Wohin Gott nur zum Weinen kommt – ein Erfahrungsbericht aus Afghanistan

 

Unter dem Titel „Afghanistan – wohin Gott nur zum Weinen kommt“ berichtet die Anästhesistin Andrea Magaard am Donnerstag, 06. Juni, von ihrem dreimonatigen Einsatz in der südafghanischen Provinz Helmand. Mit der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ arbeitet sie in einem zivilen Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Lashka Ghar. Der Vortrag gibt Einblicke in ein nahezu unbekanntes Land, in die Arbeit einer weltweit arbeitenden humanitären Organisation sowie in einen herausfordernden medizinischen Einsatz.

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Kirche meets Kino – Robert Redfords Meisterwerk im Kino und in der Diskussion

Kino meets Kirche

Am Dienstag, 04.Juni, zeigt das Kino-Center Husum ab 19 Uhr den Film “Aus der Mitte entspringt ein Fluss”. Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk führt im Rahmen der Reihe „Kino meets Kirche“ in die Romanverfilmung ein, die 1992 unter der Regie Robert Redfords mit Brad Pitt und Craig Sheffer entstand. Der Film schildert in brillianten Bildern den Weg zweier grundverschiedener Brüder zu einer eigenen Identität. Welche religiösen Motive lassen sich in dem cineastischen Meisterwerk ausmachen? Finden sich Deutungsmuster auch für heutige Lebenszusammenhänge?

 

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Stefan Schütt ist “der Neue” im CJK – kaufmännischer Geschäftsführer wird am 14.05. in einem Gottesdienst in sein Amt eingeführt

Seit dem 2.April gehört Stefan Schütt zum Leitungsteam des Christian Jensen Kollegs in Breklum. An der Seite des theologischen Leiters Friedemann Magaard verantwortet Schütt als Kaufmann den betriebswirtschaftlichen Bereich. Beide sind gleichberechtigte Geschäftsführer der Christian Jensen Kolleg gGmbH. Der gebürtige Husumer Stefan Schütt (49) ist gelernter Koch und Hotelkaufmann, leitete u.a. langjährig das Fünf-Sterne-Hotel „Altes Gymnasium“ in Husum und später die dortige Niederlassung der Wirtschaftsakademie (WAK) der IHK. In Breklum trat er die Nachfolge von Heiner Witte an, der sich, neben seinen Aufgaben im „Haus am Schüberg“, um die Entwicklung der Dachmarke „Evangelische Häuser im Norden“ widmet. In einer gemeinsamen Feier wird am 14.05. ab 17.00 Uhr Heiner Witte verabschiedet und Stefan Schütt im CJK offiziell begrüßt.

Das Gespräch mit Stefan Schütt führt Friedemann Magaard.

 

Frage: Nach wenigen Wochen im CJK: was war überraschend für Dich?

Schütt: Ich habe einen absolut positiven Eindruck davon, wie die Mitarbeitenden miteinander umgehen und miteinander arbeiten – ich habe das gleich bei einer Klausurtagung kennen lernen können. Angenehm finde ich zudem, wie der kirchliche Akzent im CJK gelebt wird. Ich persönlich schätze, dass es mit dem Mittagsgebet eine Zeit zum Atemholen gibt, und dass dies freiwillig, ohne Druck möglich ist.

Wo willst Du neue Akzente im CJK setzen?

Ich möchte neue Zielgruppen erfassen und Gäste einladen, die das Haus neu entdecken können, sei es, dass sie aus der Region kommen oder aus der Ferne. Die vorhandenen Kunden zu binden ist mir wichtig. Das CJK ist, das merke ich als Nordfriese, in der Region als Bildungsort weithin bekannt, nicht aber als Tagungsort für Gastveranstaltungen. Da gibt es noch viel zu tun.

Die Servicequalität möchte ich weiter ausbauen. Mein Eindruck ist, da lassen sich die Mitarbeitenden gut mitnehmen.

Du wirst auch selbst Angebote entwickeln.

Richtig. Etwa mit einem mehrtägigen Silvesterangebot, das Gäste kulturell, touristisch und kulinarisch ansprechen kann. Das Haus bietet hervorragende Möglichkeiten auch für Menschen mit körperlichem Handicap. Ich möchte da selbst gern als Gastgeber aktiv sein.

Worin siehst Du Deine wichtigsten beruflichen Vorerfahrungen für die neue Aufgabe

Alles, was man in der Hotellerie braucht, um erfolgreich zu arbeiten, lässt sich auf das CJK übertragen, vor allem die Dienstleistungsorientierung. Aus der Wirtschaftsakademie nehme ich die Idee von einer Konzeption im Bildungsangebot mit, die fragt, was in der Gesellschaft, in der Region, auch in der Wirtschaft gebraucht wird. Und dass diese Angebote evaluiert werden.

Das CJK ist ein „Bildungszentrum für Nachhaltige Entwicklung“. Welche Bedeutung hat für Dich Nachhaltigkeit?

Wir haben Verantwortung für die nächsten Generationen. Meinen Töchtern will ich nicht antun, dass die jetzige Generation den Erdball auspresst. Darin hat das CJK eine Vorbildfunktion: wie wir Verantwortung leben, wie wir miteinander umgehen, das kann auf die Gesellschaft ausstrahlen.

 Was erwartest Du von einem profilierten „ökumenischen Bildungszentrum“?

Die Kirche müsste die Gesellschaft stärker an die Hand nehmen. Mit den Themen „Nachhaltigkeit“ und „Gerechtigkeit“ sollte sie alle Generationen ansprechen, alle Religionen, die Menschen aller Hautfarben und aller Gesellschaftsgruppen. Wir brauchen ein Umdenken, müssen den Kapitalismus hinterfragen. Es braucht mehr Solidarität und Gerechtigkeit.

Wo siehst Du das CJK in fünf Jahren?

Ich erwarte eine steigende Auslastung im Tagungsbetrieb. Vielleicht gelingt es uns, auch die kirchlichen Angebote leicht zu steigern, erhebliche Entwicklungen sehe ich aber bei Partnern in der Region und bei Angeboten im Bereich des Bildungstourismus. Da wird auch die neue Dachmarke Ehin Effekte bringen.

Am Dienstag, 14. Mai, wird der langjährige kaufmännische Leiter Heiner Witte in einem Gottesdienst aus seinem Dienst im CJK verabschiedet, der neue kaufmännische Geschäftsführer Stefan Schütt in sein Amt eingeführt. Der Gottesdienst in der Kapelle des Christian Jensen Kolleg beginnt um 17 Uhr, anschließend läst das CJK zu einem kleinen Empfang ein.

 

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Vorankündigung: Friedhöfe – eine ländliche Institution im Wandel

So wie die Kirche gehört auch der Friedhof unverzichtbar zu dem Dorf. Zugleich entwickelt sich eine große Vielfalt im Bestattungswesen, der sogenannten „Sepulkralkultur“. Immense gesellschaftliche Veränderungen führen also auch auf dem „Gottesacker“ zu Herausforderungen. Mit einem Workshop am Donnerstag, 20.06., thematisieren das CJK und das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume im Christian Jensen Kolleg die soziale, wirtschaftliche und ökologische Dimensionen, diskutiert alternative Bestattungsformen und ihre gesellschaftlichen Folgen und fragt schließlich nach Lösungsansätzen. Dabei werden insbesondere Interessenskonflikte dargestellt und das Zusammenspiel von kirchlichen und kommunalen Verantwortungsträgern bearbeitet.

Weitere Details und die direkte Buchungsmöglichkeit finden Sie hier oder Sie melden sich telefonisch bei uns.

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Utopische Tage in Österreich

Ende April fanden die österreichischen „Tage der Utopie“ im katholischen Jugend- und Bildungshaus „St.Arbogast“ statt, Projektpartner des Christian Jensen Kolleg in Sachen TdU_2013_6253„Utopie“. Denn während das Breklumer Kuratorium um den theologischen Leiter des CJK Friedemann Magaard das Programm für die dritten deutschen „Tage der Utopie“ 04.-10. April 2014 planen, feiern die erfahrenen Vorarlberger um Josef Kittinger und Hans Joachim Gögl schon zum sechsten Mal das „Festival für eine gute Zukunft“ – die beiden kirchlichen Häuser öffnen also im jährlichen Wechsel utopische Fenster. Nach dem Auftakt-Referat des Philosophen und Soziologen Oscar Negt, der für einen neuen europäischen Gesellschaftsvertrag warb („Nur noch Utopien sind realistisch“), sprach die Volkswirtin Kora Kristof über die Frage „Wie wir gesellschaftliche Veränderungen erfolgreicher gestalten.“ „Mir imponierten vor allem die Frische und Offenheit, mit der die Besucher sich die utopischen Räume erschlossen“, freut sich Magaard, der einige Tage in St.Arbogast teilnehmen konnte, „beeindruckt haben mich die begleitenden Workshops mit der Aufstellungsarbeit von Siegfried Essen – eine grandiose systemische Vertiefung des Gehörten.“

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Vorankündigung: Metamorphosen – Landgemeinden im Wandel

Das Projekt „Metamorphosen – Landgemeinden im Wandel“ stärkt die Kirche als zentrale Entwicklungsträgerin ländlicher Räume. Als Auftakt leiten Ulrike Brand-Seiß vom Gemeindedienst und Friedemann Magaard, CJK, einen Workshop im Christian Jensen Kolleg am Samstag, dem 01. Juni, von 10-16 Uhr. Die Kirche trägt mit ihrer Arbeit, mit ihren Institutionen und mit der von ihr verkündeten Botschaft wesentlich zur Entwicklung von ländlichen Räumen bei. Angesichts der massiven Veränderungsprozesse, die sich demographisch, sozial, ökonomisch und infrastrukturell in den verschiedenen ländlichen Räumen gegenwärtig vollziehen, wird diese gesellschaftliche Aufgabe und Bedeutung in Zukunft weiter anwachsen.

Das Projekt „Metamorphosen“ nimmt die gegenwärtigen Prozesse, Initiativen, Impulse, Strategien in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und ihren Einrichtungen auf, mit dem Ziel, Strategien Weiterlesen

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“soviel du brauchst”

Das Motto des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags nehmen wir sehr wörtlich. Als Veranstaltungs- und Übernachtungsgäste genießen Sie unsere herzliche Gastfreundschaft, beste Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Tagung, kulinarische Genüsse aus der Region, gedankliche Anregungen oder auch Ruhe und Kontemplation, soviel Sie brauchen.

Gleichermaßen aus Überzeugung verstehen wir das Moto auch im Sinne eines “nur soviel als nötig”. Wir sind als Bildungszentrum für Nachhaltigkeit zertifiziert und arbeiten inhaltlich wie organisatorisch daran, die Vielfalt unserer Mitwelt dauerhaft zu erhalten.

Lernen Sie uns kennen – holen Sie sich Informationen, soviel Sie brauchen! Das Christian-Jensen-Kolleg  und das Haus am Schüberg präsentieren sich vom 02. bis 04. Mai 2013 auf dem Markt der Möglichkeiten in der Halle A4 des Hamburger Messegeländes.

Ebenfalls auf dem Markt der Möglichkeiten präsentiert sich die neue Dachmarke der Nordkirche “Evangelische Häuser im Norden”, zu deren Gründungsmitgliedern das Christian Jensen Kolleg und das Haus am Schüberg gehören. Der EHiN-Stand ist auf dem Markt der Möglichkeiten direkt neben unserem Gemeinschaftsstand zu finden.

Wir sehen uns auf dem Kirchentag!

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Tage der Utopie 2013 in St.Arbogast/Österreich – und 2014 gleich notieren…

Unser Partnerhaus im österreichischen St. Arbogast vibriert bereits: die nächsten Tage der Utopie stehen vor der Tür! Am 23. April geht es los. Lesen Sie hier mehr – und kommen Sie nach St. Arbogast – und treffen Sie dort unter anderem auch den CJK-Leiter Friedemann Magaard, der sich das Zukunfts-Ereignis 2013 nicht entgehen lassen wird… Auf der Homepage www.tagederutopie.org haben Sie  die Möglichkeit, sich Informationen über diese Veranstaltungen  zu holen.

Schon jetzt möchten wir Sie auf die  dritten Breklumer Tage der Utopie vom 05. – 08.04.2014 im Christian Jensen Kolleg aufmerksam machen. Diese Tage werden zurzeit von unseren Kuratoren oft und intensiv vorbereitet.

Merken Sie sich unbedingt den Breklumer Termin bereits vor. Wir freuen uns auf 2014 und auf Sie!

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Neuer betriebswirtschaftlicher Leiter Stefan Schütt löst Heiner Witte ab

Nach fast achtjähriger Tätigkeit verlässt Heiner Witte (49) das Christian Jensen Kolleg als kaufmännischer Leiter des Bildungs- und Tagungszentrums im Herzen Nordfriesland. In betriebswirtschaftlich turbulenter Zeit übernahm der Küchenmeister und Betriebswirt die Verantwortung für den Tagungsbereich und steuerte das CJK-Schiff, zunächst mit dem damaligen Leiter Dr. Kay-Ulrich Bronk, später mit dem aktuellen Leiter Friedemann Magaard, und gemeinsam mit dem 35köpfigen CJK-Team in ruhigere Gewässer. „Heiner Witte hat entscheidenden Anteil, dass das CJK die Phase der Konsolidierung erreicht hat“, würdigt CJK-Leiter Friedemann Magaard seinen langjährigen Kollegen. Neben der beeindruckenden wirtschaftlichen Stabilisierung steht Witte aber auch für die inhaltliche Ausrichtung des Hauses, das dank dessen Initiative 2009 als „Bildungszentrum für Nachhaltige Entwicklung“ durch das Land Schleswig-Holstein im Rahmen der UN-Dekade für Nachhaltige Entwicklung zertifiziert wurde. Magaard weiß: „In Sachen Nachhaltigkeit ist Heiner Witte ein Missionar, und somit passt er auf seine Weise wunderbar in die Geschichte Breklums, wo schon so manches Missionsprojekt aus der Taufe gehoben wurde.“

Heiner Witte hatte über Jahre die betriebswirtschaftliche Leitung sowohl vom Christian Jensen Kolleg in Breklum als auch vom Haus am Schüberg, dem Geschwisterhaus des Kirchenkreises Hamburg-Ost, inne. Somit stand er auch als Person für die enge inhaltliche, operative und strategische Kooperation der beiden wichtigen Bildungshäuser der Kirche im Norden. Künftig wird sich Witte hauptamtlich der Entwicklung des Zusammenschlusses von kirchlichen Tagungshäusern zu der Dachmarke „Evangelische Häuser im Norden (Ehin)“ widmen – eine Gemeinschaftsinitiative von CJK und Haus am Schüberg, und zugleich weiterhin die Betriebswirtschaft im Haus am Schüberg weiter verantworten. Heiner Witte lebt mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn in Hamburg.

Seine Nachfolge im Christian Jensen Kolleg übernimmt ab April der gebürtige Husumer Stefan Schütt (49). Der Hotelkaufmann hatte, wie Witte, den Beruf des Koch erlernt, baute nach einigen Jahren in München das „Romantik Hotel Altes Gymnasium“ in Husum auf, zuletzt als Hoteldirektor. In den vergangenen sieben Jahren leitete Schütt die Husumer Niederlassung der IHK-Wirtschaftsakademie. „Stefan Schütt bringt hervorragende Expertise als Hotelier und als Bildungsmanager mit und ist darüber hinaus exzellent in der Region vernetzt. Er wird die positive Entwicklung des CJK weiter ausbauen“, freut sich Friedemann Magaard über seinen neuen Kollegen. Der Aufsichtsrat hat Stefan Schütt einmütig das Vertrauen ausgesprochen und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den neuen kaufmännischen Leiter auch als Geschäftsführer neben Friedemann Magaard zu bestellen. Stefan Schütt lebt mit seiner Frau in Husum und hat zwei erwachsene Töchter.

Heiner Witte      Bild Stefan Schütt                             Heiner Witte prägte das CJK als                         Stefan Schütt, ab April neuer betriebswirtschaftlicher
langjähriger kaufmännischer Leiter                                           Leiter des CJK

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“Habgier” als Impuls für Kunstdialog

„(to)break II“ schließt Themenwochen zur globalen Transformation ab

In der Karwoche buchstabiert das Christian Jensen Kolleg den Begriff der „Habgier“. Künstlerinnen aus Brasilien und aus Deutschland arbeiten in diesem Jahr zu diesem altmodischen und zugleich hochaktuellen Wort. Mit diesem Kunst- und Bildungsimpuls gehen die erste gemeinsame Themenwochen der Geschwisterhäuser Christian Jensen Kolleg und Haus am Schüberg zum Thema „Globale Transformation“ zu Ende. Erste südamerikanische Arbeiten, digitalisiert und auf Stoffbahnen ausgedruckt, werden in der Woche vom 25. März in Breklum gezeigt. Joachim Mocka, Künstler aus Schleswig und künstlerischer Leiter von „(to) break II“, führt, gemeinsam mit bildenden und musischen Künstlern, am Abend des 25.03. in das Projekt ein.

Als ästhetisch-politische Antwort auf die Katastrophen von Fukushima fand 2011 ein erster interkontinentaler Kunstdialog unter dem Titel „(to) break“ statt. Damals wurden digitalisierte Werke japanischer Künstler auf Stoffbahnen vor dem Martineum des CJK ausgestellt, deutsche Künstlerinnen antworteten auf die teilweise ergreifenden Arbeiten aus dem von der Atomkatastrophe erschütterten Japan.

Das CJK setzt in der letzten Passionswoche in Kooperation mit dem Zentrum für Mission und Ökumene (ZMÖ) sowie dem Evangelischen Regionalzentrum Westküste (ERW) ökumenische und entwicklungspolitische Bildungsakzente. Am 26.03. laden Dr. Karen Bergesch, Lateinamerika-Referentin des ZMÖ aus Brasilien, und Dr. Hauke Christiansen vom ERW um 19.30 Uhr zu einem Brasilienabend ins Kolleg, bei dem Leben, Arbeiten und Glauben in Brasilien in vielfältiger Weise erlebbar wird. Am Abend des 27.03. informieren Paolo Schonardie,  brasilianischer Agrarexperte aus Hamburg, und Ulrich Ketelhodt, Fachkollege beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche, über die dramatischen Veränderungen beim Landbesitz in Brasilien („landgrabbing“) und in Schleswig-Holstein. An den drei Tagen (25.-27.03.) gestalten Jutta Jessen-Thiesen (ZMÖ) und Friedemann Magaard (CJK) um 19 Uhr thematisch bezogene Passionsandachten in der CJK-Kapelle.

Am 28.03. laden die Kooperationspartner zu 18 Uhr zu einem „Mahl mit Sinn“. Bei einem regional-fairen Bufett und mit inhaltlichen Impulsen verbinden sich der Kunstimpuls „(to) break II“ mit den Aktionswochen „Sieben Wochen mit“, an der sich in konzertierter Aktion sieben Weltläden in Nordfriesland und die Küche des Christian Jensen Kolleg beteiligt haben.

Fahnen Japan
Bei “(to) break I” wurden im Frühjahr 2011 japanische Arbeiten
unter dem Eintruck von Fukushima ausgestellt.

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Mobilitätskonzepte für die Nordkirche

Wie sich das Spannungsfeld zwischen Klimagerechtigkeit und Partizipation konstruktiv gestalten lässt, war Thema eines Doppelworkshops, der parallel im Christian Jensen Kolleg und im Haus am Schüberg am 27.02.2013 stattfand. Dabei stellten Mitarbeiterinnen der Uni Flensburg das von der Landeskirche in Auftrag gegebenen Klimaschutz-Konzept für die Nordkirche vor, dabei besonders das Kapitel “Mobilität”. Teilnehmende im ländlichen Raum (CJK Breklum) und im Kontext der Metropolregion Hamburg (Haus am Schüberg Ammersbek) diskutierten untereinander und – per Videokonferenz! – auch miteinander.

Die Ergebnisse des CJK-Workshops liegen nun vor: Praktische, rechtliche und methodische Anregungen sowie fünf Aspekte aus organisationsentwicklerischer Sicht.

 

Ergebnissicherung „Mobilität in der Nordkirche“ 27.02.2013,

Christian Jensen Kolleg Breklum (Ergebnissicherung)

 

Die Teilnehmenden diskutierten konkrete Maßnahmen und Handlungsspielräume auf verschiedenen Ebenen. Dabei wurde grundsätzlich zwischen individuellen Möglichkeiten und Möglichkeiten der Dienststellenleitung unterschieden. Die Möglichkeiten der Dienststellenleitung lassen sich nach der Art des genutzten Politikinstruments (von der Information bis zu Regelwerken) unterscheiden, aber auch nach den Kategorien Willensbekundung, Bildung und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, und Attraktivität der Angebote.

 

Außerdem wurden Rahmenbedingungen identifiziert, die auf bundespolitischer Ebene die Umsetzung bestimmter Klimaschutzmaßnahmen im Mobilitätsbereich beeinflussen oder gar behindern. Die Nordkirche kann hier, evtl. in Kooperation mit anderen Organisationen, Petitionen zur Änderung entsprechender Vorgaben erarbeiten und öffentlichkeitswirksam an die Politik kommunizieren. Auch eine (gemeinsame) Petition an regionale Verkehrsbetriebe und die DB könnte sinnvoll sein, um eine bessere Abstimmung der Fahrpläne untereinander und das Warten auf den Anschlusszug oder -bus zu erreichen.

 

Politische Rahmenbedingungen Weiterlesen

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Dänisch-Deutscher Pastorenkonvent

Foto G.Magaard NPArendt

 

Der Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard verabschiedet den Harderslebener Bischof Nils Hendrik Arendt aus dem Dänisch-deutschen Pastorenkonvent, der seit neuen Jahren jährlich in Lögumkloster und in Breklum tagt. Bischof Arendt wird im Frühjahr aus seinem leitenden Amt scheiden und im Weiteren das Reformationsjubiläum für die dänische Kirche begleiten. Arendt wurde vergangene Woche zum Ehrenmitglied des Dänisch-Deutschen Konvents ernannt.

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Meckerfreie Zone – das lila Band

Im Rahmen der “Transformations-Wochen 2013″ laden wir zu einem spannenden Vortrag nach Breklum:

Meckerfreie Zone – das lila Band
Eine Aktion für eine bessere Welt
Donnerstag, 14. März 2013 19:30 – 21 UhrPastor Klaus Guhl aus Flensburg stellt die Aktion: “Meckerfreie Zone” vor und lädt ein dabei zu sein: “Wer die Welt ändern möchte, der fange bei sich, in seiner Welt an.“ Das ist für den Anfang Aufgabe genug. Wir alle wissen, wie angenehm die Nähe zu einem freundlichen, zuversichtlichen Menschen ist. Eine kleine Aktion hilft, der Mensch zu sein, der positiv auf seine Umgebung ausstrahlt.
Leben, ohne zu meckern. Was soll das?
Probiere es aus. Vielleicht wirst du: Glücklicher? Umgänglicher? Freundlicher? Für dich und andere leichter zu ertragen? Ein besserer Mensch? Wer weiß?”
Ein kleines lila Band kann dabei eine große Rolle übernehmen.

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Luther-Kolleg zur Lutherischen Kirche in den USA

Was wissen Sie von der Lutherischen Kirche in den USA? Und ahnen Sie etwas von den engen Verbindungen, die es gerade von Nordfriesland aus zur Lutherischen Kirche in den USA gibt? Wer dazu etwas erfahren möchte, sollte folgende Veranstaltung nicht verpassen: Lutherische Kirche in den USA – Strukturen, Spannungen, Selbstverständnis: so heißt der Vortrag, der am 13.3. um 19.30 Uhr im Christian Jensen Kolleg in Breklum stattfindet. Es referiert Dr. Daniel Havemann, der selbst am Tritinity Lutheran Seminary in Columbus unterrichtet hat und stark in der ehemals mecklenburgischen, jetzt nordkirchlichen Partnerschaft mit Ohio engagiert ist. Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Der Vortrag ist Teil eines Seminars, das auch die Breklumer Geschichte der „Präriepastoren“ erläutert, die von 1882-1931 in Breklum ausgebildet und den Auswanderern zu geistlichen Betreuung hinterhergeschickt wurden und entscheidend zum Werden der Lutherischen Kirche in den USA beigetragen haben. Anmeldung beim Christian Jensen Kolleg, Tel: 04671-91 12 36.

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“Sieben Wochen mit”

„Sieben Woche mit“ lautet die diesjährige Fastenkampagne, und gemeint ist bei „mit“: „mit Produkten aus der Region und aus fairem Handel“. Nicht nur etliche Weltläden und Kirchengemeinden der Region beteiligen sich daran, auch das Christian Jensen Kolleg ist mit dabei.

Eigentlich ein „Heimspiel“, könnte man denken. Denn im CJK denken wir oft darüber nach, welche Lebensmittel wir einkaufen und welche Produkte wir in unserem Bildungszentrum nutzen. Nicht nur bei „Sieben Wochen mit“. Und dabei schauen wir nicht ausschließlich auf den Preis. Es geht doch darum, dass Wort und Tat zusammenpassen. Im CJK wird oft über weltweite Gerechtigkeit gesprochen, wird über die Bewahrung der Schöpfung debattiert: da muss doch, wie wir im Hause wirtschaften, dazu passen. „Regional und fair“ lautet da das Stichwort.

In den Wochen der Passionszeit machen wir unsere Gäste intensiv darauf aufmerksam, wie wir die wichtigen Zukunftsthemen der nachhaltigen Entwicklung in unserem Alltag umzusetzen versuchen: mit MSC-zertifiziertem Fisch aus nachhaltigem Fischfang etwa, mit Eiern aus Biohaltung, mit Kaltgetränken aus der Region und Kaffee und Tee aus fairem Handel, sowie mit dem attraktiven vegetarischen Angebot, mit dem wir Lust machen, immer wieder einmal den Fleischkonsum zu verkleinern.

Zum Auftakt informierte sich der Bischofsbevollmächtigte für den Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, persönlich über die Aktionen im Hause. Im Gespräch mit der Hauswirtschaftsleiterin Maren Petersen erfuhr er einige Hintergrundinformationen, etwa über den besonderen regionalen Kartoffeleinkauf im CJK, aber auch über die Schwierigkeiten, regionale Milchprodukte in Großeinkaufsmengen zu erwerben.

M. Petersen und G. Magaard      aufsteller auf mittagstisch

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Workshop “Sich der Trauer nähern am 09. Februar 2013

Mehr als 60 Teilnehmende am Workshop „Sich der Trauer nähern“ hörten aufmerksam den Vorträgen von Dr. Peter Holtappels und von Marion Loh zu. Da Frau Loh erkrankt war, wurde ihr Skript von Jutta Jessen-Thiesen vorgetragen. Beide Vorträge sind als pdf-Dateien hier zu lesen:

Vortrag Dr. jur. Peter Hotappels

Vortrag M. Loh

Auch die vier Arbeitsgruppen wurden lebhaft wahrgenommen – wie immer wäre mehr Zeit zu wünschen gewesen. Letztlich ein gutes Zeichen: mit guter Energie verließen die Teilnehmenden das Christian Jensen Kolleg und freuen sich schon auf den nächsten Fach-Tag, den das Wilhelminen-Hospiz und das CJK gemeinsam bestreiten werden.

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Die erotische Dimension der Liebe für Kirche und Glauben neu entdecken

Um den aktuellen Krisen des „real-existierenden Christentums“ angemessen begegnen zu können, plädiert der Fuldaer Philosoph Dr. Christoph Quarch für eine radikale Rückbesinnung von Theologie und Kirche auf das Herz der christlichen Religion: auf die Liebe. Ein beherztes Sprechen von der Liebe öffne für Sinnsuche und Glaubenspraxis von Christinnen und Christen neue Räume. „Herzensangelegenheit. Warum Theologie und Kirche die erotische Dimension der Liebe wiederentdecken müssen“ lautet der Vortrag, den Quarch am Mittwoch, dem 13.02., ab 19 Uhr im Christian Jensen Kolleg hält.

Tags darauf halten er, der bereits 2012 als Referent der “Tage der Utopie” in Breklum zu Gast war, und CJK-Leiter Friedemann Magaard ein Tagesseminar unter dem Titel „‘Schwimmen im Meer der Freude‘“ – christliche Liebesgedanken aus Mystik, Romantik und Gegenwart“ zu Texten von Marguerite Porete und Friedrich Schleiermacher.

Beide Veranstaltungen geben den Auftakt einer Themenwoche vom Breklumer Christian Jensen Kolleg und dem Hamburg Partnerhaus „Haus am Schüberg“ mit Veranstaltungen zur „Globalen Transformation“. Zur Eröffnung wird der Präses der Nordkirchen-Synode, Dr. Andreas Tietze, ein Grußwort sprechen.

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Reinhard von Kirchbach – Erinnerung und Begegnung zum 100. Geburtstag

Über 30 Teilnehmende erwarten wir im Christian Jensen Kolleg, wenn wir vom 10.-12. Februar an den früheren Schleswiger Propst Reinhard von Kirchbach erinnern, dessen Geburtstag sich im Mai 2013 zum 100ersten Mal jährt. Von Kirchbach widmete sich vor allem in der Zeit seines Ruhestandes intensiv dem Interreligiösen Dialog. Eine besondere Ehre: an unserer Begegnung in Breklum nehmen auch muslimische Gäste teil: die Hamburger Imamin Halima Krausen, Referentin bei den “Tagen der Utopie 2012″ im Christian Jensen Kolleg, sowie Sheikh Mahmood Rashid aus Pakistan.

Nun kommen Menschen zusammen, die diesem besonderen Menschen begegnet sind: in seiner Zeit als Pastor und Propst, während seiner interreligiösen Begegnungen oder in seinen Schriften, zumeist “meditative Gebete”, die in diesen Jahren von Dr. Hans-Christoph Goßmann (Hamburg) und Michael Möbius (Flensburg) herausgegeben werden.

Dabei werden wir uns sowohl über Erinnerungen austauschen als auch darüber reden, welche geistliche und theologische Herausforderung in der Arbeit von Reinhard von Kirchbach für unsere Kirche heute und in Zukunft sein kann. Somit kann auch ein Zeichen des Aufbruchs von dieser Tagung ausgehen.

Reinhard von Kirchbach:
Wir müssen die Hütten verlassen,
in denen wir wohnten.
Die Zelte unserer Wanderschaft
müssen wir verbrennen.
Nur heimatlos
werden wir die Heimat finden.
Nur mit leeren Händen
werden wir das Brot empfangen.
Und nur in der Armut des Geistes
kann sich Seine Fülle niederlassen.

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Gibt es eine Theologie der Transformation? Ist sie rebellisch, ethisch, politisch? Ja, und noch mehr. Sie ist beherzt.

Natürlich mischt sich die evangelische Kirche ein, wenn es um die dramatischen Zukunftsthemen der Menschheit geht. Natürlich ist sie ganz bei ihrer Sache, wenn ihr Ringen um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung kein Randthema, sondern zentrales Anliegen ist und bleibt. Was aktuell mit „Transformationen“ beschrieben wird: die Notwendigkeit umfassender, alle Lebensbereiche durchdringender Veränderungen, das muss die Kirche vorantreiben.

Natürlich, das bleibt nicht aus, nimmt sie dabei sich selbst in den Blick. Ihr eigenes Wirken und Verhalten braucht immer kritische (Selbst-)Reflektion, ob es der selbstverantwortete Klimaschutz ist oder die Frage ethisch verantwortbarer Finanzanlagen. Sonst ist das mahnende Wort in die Welt nicht glaubwürdig.

Gibt es eine Theologie der Transformation? Ist sie rebellisch, ethisch, politisch? Ja, und noch mehr. Sie ist beherzt. Hat Herz. Spricht das Herz an: Sorge und Liebe, Herzdruck und Herzklopfen. Leidenschaftlich engagiert und dabei weit, nicht moralisch-politisch verengt. Verengungen führen ebenso medizinisch wie theologisch dazu, dass der Blutfluss, der Lebensfluss verstopft.

Die Kirche der Reformation braucht Transformationen. Sie fühlt den brennenden Herzen … Weiterlesen

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Die Kirche im Dorf lassen – Warum der kirchliche Alltag in der Fläche neu erdacht werden muss

In einem Beitrag für die “Schleswig-Holstein am Sonntag” vom 30.12.2012 wirkt CJK-Leiter Friedemann Magaard an der “Denkfabrik” mit, in der verschiedene Persönlichkeiten des Landes beschreiben, wie sich das Land Schleswig-Holstein 2013 ändern sollte:

Das Statistische Bundesamt berechnet, dass in Deutschland im Jahr 2030 vier Millionen Menschen weniger als heute leben. Die ländlichen Regionen werden zweifellos überdurchschnittlich betroffen sein. Parallelen zwischen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und derjenigen der norddeutschen Christengemeinden sind offensichtlich. Schon heute ist in manchen Regionen eine flächendeckende Präsenz der Kirche, wie wir sie seit Jahrzenten kannten, nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Doch mit Larmoyanz ist nichts zu gewinnen, nur mit klaren Strategien, vor allem aber mit Liebe für die Dörfer, für die „Provinz“. Wer nicht das stete „Weniger“ beklagen will, muss beschreiben können, was das Dorf „kann“, außer vielleicht bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Was macht die ländlichen Räume wirklich attraktiv, welche Attraktoren locken aufs Land und verlocken zum Bleiben? Das Dorf kann Landluft. Kann das Dorf auch „sexy“?

 

Es kann. Der Metapher … Weiterlesen

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Klösterliche Tage zum Jahresbeginn

Vom 04.-06. Januar findet die ersten klösterlichen Tage des neuen Jahres im CJK statt. Welchem Stern folgen wir? Auf welchen Wegen gegen wir weiter in das neue Jahr? Im Zentrum steht die biblische Erzählung der Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern bis nach Bethlehem folgten und auf einen Wink eines Engels auf anderem Wege in ihr Land zurück. Das Wochenende der „Breklumer Gezeiten“ leiten ZMÖ-Referentin Jutta Jessen-Thiesen und CJK-Leiter Friedemann Magaard.

Buchungen gerne direkt über den Veranstaltungskalender!

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2013 – ein doppeltes Gedenkjahr

Kierkegaard und von Kirchbach

Im neuen Jahr erinnert das Christian Jensen Kolleg gleich an zwei wichtige Persönlichkeiten des geistlichen und theologischen Lebens. Im Mai wird des 200. Geburtstag des dänischen Philosophen und Theologen Sören Kierkegaard gedacht. Vom 11.-13. Januar findet das musisch-theologische Seminars „Der Beter und der Spötter“ statt, in dem Professor George Alexander Albrecht die Musik Bruckners im Gegenüber zu den von CJK-Leiter eingeleiteten Kierkegaard-Texte vorstellt. Vom 10.-12. Juni laden CJK und das dänische Theologisch-Pädagogische Seminar zur Kierkegaard-Tagung „Vom System zur Performanz“ unter der Leitung des Kierkegaard-Experten Eberhard Harbsmeier nach Lögumkloster ein.

 

Ebenfalls im Mai jährt sich der 100. Geburtstag des norddeutschen Theologen Reinhard von Kirchbach. Der Schleswiger Propst widmete sich in seinem Ruhestand dem interreligiösen Dialog. Vom 10.-12. Februar lädt eine Projektgruppe zu einer Begegnung von Weggenossen und zeitgenössischen Kritikern in das CJK. Noch immer werden geistliche Schätze gehoben, auch im Rahmen dieser Tagung. Zugleich gehen die Teilnehmenden der Frage nach, warum Reinhard von Kirchbachs spirituelle Impulse aus interreligiösen Begegnungen in seiner Zeit von seiner Kirche so zurückhaltend aufgenommen wurden. Das Projektteam um die von-Kirchbach-Werkherausgeber Michael Möbius und Hans Christoph Goßmann sowie CJK-Leiter Friedemann Magaard organisiert zudem von Kirchbach-Impulse auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg sowie eine Breklumer Fachtagung im Frühjahr 2014.

Informationen und Anmeldungen zu den Kierkegaard- und von Kirchbach-Veranstaltungen über den Kontakt-Bereich oder ab nächste Woche über den Veranstaltungskalender.

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CJK … mit neuer, frischer und erweiterter Homepage!

Am Wochenende war es soweit: Wir sind mit einer neuen Homepage ins Netz gegangen. Der Wunsch nach Interaktivität, mehr Funktionen und der Möglichkeit, die Inhalte selbst zu pflegen, gab den Ausschlag für diese komplette Neugestaltung auf Basis der Blog-Software WordPress. Nebenbei haben wir auch unser Erscheinungsbild aufgefrischt – und das nicht nur im Netz.

Das Wichtigste: Sie können ab sofort an vielen Stellen Ihre Meinung und Ihre Eindrücke hinterlassen – mit uns in den Dialog kommen. Über den Veranstaltungskalender sind direkte Buchungen unserer Formate möglich und mit einer – im Moment noch kleinen aber feinen – Mitfahrbörse möchten wir Ihnen Gelegenheit geben Fahrgemeinschaften zu bilden. Darüber hinaus haben wir neu geordnet, versucht übersichtlicher zu gestalten – gleich auf der Homepage sind so unsere drei Kernbereiche

BILDUNG | TAGUNG | ÜBERNACHTUNG

direkt als Einstieg vorgesehen. Für den Kontakt mit uns haben wir drei Formulare entwickelt, mit deren Hilfe alle relevanten Infos abgefragt werden, so dass wir schnell und umfassend auf Ihre Anliegen reagieren können.

Und jetzt genug der blassen Theorie … stürzen Sie sich einfach mal hinein in unsere neuen Seiten. Gerne nehmen wir Reaktionen, Meinungen, Anregungen und konstruktive Kritik zur neuen CJK-Website an dieser Stelle in den Kommentaren entgegen.

Viel Spaß.

Ihr Friedemann Magaard plus Team!

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Rückblick auf das Demokratie-Kolleg am 31.10.2012

140 Teilnehmende erlebten am 31.Oktober einen besonderen Reformationstags-Abend bei dem Demokratie-Kolleg zur Frage „Brauchen wir eine Wirtschafts-Reformation?“ Politische Prominenz fand sich im Christian Jensen Kolleg in Breklum ein: Minister Dr. Robert Habeck (B90/Grüne) und FDP-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kubicki zeigten sich eher reserviert gegenüber den Ansätzen alternativer Ökonomie, wie sie der Wiener Publizist Christian Felber vertrat. Felber strebt eine umfassende Demokratisierung der Gesellschaft und ihrer ökonomischen Rahmenbedingungen an und fordert die durchgreifende Realisierung von Verfassungswerten wie Demokratie, Menschenwürde, Freiheit – die bei den Alternativen „freie Marktwirtschaft“ und „diktatorische Planwirtschaft“ zu kurz kämen. Wolfgang Kubicki

 

bezweifelte, ob der Mensch ohne Umerziehung zu solcher Veränderung fähig sei, Umerziehungskonzepte seien aber in der Geschichte, zum Glück, stets gescheitert. Robert Habeck gab zu bedenken, dass ungeachtet der Notwendigkeit einer Umorientierung bei den Maßstäben für die Wohlfahrt einer Gesellschaft die Macht der Strukturen, wie sie die Globalisierung und die europäische Politik setzen, den Entscheidungsspielraum vor Ort begrenzen. Der KDA-Volkswirt Dr. Ralf Ptak unterstützte Felbers Ansatz eine Gemeinwohl-Ökonomie vor allem für den mikroökonomischen, den betriebswirtschaftlichen Bereich. Aus dem Publikum wurden die Impulse gerade für die Umsetzung in kleinen Unternehmen aufgegriffen. Viele Teilnehmende erwarteten aber auch von der Politik Ideen für „große Lösungen“ und begrüßten die ökonomischen Utopiendes Wiener Gastes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Leiter des Christian Jensen Kolleg und Moderator des Podiumsgesprächs Friedemann Magaard dankte zum Schluss Politikern, Ökonomen und Bürgerinnen und Bürgern dafür, sich so leidenschaftlich mit den Werten eine Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung auseinandersetzen. Das Gespräch muss, so Magaard, auf Augenhöhe geführt, vor allem aber weitergeführt werden. Dazu werde das kirchliche Bildungszentrum in Breklum als ein Ort für utopische Entwürfe auch in Zukunft Akzente setzen.

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Breklumer Thesen zu einer „Wirtschafts-Reformation“

… im Kontext des „Demokratie-Kolleg

  1. “Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen und schrieen sich zu ihre Erfahrungen, wie man schneller sägen könnte, und fuhren mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen, schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter.” Bertolt Brecht, Exil, III – Lasst uns endlich aufhören mit dem Sägen!
  2.  Wir brauchen ein reformiertes Banken- und Wirtschaftssystem, das sich am Gemeinwohl orientiert!
  3. Das vorliegende Konzept „Gemeinwohl-Ökonomie“ in die Praxis umsetzen. Bedingungsloses Grundeinkommen breiter diskutieren und analysieren, wo bereits praktisch umgesetzt
  4. Wenn neue Ökonomie von unten (vom Einzelnen) ausgeht und an diesem kleinen Ort das Wohl seiner (meiner) Beziehungen beachtet und ausgefüllt wird, kann auch im Großen eine Wirkung Raum greifen.
  5.  Alles wirtschaftliche Handeln muss dem Leben dienen – auf Grundlage von Ethik und Ökonomie
  6.  Arbeiten um zu leben, nicht leben um zu arbeiten
  7.  Ein Wirtschaft mit Achtung für alle Wesen – ohne Massentierhaltung
  8.  Wirtschaft muss nachhaltiger, fairer und achtungsvoller werden
  9.  Vom Kleinen zum Großen! „Echte“ Kommunikation! Kooperation auf „Augenhöhe““ Gerechtigkeit und Wertschätzung
  10. Lobbyismusregulierung: Pflicht zur Zulassung mit vollständiger Deklaration der vertretenen Interessen und der dafür jährlich eingesetzten Mittel
  11. Gleicher Lohn für Frauen
  12. Drastische Vermögensbesteuerung ist so „unvorstellbar“ wie der Fall der Mauer oder der Ausstieg aus der Atomkraft. Die Zeit ist reif.
  13. Vision ist das Eine – Verantwortliche Politik ist heute
  14. Mehr Entflechtung von Politik und Wirtschaft: transparenter Lobbyismus und gelebte moralische Kodizes für die Wirtschaft (sozial und ökologisch)
  15. Wenn der Wirt (Arbeiterinnen/Steuerzahlerinnen) stirbt, stirbt auch der Parasit (Finanzhaie, Geldgeier, Gierlappen)
  16. Wir brauchen eine verfassungskonforme Vermögenssteuer!
  17. Mehr Demokratie wagen im Sinne „Gemeinwohlorientierter Ökonomie“ und Bürger und Nachbarn motivieren, ihre Meinung in regionale Entscheidungsprozesse einzubringen (bzw. sich darin zu üben)
  18. Ein Wirtschaftsunternehmen, das nur weiter produzieren kann, wenn es in Zukunft weitere 20ha eines Buchenwaldes in einem Mittelgebirge abbauen kann, wirbt dafür, dass 44 Familien arbeitslos werden würden. Die Politik und die Gesellschaft müssen Lösungen finden, dass solche Naturzerstörung verhindert werden kann.
  19. Eigentum verpflichtet, es dient zugleich dem Gemeinwohl. Dieser Grund(gesetz)satz möge die Gesetzgebung bestimmen. D.h. auch Abschied von der „Sickertheorie“, wenn es genügend Reichtum gibt, gehe es allen gut.
  20. Meine Hoffnung: Gemeinwohlökonomie möge sich weiter verbreiten und entwickeln.
  21. Wirtschaft ist für den Menschen da – nicht umgekehrt
  22. Nutzen (Bedürfnis) statt Nachfrage (Geld)
  23. Unsere Entscheidungen sind nicht immer christlich.
  24. Die Einkommensverteilung muss gerechter erfolgen. Die Menschen müssen (wieder) mehr wirtschaftliche Sicherheit haben für ihre Lebensplanung.
  25. Wachstum kann und darf angesichts begrenzter Ressourcen nicht das Kennzeichen einer gut funktionierenden Wirtschaft und damit das Bruttosozialprodukt (BIP) nicht das Maß für das Wohlergehen einer Gesellschaft sein!
  26. Wir brauchen eine Stärkung des UNO-Menschenrechtsrats sowie internationale Regulierung des Finanz- und Handelssystems
  27. Gerechte Verteilung des Volkseinkommens!
  28. Soziale Dreigliederung kann heilend in den sozialen Organismus wirken.
  29. Ideen vom „regionalen Aufbruch e.V.“: Nachhaltigkeit vor Gewinnmaximierung, Kooperation vor Konkurrenz (s. Internet)
  30. Eine Ökonomie, die sich an der Stärkung von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung messen lassen will, ist zutiefst christlich.

F.d.R. Friedemann Magaard,
Christian Jensen Kolleg Breklum

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