias von Mirbach, Dieter Schlieger, Ulrich Ketelhodt und Hans Baron. Alle Interessierten sind zu diesen drei Workshops eingeladen.

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Rudolf Kelber über Verdi: Zeit für den Freigeist

Ein echter Freigeist war der italienische Komponist Giuseppe Verdi. Seine geistigen, politischen und religiösen Aufbrüche sind Thema des Seminars „Anspruch eines Freigeistes“, das KMD a.D. Rudolf Kelber aus Hamburg vom 13.-15. Januar im Christian Jensen Kolleg leitet.
Seine italienischen Textdichter waren ihm meist zu konventionell, also suchte er seinen Stoff bei Shakespeare und Schiller. Zu der Zeit komponierte Verdi seine Missa da Requiem, ein beeindruckendes Beispiel für die Religiosität eines Kirchenfremden. Also tanzt er auf einem Seil zwischen dem tiefen ernst eines „Dies irae“ (Tage des Zorn) auf der einen Seite und dem fast zügellosen „Alles ist Spaß auf Erden“ (tutto nel mundo e burla) im Flstaff’schen Finale auf der anderen Seite.
Rudolf Kelber war 33 Jahre Organist an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi, zuvor als Theaterkapellmeister langjährig im Opernfach tätig. Seit 2015 ist Kelber im Ruhestand und nunmehr vor allem als Komponist und Jazz-Pianist tätig.
Das Seminar, das von CJK-Leiter Friedemann Magaard begleitet wird, bezieht Verdis Musik, Lebenshaltung und spirituelle Fragen aufeinander. Anmeldungen unter info@christianjensenkolleg oder 04671-91120.

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Weihnachten ausklingen lassen

Noch ist Weihnachten nicht vorbei. Am Montag, dem 02.01., lädt das Christian Jensen Kolleg um 18 Uhr zu einem weihnachtlichen Ausklang nach Breklum ein. Ein ungewöhnliches Instrumental-Duo spielt Bearbeitungen von Weihnachtsliedern und Instrumentalmusik aus fünf Jahrhunderten. Uwe Eschner, Konzertgitarrist und Instrumentallehrer in Dithmarschen, spielt gemeinsam mit Friedemann Magaard, Cellist aus Nordfriesland und theologischer Leiter des CJK. Neben Klassikern wie „Kommet ihr Hirten“ kommen das katalanische „El noy de la mare“ oder „Winter Wonderland“ zu Gehör. Dazu spielt das Westküsten-Duo Recercadas von Diego Ortiz, spanischer Komponist des 16. Jahrhunderts, die berühmte Pavane vom französischen Romantiker Gabriel Faure – und manches, was Komponisten dazwischen notiert haben. Eschner und Magaard lesen dazu besinnliche und sinnige Texte zwischen Weihnachten und Alltag.

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Neue Gesellschafter im CJK – Herzliches Willkommen!

Von Klaus Uwe Nommensen

Das Christian Jensen Kolleg (CJK) wird von nun an von allen Kirchenkreisen des Sprengels Schleswig und Holstein getragen. Aus Alt-Holstein, Ostholstein und Rantzau-Münsterdorf waren Vertreter angereist, um ihren Beitritt zur gemeinnützigen Gesellschaft CJK mit ihrer Unterschrift zu besiegeln. Der Kirchenkreis Plön-Segeberg hatte seinen Beitritt bereits erklärt. Zudem hatten einige Gesellschafter ihre Einlagen erhöht und bestätigten dies ebenso mit Unterschrift und Siegel.
Eine neue Etappe für das CJK werde eingeläutet, so der Aufsichtsratsvorsitzende Propst em. Jürgen F. Bollmann in seiner Begrüßung zur 29. Gesellschafterversammlung. Anlass, auch die Gründerväter des CJK zu dieser Sitzung einzuladen, Bischof i.R. Dr. Hans Christian Knuth, Propst em. Manfred Kamper und Dr. Joachim Wietzke, Direktor i.R. des ehemaligen Nordelbischen Missionszentrums. Ihr Engagement, ihre Vision und ihre Zuversicht ermöglichten, ein nordelbisches Bildungszentrum im Norden zu erhalten, so Bollmann in seinem kurzen Rückblick auf die 16 Jahre dauernde Geschichte des CJK.
Der 29 Januar 2001 ist das Gründungsdatum des CJK. An diesem Tag wurde der erste Gesellschaftervertrag unterschrieben. Es folgten Jahre der Planung und des Baus. Im September 2005 schließlich wurde die Bildungsstätte eröffnet. Seither ermögliche sie eine geistliche und inhaltliche Auseinandersetzung, mache gelebte Ökumene sichtbar und sei auch grenzüberschreitend von Bedeutung, so der Aufsichtsratsvorsitzende.
In den vergangenen Jahren brauchte es immer Zuversicht, die Existenz auch finanziell zu sichern. Nun aber seien für das CJK sowohl durch die neuen Gesellschafter und einiger Einlagenerhöhungen als auch durch eine beschlossene jährliche Umlage der Gesellschafter die nächsten zehn Jahre gesichert.
Neben den Kirchenkreisen tragen das Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche, die Nordkirche, die politische Gemeinde und die Kirchengemeinde Breklum, der Schulverband Amt Mittleres Nordfriesland sowie aus dem Bereich jenseits der Grenze die Nordschleswigsche Gemeinde und der Verein der Freunde der Breklumer Mission in Nordschleswig die Arbeit des CJK. Sie haben insgesamt ein Kapital von 633.000 Euro in die Gesellschaft gegeben und werden außerdem das das Bildungshaus ab 2018 mit weiteren 180.000 Euro jährlich bezuschussen.
In einem jeweils kurzen Statement kommentierten die Gründer die Entwicklung des Hauses. So dankte Bischof i.R. Knuth vor allem der politischen Gemeinde Breklum. Sie habe damals die Fördergelder bei der EU beantragt und auch damit verbundene Risiken nicht gescheut. Die Gemeinde habe es dadurch möglich gemacht, dass der Geist von Breklum auf altem Boden gedeihe und Früchte trage für ein ökumenisches und gesellschaftliches Miteinander. Propst em. Kamper äußerte den Wunsch, dass das CJK weiterhin theologische und geistliche Akzente setze , die niemand überhören könne. Direktor i.R. Wietzke hob die damalige Leistung von Architekten und Landschaftsplanern hervor, Altes und Neues harmonisch miteinander verbunden zu haben.

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Die Datteltäter in Abrahams Zelt – Das erste Satire-Kalifat bereichert die interreligiöse Begegnung

Mit bitterböser Parodie entlarven sie den IS und seine Sympathisanten. Eine Gruppe junger Berliner gründete 2015 das erste deutsche Satire-Kalifat: Muslime und Nichtmuslime, Männer und Frauen, Studenten, Auszubildende und Berufstätige. Das Lachen bleibt ab und zu im Halse stecken. Im Christian Jensen Kolleg präsentieren die Datteltäter am Samstag, 04.03., um 19 Uhr ihr Live-Programm. Der Mix aus Poetry und Youtube-Einspielern setzt ein starkes Zeichen gegen Fanatismus und Intoleranz, mit reichlich guter Laune.
Zum festen Kern gehören neben dem Erfinder des ersten islamischen Slam-Contest („I-Slam“) Younes Al-Amayra auch die Studentinnen und Poetry-Slammerinnen Nemi El-Hassan und Farah Bouamar (Paderborn) sowie der Student Fiete Aleksander. Marcel Sonneck ist bisher der einzige Christ im Team. Zusammen sind sie die „Datteltäter“. So heißt auch der YouTube-Kanal, den sie gerade gestartet haben: der erste deutsch-muslimische Satire-Kanal im Netz.

Der Abend ist Teil der interreligiösen Begegnung „Zu Gast in Abrahams Zelt“ statt, kann aber unabhängig von der Tagung besucht werden. Unter dem Motto „Geld, Gier, Gerechtigkeit“ findet vom 02. Bis 05. März die Interreligiöse Begegnung mit
Muslimische, jüdische und christliche Vorstellungen zu Wirtschaftsethik in Breklum statt.

„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!“ Im Faust bringt es Johann Wolfgang von Goethe auf den Punkt. Ums Geld geht es zumeist, und beim Geld hört nicht nur die Freundschaft auf. folglich haben sich die drei Religionen, die sich auf Abraham beziehen, jeweils viele Gedanken um die Wirtschaftsethik machen müssen. In den heiligen Schriften von Juden, Christen und Muslime ist vom Mammon zu lesen, von rostigen Schätzen und von der Pflicht, sein Geld mit Armen zu teilen.
Dass Besitz zu Verantwortung verpflichtet und dass Gier den Charakter verdirbt, ist durchaus interreligiöses Allgemeingut. Im Detail wird die Sache aber interessant: Steht Armut für Gottesferne oder ist sie ein Zeichen für inneren Reichtum? Welche religiösen Pflichten leiten sich aus Vermögen ab? Und wie kommen Kamele durch die Öse einer Stopfnadel? Gibt es einen interreligiösen Konsens zum Bedingungslosen Grundeinkommen? Es gibt viel zu reden!
Muslime, Juden und Christen lernen einander gerade in alltäglichen und feiertäglichen Gewohnheiten kennen – in den Zeiten, in denen die deutsche Gesellschaft bunter und vielfältiger wird, besonders wichtig. Als Referenten wirken Dr. Ali-Özgür Özdil, Imam und Leiter des Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstituts Hamburg (IWB), Yuriy Kadnikov, Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover „Etz Chaim“ sowie Astrid Buchin, stellvertretende Pröpstin im Kirchenkreis Dithmarschen mit. Informationen zur Tagung von IWB, Jerusalem-Akademie, ZMÖ und CJK unter info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120.

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„Sündige tapfer, glaube mehr“ Luther in vier Abenden

Martin Luther kennt fast jedes Kind. Martin Luther ist zugleich ein Fremder im 21. Jahrhundert. Kay-Ulrich Bronk geht dem bekannten Unbekannten nach. In vier aufeinander folgenden Abenden führt er in Luthers Leben, Denken und Glauben ein, verständlich für Interessierte, die nicht oder länger nicht Theologie studiert haben. Erzählungen, Bilder und Musik erleichtern den Einstieg in den vertrauten Umgang mit dem Wittenberger Reformator. Es bleibt Raum für reichlich Fragen zu Luther und zum eigenen Glauben.

Vom 23. Bis 26. Januar finden die vier Luther-Abende statt, jeweils von 18.30-20 Uhr. Es empfiehlt sich, an allen Abenden teilzunehmen. Aber auch Einzelbesuche sind möglich. Gleich Im ersten Monat des Jahres 2017, das im Zeichen des Reformationsjubiläums steht, ein wahrhaftiges „Luther-Incentive“. Die Themenschwerpunkte sind „Hier stehe ich“ Biographische Stationen (23.01.), „Der gnädige Gott“ Martin Luthers Lehre von der Rechtfertigung (24.01.), „Was aus der Taufe gekrochen ist, das kann sich rühmen … schon zum Papst geweihet (zu sein)“. Martin Luthers Verständnis von Amt und Kirche (25.01.) und „Das Regiment zur Linken“ Martin Luthers Verständnis von Staat und Gesellschaft (26.01.).

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Ein Haus für alle – geprüft barrierefrei

Jetzt ist es also amtlich. Schwarz auf weiß steht zu lesen, dass das Christian Jensen Kolleg die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ erhalten hat und damit die Kennzeichnung „Reisen für alle“ führen darf. Das „Deutsche Seminar für Tourismus“ und die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) haben geprüft und für gut befunden.

Seit zwei Jahren optimiert das CJK-Team Zuwegungen, Raumausstattungen in den Gästezimmern und Abläufe, weil es den Auftrag, Gastgeber für alle zu sein und damit Reisen für alle zu ermöglichen, ernst nimmt.

2014 hatte der Österreicher Unternehmer Gregor Demblin als Referent bei den Tagen der Utopie (TdU3) in Breklum den Anstoß gegeben. Als Rollstuhlfahrer lobte er die Ausstattung des CJK, gab aber noch weitere wertvolle Hinweise zur Verbesserung. Vor allem innere Bewegung hat er ausgelöst. Im ganzen CJK-Team ist das Bewusstsein für sichtbare und unsichtbare Barrieren gewachsen – und der Wille, diese Barrieren zu verkleinern. Inklusion ist für uns keine Technik, sondern eine Haltung. Das Zertifikat ist Auszeichnung und zugleich Auftrag, auf diesem Wege weiter zu machen.

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Wie die Jungfrau zum Kind – Wort zum Vierten Advent

Er wusste gar nicht, wie ihm geschah. Sein Nachbarn, fünfzig Meter weiter, kannte er kaum. Nun sind sie zusammen gerückt. Gemeinsam betreuen sie eine afghanische Familie. Eine Patengemeinschaft. Das hätte ich nie gedacht, sagt er verwundert. Ich kam zu zwei neuen Nachbarn wie die Jungfrau zum Kind.

Am Vierten Advent wird in den meisten Kirchen zu hören sein, wie die Jungfrau zum Kind kam, damals, in Nazareth. Vom Engel Gabriel wird erzählt und wie er Maria besuchte. Vom Schrecken, der die junge Frau überfiel. Und vom „Fürchte dich nicht!“ Wie soll das gehen? Wo soll da ein Sinn sein? Alles wehrt sich in Maria. Doch der Engel nimmt die Angst. Fürchte dich nicht. Gott meint es gut mit dir. Hab keine Angst. Gott hat Großes vor mit dir. Erst hält sie es für Unsinn. Kann doch gar nicht. Später stimmt sie zu. Und dann kommt die Jungfrau zum Kind. Durch Gottes Kraft wächst in ihr das Heilige. Ein Wunder. Bei Gott, so steht dort, ist kein Ding unmöglich.

Was der Flüchtlingspate erlebt, ist bei weitem nicht so spektakulär. Später werden darüber keine Generationen rätseln und staunen. Im Kleinen ist ihm aber Ähnliches passiert. Die Not der Flüchtlingsfamilie hat den Mann angerührt. Deren Ängste hat er wirklich verstanden, und dass sie alles zurückließen, um das eigene Leben zu retten. Später lag er selbst manchmal wach in der Nacht. Wann bekommt er einen Zahnarzttermin für die Kleine, und wer geht mit, wenn gebohrt werden muss? Wo findet er einen Praktikumsplatz für den Vater? Und dann die Absprachen mit dem Wunderlichen von nebenan. Aber es klappt ganz gut, viel besser als gedacht. Letztens saßen sie alle zusammen, bei Tee und Plätzchen. Wie eine Großfamilie. Das fühlte sich richtig gut an. Er war dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Keine Vorbereitung. Keine Vorwarnung. Zack, und es war da. Bei Gott, so heißt es, ist kein Ding unmöglich.
Friedemann Magaard, theologischer Leiter des Christian Jensen Kolleg in Breklum

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Islam ist Hingabe?

Abend zu überraschenden Begegnungen mit dem Islam und mit Muslimen

Von einer überraschenden Entdeckungsreise berichtet Ralf K. Wüstenberg, Professor an der Europa-Universität in Flensburg, am Freitag, 28. Oktober, im Christian Jensen Kolleg in Breklum. Der Islam, wie er ihn kennen lernt, passt nicht zu den dunklen Klischees. Er begegnet Muslimen, deren Hingabe und Ernst ihn neugierig machen. Manche Parallelen zwischen islamischem Denken und reformatorischer Theologie verblüffen ihn. Von dem, was er mit seinem Buch „Islam ist Hingabe“ (2016) erlebt hat, berichtet Wüstenberg in Breklum. Darauf gibt der islamische Theologe Veysel Çelik vom Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstitut in Hamburg Resonanz: Wie erlebt ein muslimischer Gelehrter die Entdeckungsreise eines christlichen Theologen in seiner Glaubens- und Lebenswelt?

Und schon beginnt das Gespräch, nicht übereinander, sondern miteinander. Vielleicht gelingt ein empathischer Dialog? Die Fotoausstellung „Alltag im Islam“, die im Christian Jensen Kolleg noch bis Mitte November ausgestellt wird, bietet zusätzliche Impulse für die gegenseitige Wahrnehmung von Muslimen und Christen. Dr. Stefan Maneval führt in die Ausstellung ein. Die Referenten und die Teilnehmenden haben Zeit zum Hören, zum Essen und zum Austausch. Der Abend gibt Denkanstöße für ein vertieftes Gespräch zwischen den Religionen. Moderiert wird der Abend von Friedemann Magaard, theologischer Leiter des Christian Jensen Kolleg. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch die Unterstützung der Evangelischen Akademie der Nordkirche. Der Eintritt ist frei. Da ein Imbiss vorbereitet wird, bitten wir um Anmeldung unter 04671 91120 oder info@christianjensenkolleg.de

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Veysel Çelik vom Islamischen Wissenschafts- und Bildungsinstitut in Hamburg

 

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Frontex – Eine Agentur in der Kritik

Studientag zur Sicherung der EU-Außengrenzen

Aktueller könnte der Studientag zur Sicherung der EU-Außengrenzen kaum sein. Dieser Tage wird die Sicherheitsagentur Frontex mit neuem Namen versehen und offenbar auch konzeptionell verändert. Fachleute aus Politik und Zivilgesellschaft und Interessierte diskutieren am Montag, dem 14. November, von 16-20 Uhr im Christian Jensen Kolleg in Breklum über die neue „EU-Agentur für Grenzschutz und Küstenwache“. Was kann sie leisten, welche Grenzen sind beachten? Und wer begleitet politischen den Prozess einer Grenzsicherung, die „outgesourced“ bleibt.

Bereits 2010 fand im Christian Jensen Kolleg ein „Demokratie-Kolleg“ mit dem Titel „Humanität über Bord!“ statt. Damals wie heute mit dabei: Stefan Schmidt. Der Kapitän des Rettungsschiffs Cap Anamur rettete 2004 37 Flüchtlinge vor dem Ertrinken und wurde dafür in Italien in einem Schauprozess vor Gericht gestellt. Seit fünf Jahren ist er Flüchtlingsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein. Auch jetzt, bei der Folgeveranstaltung zum Demokratie-Kolleg von 2010, beschäftigt ihn die Grenzagentur Frontex. Ebenso wie Harald Glöde aus Berlin, der für die Initiative Borderline Europe an der Veranstaltung in Breklum teilnimmt. Als Fachpolitikerinnen sprechen Luise Amtsberg, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Grüne, sowie Astrid Damerow, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags und flüchtlingspolitische Sprecherin der CDU. Ob ein Gast von Frontex teilnimmt, steht noch aus.

Auch nach der Neupositionierung der Grenzagentur bleiben brisante Fragen: Wer gibt den neuen Grenz-Soldaten die Aufträge, und wer begleitet die Umsetzung? Welche parlamentarische Kontrolle ist vorgesehen? In der europäischen Diskussion sind viele heilfroh, dass es Frontex und die neue Grenzagentur gibt. Die Sicherung der EU-Außengrenzen hat hohe Priorität. Andere sind besorgt darüber, dass die schwere und vielleicht auch schmutzige Arbeit unzureichend angebunden ist an demokratische Strukturen. Auf welche Weise werden europäische Werte geschützt, und wer gibt darüber Auskunft? Fachleute und Interessierte diskutieren kontrovers und engagiert.

Anmeldung werden bis zum 09.11.2016 unter 04671 91120 oder info@christianjensenkolleg.de erbeten. Es werden keine Teilnahmekosten erhoben. Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch die Unterstützung der Evangelischen Akademie der Nordkirche.

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Ohne Frauen keinen Frieden

Vortrag und Gespräch mit Ute Scheub

Die UN-Resolution 1325 ist nicht vielen geläufig. Sollte sie aber. Sie verlangt die Repräsentanz von Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen. Was im Jahr 2000 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet wurde, ist noch lange kein Standard. Die Berliner Friedensaktivistin und Publizistin Ute Scheub referiert am Donnerstag, 17. November, im Christian Jensen Kolleg von ihrem Engagement im deutschen „Frauensicherheitsrat“ und beim internationalen Netzwerk „1000 Friedensfrauen Weltweit“.
In etlichen Friedensprozessen spielen Frauen bereits eine essentielle Rolle. Nicht weil sie die besseren Menschen wären, sondern weil sie unbewaffnet daherkommen und keine Terrormilizen vertreten, sondern die Zivilgesellschaft. Friedensfrauengruppen sind in und nach Konflikten immer wieder die ersten, die Kontakt zum „Feind“ aufnehmen und Dialogprozesse initiieren. Zudem verändern sie die Agenda an den Verhandlungstischen. In einem Satz also: Ohne Frauen kein Frieden!
Dr. Ute Scheub, die im April 2016 Referentin bei den „Tagen der Utopie“ im Christian Jensen Kolleg war, berichtet aus ihren langjährigen Erfahrungen und schildert Gelingens- und kritische Beispiele aus Liberia, Syrien und anderen Ländern. Die Kooperationsveranstaltung der Evangelischen Frauenarbeit in Nordfriesland und des Christian Jensen Kolleg beginnt um 18 Uhr. Die Moderation liegt bei Britta Jordan, Referentin für Frauenarbeit, und Friedemann Magaard vom CJK. Der Eintritt ist frei. Um einen kleinen Imbiss zu organisieren, wird um Anmeldung unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de gebeten.

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Ute Scheub

 

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Werkstattblick Gemeinwohlökonomie – eine Option für Kommunen?

Einblicke in das Modell alternativer Ökonomie und die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz

Am Freitag, dem 18. November, laden das Christian Jensen Kolleg und die Akademie für die ländlichen Räume zu einem Werkstatt-Tag zu einem innovativen Ansatz alternativer Ökonomie in das Breklumer Kolleg.
Die Gemeinwohl-Ökonomie (kurz GWÖ) fasziniert in zunehmendem Maße Menschen in wirtschaftlicher und in politischer Verantwortung. Nach zahlreichen Unternehmen, vor allem in Süddeutschland und Österreich, prüfen nun auch zunehmend Kommunen, ob sie ihre Entwicklungen nach dem Analyse- Instrument der Gemeinwohl-Ökonomie ausrichten wollen.
Dies hätte Folgen: den eigenen konstruktiven Beitrag zum Gemeinwesen offenzulegen – wie auch die Entwicklungsfelder, die noch verbesserungswürdig sind. Neben der klassischen Gewinn-und-Verlustrechung eine ethische Bilanz erstellen? Wie geht das ganz konkret, für Unternehmen und für Kommunen? Einblicke in den Prozess gewährt die Christian Jensen Kolleg gGmbH, die 2015 selbst eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt hat.
Im ersten Teil erfahren Interessierte Grundsätzliches über den alternativen ökonomischen Ansatz. Im zweiten Teil haben die Fragen zur Umsetzung im kommunalen Bereich Raum. Geht das überhaupt? Wie hoch ist der Aufwand? Wie lässt sich der Gewinn beschreiben?
Am Ende des Werkstatt-Tages gibt Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen ein Resümee. Die Tagesmoderation liegt bei den GWÖ-Beratern Gerd Lauermann und Manfred Jotter aus Hamburg sowie bei Friedemann Magaard vom Christian Jensen Kolleg. Fragen zur Veranstaltung oder Anmeldung (bis zum 14.11.2016) an 04671 91120 oder info@christianjensenkolleg.de

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Eine Theologie von unten

Reise-Werkstatt am 02. und 03.11. zur Befreiungstheologie in Lateinamerika

Im Rahmen der Evangelischen Akademiewoche der Nordkirche zum Thema `Revolution´ veranstaltet das Christian Jensen Kolleg zwei Themenabende in Eckernförde und Schleswig zur aktuellen Befreiungstheologie in Lateinamerika.

Die Lateinamerikanische Befreiungstheologie hat die Sicht auf die Bibel und auf die Welt verändert. Als eine „Theologie von unten“ bewirkt die Befreiungstheologie eine Revolution der herkömmlichen theologischen Anschauungen: Gott als Gott der Armen, eine besondere Aufmerksamkeit für den historischen Jesus, eine Kirche, die sich von der Basis versteht und nicht als Versammlung des Klerus.

Der Kolumbianische Theologe Juan Esteban Londoño, aktuell Stipendiat der Evangelischen Missionsakademie in Hamburg, verschafft Einblicke in den Ansatz der Befreiungstheologie. Offen spricht er von Erfolgen und Misserfolgen. Das frühere Verhältnis zu politisch revolutionären Prozessen in Mittelamerika, die neuen Schwerpunkte mit Indigenen, Bauern oder Frauen – die Befreiungstheologie ist nicht tot, sondern sehr vielfältig.
Welche Anregungen können Christinnen und Christen aus der Nordkirche bekommen, wenn sie von der Vielfalt lateinamerikanischer Theologie hören? Hat das auch
praktische Konsequenzen?

Am Mittwoch, 02.11.2016, findet der Workshop von 18.30 – 21.30 Uhr Technik- und Ökologiezentrum Eckernförde statt, in Kooperation mit dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. Am Folgetag, Donnerstag, 03.11.2016, spricht Juan Esteban Londono von 18.30 – 21.30 Uhr im Schleswiger Gemeindehaus Michaelis-Süd. Der zweite Abend findet in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Schleswig-Flensburg statt.

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Juan Esteban Londoño

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Abend zur Tierhaltung verschoben

Leider muss die Abendveranstaltung „Tierhaltung zwischen Landwirtschaft und Industrie“ mit der Präsentation einer aktuellen Diskussionshilfe der Nordkirche auf 2017 verschoben werden. Die Veranstaltungsreihe „Fleisch ist kein Gemüse“ wird fortgesetzt!

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„Reset oder Durchstarten“

Wie Neuanfänge möglich sind

Wie kommt Neues in die Welt? Ist es überhaupt möglich, bei Null anzufangen und radikal Anderes hervorzubringen? Sind Revolutionen wirklich Neuanfänge oder eher die Fortsetzung des Bestehenden in veränderter Gewandung?
Das Neue ist fragwürdig. Es lohnt darüber nachzudenken, unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen sich echte Innovationen zutragen und was bereits geschehen sein muss, bevor eine Revolution oder Reformation anhebt.
Christoph Quarch, Philosoph aus Fulda, begibt sich auf die Suche nach dem Anfängergeist und kommt dem Geheimnis auf die Spur, warum der Mensch tatsächlich Neues schaffen kann.

Das Seminar findet im Rahmen der Evangelischen Akademiewoche der Nordkirche zum Thema `Revolution´ vom Sonntag, 30. Oktober 2016 15.00 Uhr bis Montag, 31. Oktober 2016 13.00 Uhr im CJK Breklum statt. Anmeldung: unter 04671 91120 oder
info@christianjensenkolleg.de.

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Christoph Quarch

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Die Frage hinter der Frage finden

Werkstatt mit kirchenkritischen und kirchentreuen Menschen

 

Diese Werkstatt bastelt mit Worten. Und übt das Instrument des Verstehens. Kirchenkritische und kirchentreue Menschen hören einander zu. Vielleicht gelingt ein neues Sprechen? Oder zumindest staunen?

„Hinhören und entdecken“ heißt der Werkstatttitel, zu dem das Gottesdienstinstitut der Nordkirche und das Christian Jensen Kolleg am 15.-16.09. nach Breklum einladen. Eine kleine Runde soll es nur sein, Menschen, die mit und solche, die auch ohne Kirche froh sind. In der Regel sprechen diese Gruppen über einander, selten mit einander. Der kirchenkritische Landtagsabgeordnete Rasmus Andresen ist ebenso dabei wie die Schriftstellerin Andrea Paluch („Wundervolles Dorfleben“) und der Plöner Propst Erich Faehling. Geleitet wird diese Werkstatt von Thomas Hirsch-Hüfel und Friedemann Magaard.

Stellen am Donnerstag, 15.09., die drei Impulsgeber ab 17h Fragen und Statements in den Raum, so geht es am Freitag, 16.09. bis zum Mittag um den gesellschaftlichen Kontext, in dem solche Dialoge ergeben.

 

Denn die Kirche des 21. Jahrhunderts wird verstehen müssen, was sich weltanschaulich um sie herum und zum Teil in Konkurrenz zu ihr tut. Denn sie wird eine Mit-Spielerin werden im Feld der Grundwerte. Dafür kann sie hinhören und Ressentiments sichten, die ihr entgegenschlagen, sie kann nachfragen. Sie kann staunen über religiöse Weisen, die auch ohne christliche Formen auskommen. Sie kann Werte und Ziele vergleichen und dabei ihre eigenen im Diskurs neu finden. Sie kann behutsam einüben, wie Sprache Religiöses formt ohne zu vereinnahmen. Diese Sprache wird sie brauchen.

 

Die Initiatoren Hirsch-Hüfel und Magaard meinen: Das alles kann gut gelingen, wenn Menschen zusammenkommen, die ohne Angst oder Rechtfertigungsdruck erzählen, was ihnen auffällt, was ihnen wirklich wichtig ist, was sie ärgert.

 

Die Werkstattgespräche möchten solch neugierige Sprechweise anregen in einem Treffen von kirchenkritischen, neutralen und kirchentreuen Menschen: Hinhören, was jemand denkt und fühlt, der das Tanzverbot am Karfreitag bekämpft, hinhören, warum jemand seiner Ortsgemeinde treu ist, ahnen, wo die Frage hinter der Frage steckt, Resonanzen geben. Kurz – im hörenden Austausch spannende und wesentliche Dinge entdecken, die erscheinen, wenn die Vorurteile für eine Weile verrauchen.

Die Plätze für Teilnehmende sind begrenzt. Bei Nachfragen und zur Anmeldung: 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de

 

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„Wir müssen reden.“

Predigttagung mit Katholiken und Protestanten

 

Vier Tage lang diskutieren Expertinnen und Experten der beiden großen Kirchen im Christian Jensen Kolleg über die Praxis der Predigt und ihre theoretischen Hintergründe. An einem Abend aber öffnet die Jahrestagung der „Arbeitsgemeinschaft für Homiletik“ die Türen für weitere Interessierte zu einem öffentlichen Vortrag von Professor Paul-Michael Zulehner aus Wien. Sein Referat steht am Montag, 26.09., im Mittelpunkt, wenn die Nordkirche und das Erzbistum zum Empfang nach Breklum laden. Zulehner, einer der ganz großen der Predigtlehre, spricht sich aus „Für eine Kirche, die sich verausgabt“. Das Bibelwort aus 2. Tim 4,2 nimmt er dabei zum Motto und titelt: „Gelegen oder ungelegen – nicht nur gelegentlich“. Im Anschluss an den Vortrag (19.30 Uhr) gibt es Zeit für Begegnungen und Gespräche im Christian Jensen Kolleg.

 

Die gesamte Tagung dauert vom Montag, 26.09., bis Donnerstag, 29.09.. Das Reden-Müssen geht zum Grundgefühl derer, die predigen. Es gibt ja keine alternative: Wenn der Sonntag da ist oder der jeweilige Anlass, wird eine Predigt erwartet, egal, wie ich mich fühle. Die Predigt soll darüber hinaus die treffende Rede sein, gerade in bewegter Zeit. Am Sonntag nach den Anschlägen von Paris im November 2015 gaben Predigten den aufgewühlten Gefühlen Sprache und lösten die Erstarrung. Schließlich erwarten Gemeinden von der Predigt auch das klärende Wort zum Gemeindealltag, wenn das Bibelwort eine neue Perspektive auf die alten Formeln, die alten Feste und auf alte Konflikte werfen muss. Das Reden-Müssen bezieht sich aber auch auf Prediger und Predigerin, die etwas zu sagen haben, die nicht schweigen und nicht schweigen dürfen in Zeiten religiöser Verunsicherung.

 

Neben den konfessionellen Perspektiven, für die der katholische Professor Bernhard Spielberg aus Freiburg und die evangelische Theologin Anne Gidion vom Gottesdienstinstitut der Nordkirche stehen, geht es auch um Predigten „an anderen Orten“, also im Theater, im Slam, in interreligiöser Begegnung und nach Katastrophen. Weitere Höhepunkte sind Vorträge von Petra Bahr („‘Geistersprache‘ _ die Predigt im Resonanzraum der Kultur“) und dem Rostocker Professor Thomas Klie über homiletische Ausbildungspraxis.

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Zwischenstopp – Auszeit mit Pilgerwegen im Watt

 

Unzählige Zugvögel rasten auf ihren langen Reisen von Nord nach Süd am nordfriesischen Wattenmeer um neue Kräfte zu sammeln. Mit einer Auszeitwoche vom 09.-14. Oktober machen es Pilger den Zugvögeln gleich. Sie genießen Sie einige Tage das schöne Haus und die liebevolle Versorgung im Christian Jensen Kolleg. Tagsüber unternehmen sie gemeinsame Pilgerwanderungen in unserer vielfältigen Landschaft. Dabei wird der Vogelkundler Karl-Peter Hellfritz die Gruppe begleiten. Gemeinsam und in der Stille erleben Pilger die Schöpfung und das eigene Leben darin. Wind, Weite und Natur entfalten ihre erholsame Kraft. Die täglichen Strecken sind etwa 15 Kilometer lang. Sie erfordern eine normale Kondition und eine gewisse Wetterfestigkeit.

Der Tag beginnt und endet mit einer Andacht in unserer Kapelle.

Die Leitung liegt bei Pastorin Jutta Jessen-Thiesen vom Zentrum für Mission und Ökumene sowie bei Dagmar Messow. Anmeldungen bis 15.September 2016 bei Petra Conrad unter 04671/ 911214 oder  buerobreklum@nordkirche-weltweit.de

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Exostische Früchte in Hülsen

Ein Themenabend zum „Jahr der Hülsenfrüchte“

 

Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte erklärt, aber warum sollte das wichtig sein. Die Veranstaltung „Exotische Früchte in Hülsen“ verbindet dazu Impulse, Diskussionen und Imbiss am Mittwoch, 28.09., von 18-21 Uhr im Christian Jensen Kolleg in Breklum.

 

Vielleicht sind sie gerade kein Trend. Die Linsen, Bohnen und Erbsen hatten früher hohe Konjunktur. Trockenkörner werden die volkstümlichen Hülsenfrüchte korrekt genannt. Weltweit gehören noch Soja, Lupinen und die Kichererbsen dazu. Als wertvolle Eiweissquellen für Menschen und Tiere sind sie gerade in den Ländern des Globalen Südens ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Nach dem Jahr des Bodens nehmen die Vereinten Nationen in diesem Jahr diejenigen Pflanzen in den  Blick, die selbst für Bodenfruchtbarkeit sorgen, sogenannte Leguminosen. Knöllchenbakterien an den Wurzeln sorgen für dieses Wunder. So lohnt sich der Blick auf die Früchte und unter die Erde.

 

Die Hülsenfrüchte bieten besten Stoff für ein spannendes Abendprogramm – und sind dann noch lecker.  Es gibt viel zu entdecken bei diesen exotischen Körnern und Samen, aus landwirtschaftlicher, globaler und regionaler, ökologischer, gesundheitlicher und geschmacklicher Sicht.

Die Leitung des Abend in der Reihe „Fleisch ist kein Gemüse“ liegt bei Ulrich Ketelhodt (KDA), Hans Baron (CJK) und Karsten Wolff (ERW). Referentinnen sind Nicole Rönnspieß (Brot für die Welt), Heinrich Thees (Biohof Thees) sowie Ann Kristin Thun und Silke Zetl-Marcussen von der Berufsschule Husum. Der Eintritt ist frei.

 

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Begleitung von kriegstraumatisierten Frauen

Was ehrenamtlich und hauptamtlich Helfende wissen sollten

Vortrag mit Diskussion am 12. August 2016 von 19.00 bis 21.30 Uhr

 

Viele Geflüchtete haben in ihrer alten Heimat schlimmste Erfahrungen gemacht – an Leib und Seele sind sie traumatisiert. Sie zu begleiten stellt Helfende vor große Herausforderungen. Als international anerkannter Experte für transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie begleitete Prof. Jan Ilhan Kizilhan yezidische Frauen und Kinder im Irak – und nach ihrer Flucht dann in Deutschland.

Sein „Handbuch zur Behandlung kriegstraumatisierter Frauen“ (2016) gilt als Standardwerk für transkulturelle Behandlungsmethoden. Kizilhan gibt fundierte Einblicke für Ehrenamtliche und hauptamtliche Begleitende und diskutiert mit ihnen.

 

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