PM Christian Jensen Kolleg
02.06.2010
Halbzeit zwischen Brand und Neueinzug
Hoffnungsvolle Zwischenbilanz im Christian Jensen Kolleg
In einer Zwischenbilanz ein halbes Jahr nach dem Großbrand in Breklum zeigt sich der theologische Leiter des Christian Jensen Kolleg, Friedemann Magaard, hoch zufrieden. Die Bauarbeiten auf dem Gelände des ökumenischen Bildungszentrums kommen sehr gut voran. Der ehrgeizige Zeitplan vom Dezember 2009 kann erfüllt werden: das CJK plant ein Fest zum Wiedereinzug ins Missionshaus am Sonntag, den 5. Dezember 2010.
Genau ein Jahr zuvor war das historische Missionshaus durch Brandstiftung stark zerstört worden. Nur das beherzte Eingreifen der Feuerwehrleute hatte Schlimmeres verhindert. Dennoch richteten die vier gelegten Feuer am 5.12.09 verheerenden Schäden an, die in der Region und im ganzen Land Bestürzung auslösten.
Wie durch ein Wunder griff das Feuer das historische Missionsarchiv, die Dokumentation der Breklumer Mission, nicht an. Die erheblichen Schäden durch Löschwasser werden noch restauriert.
Dagegen wurden die Seminarbibliothek, zahlreiche Büros, Seminarräume und die Kapelle Raub der Flammen. Ebenso die Breklumer Bücherstube, die zwischenzeitlich bei Möbel-Jessen Unterkunft gefunden hat. Die Missionshaus-Büros sind allesamt auf dem CJK-Gelände untergekommen, so dass die bewährte Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalzentrum, mit dem Nordelbischen Missionszentrum, dem Nordelbischen Umweltbüro und dem CJK fortgesetzt werden könnte.
Mit dem Gebetszelt entstand auf dem Breklumer Campus mehr als nur ein Provisorium. Nach Einschätzung von CJK-Leiter Magaard entstand eine „neue geistliche Mitte, mit spiritueller Ausstrahlung und theologischer Aussage.“ Dass sich die Kirche immer wieder in der Tradition des „wandernden Gottesvolkes“ versteht, wird in einem fragilen Gebetszelt besonders augenfällig, so Magaard.
Am Missionshaus sind die Entkernungsarbeiten schon längst abgeschlossen, nun wird konstruktiv aufgebaut. Das neue Missionshaus, dessen wertvolle Außenmauern erhalten wurden, wird innen energetisch verbessert und funktional optimiert sein. „Die Versicherung verhält sich durchweg konstruktiv“, versichert der kaufmännische Leiter Heiner Witte, „sie ist ein fairer Partner, mit dem wir die Probleme lösen.“
Die inhaltliche Arbeit im Christian Jensen Kolleg geht unverändert weiter. Im aktuelle Programm nimmt Friedemann Magaard die Erfahrungen von Einbruch und Brandtstiftung inhaltlich auf: mit der Veranstaltung „Opfer sein“ am 9. September, zu dem das CJK gemeinsam mit dem Weissen Ring und der Polizeidirektion Husum einlädt.
Der neugegründete „Förderverein Christian Jensen Kolleg“ wird, nach der gerichtlichen Eintragung, die Versöhnungs- und Bildungsarbeit am Breklumer Bildungszentrum unterstützen. Henning Kiene vom Hamburger Verein „Andere Zeiten“ präsentierte kürzlich die Ziele des Fördervereins, dem er als erster Vorsitzender vorsteht.
F.d.R.
Friedemann Magaard CJK
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